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Duell der Magier

(The Sorcerer's Apprentice, 2010)

Durchschnittliche Redaktionswertung

65%



Inhalt

Seit vielen Jahren beschützt der große Zaubermeister Balthazar Blake die Metropole New York vor den Mächten des Bösen, gegen seinen Erzfeind Maxim Horvath braucht er jetzt aber Hilfe. Die findet er vermeintlich in dem eher unauffälligen Studenten Dave. In ihm soll das Potenzial stecken, Blakes langgesuchter Zauberlehrling zu werden. Widerwillig lässt dieser sich auf einen Crashkurs der Zauberei ein, denn die Zeit wird knapp: Die dunklen Mächte werden mit jeder Minute stärker und Dave muss über sich hinauswachsen, um die Stadt zu retten und auch das Herz seiner Angebeteten zu erobern.

Kritik

von Dimitrios Athanassiou

Wertung Kritik

65%

Nein, es ist noch nicht Harry Potter-Zeit. Auch wenn jene, die mit den Büchern um diesen Zauberlehrling groß wurden, es kaum für möglich halten und womöglich denken, dass damit erst die Magie in die Literatur Einzug hielt: Es gibt durchaus noch andere Magiergeschichten zu erzählen und deren Motive sind älter und zuweilen auch zeitloser. Disneys Duell der Magier greift den Zwist aus der Artussage zwischen Merlin und Morgan Le Fay auf und kombiniert das mit dem Zeichentrickklassiker aus dem eigenen Hause. Das ist zwar nicht der ganz große Wurf, auf jeden Fall aber ein vergnügliches und familientaugliches Spektakel geworden.

Bild aus Duell der Magier Satte 70 Jahre sind vergangen, seit Disneys Fantasia die Kinoleinwand eroberte. Es war erst der dritte abendfüllende Zeichentrickfilm aus diesem Hause und finanziell alles andere als ein Erfolg. Sein Experimentalfilmcharakter, der orchestrale Pomp des Scores und die leicht psychedelisch anmutende Inszenierung waren ihrer Zeit deutlich voraus. Kurioser Weise erlangte er Jahrzehnte später unter den jungen Heranwachsenden der Hippie-Ära wegen genau dieser Charakteristika einen gewissen Kultstatus.

In Koproduktion mit Jerry Bruckheimer gelangt nun die Realfilmumsetzung des Themas um den Zauberlehrling, der zuweilen die Geister, die er beschwört, nicht im Griff hat, in die Kinos. Die Nachfolge Mickeys als Zauberer-Azubi tritt Jay Baruchel an, der zuletzt in Zu scharf, um wahr zu sein zu sehen war. Chefmagier im Ring ist Nicolas Cage alias Balthazar Blake, Meister des 777. Grades (was immer das auch bedeuten mag; World of Warcraft-Zocker wissen da vermutlich mehr).

Es ist das achte Jahrhundert in Britannien. Der Magier aller Magier, Merlin, hat zwei überaus begabte Schüler: Balthazar Blake und Maxim Horvath (Alfred Molina). Die beiden Meisterschüler sind gute Freunde, doch über den Streit wegen der schönen Veronica (Monica Bellucci) entzweien sie sich. Veronica entscheidet sich für Blake und Horvath schlägt sich fortan auf die Seite von Merlins alter Widersacherin Morgan Le Fay, die vorhat, sich die Welt zu unterwerfen. In einem Kampf auf Leben und Tod gelingt es Blake, die beiden in eine Matroschkapuppe (Schachtelpuppe) zu sperren. Allerdings opfert sich Veronica, um ihren Liebsten zu retten.

Morgan Le Fay ist aber nicht endgültig besiegt. Sie kann immer noch aus ihrem Gefängnis befreit werden und dann wird sie ihr altes Vorhaben wieder aufnehmen. Nur jemand der etwas von der Essenz Merlins in sich trägt, kann sie ein für allemal vernichten. Fortan durchstreift Blake, vorerst glücklos, die ganze Welt Jahrhunderte lang auf der Suche nach diesem Auserwählten. Im Jahr 2000 weht ihm das Schicksal, im wahrsten Sinne des Wortes, den zehnjährigen Dave in seinen skurrilen Antiquitätenladen. Der tollpatschige kleine Junge scheint tatsächlich der lang gesuchte zu sein. Kaum will ihn Blake über sein Schicksal aufklären, da befreit Dave versehentlich Horvath aus seinem Gefängnis. Blake kann gerade noch verhindern, dass sich dieser der Matroschkapuppe bemächtigt, die Morgan Le Feys Verlies ist - muss sich aber dafür, zusammen mit Horvath, für die nächsten zehn Jahre in eine alte magische chinesische Vase sperren.

Ein Jahrzehnt später begegnen sich alle wieder und es beginnt die Hatz auf die Puppe, die nicht nur die Essenz von Morgan Le Fay enthält, sondern darüber hinaus auch die einer ganzen Reihe anderer böser Hexer und Magierfieslinge. Neben der Suche versucht Blake aus dem inzwischen 20-järigen Dave, der sich zu einem prototypischen Wissenschafts-Nerd entwickelt hat und Physik studiert, einen echten Zauberer zu machen. Doch der junge Mann ist derart von Selbstzweifel zerfressen, dass ihm rein gar nichts gelingen will. Tatsächlich spielt Baruchel die fleischgewordene jämmerliche Niete, die man bereits aus Zu scharf, um wahr zu sein kannte, mit solch konsequentem Enthusiasmus weiter, dass es bereits an den Nerven zerrt. In Zügen erinnert sein Charakter darüber hinaus auch an Peter Parker; zumindest gibt es einige Gemeinsamkeiten, wie den tollpatschigen Physik-Nerd und eine Lovestory, die von ihrer Dynamik her einiges vom Verhältnis Parkers zu Mary Jane Watson aufweist.

Anders aber als Parker, der spätestens mit dem Erhalt seiner Spider-Man-Kräfte beginnt, als Typ zu wachsen, bleibt Dave in der Erstarrung des Losers haften. Immer, wenn man meint, nun könnte die Figur einen Schritt vorwärts machen, geht es anschließend gleich zwei wieder zurück. Wenn das ein fast 30-jähriger, der einen 20-jährigen mimt, über nahezu den ganzen Film macht, zerrt das deutlich am Geduldsfaden. Insbesondere auch deshalb, da man sich demzufolge das Finale leicht ausmalen kann. Der Messias, der plötzlich zu seinem wahren Selbst findet, wurde aber inzwischen als Motiv schon mehr als überstrapaziert.

Nicolas Cage als Mentor-Meister spielt hingegen seine Rolle locker, flockig und leidlich unangestrengt runter. Offensichtlich hat er bei diesem Streifen Spaß gehabt. Cage, dem man Filme wie Leaving Las Vegas, 8mm und Bringing out the Dead verdankt, scheint immer wieder solche schöpferischen Pausen zu brauchen. Anders lassen sich Filme wie Con Air oder Ghost Rider nicht wirklich erklären. Molina als dessen Widersacher Horvath ist ebenfalls nicht gerade überfordert, spielt den Bösewicht aber mit Eleganz, Leichtigkeit und kaltblütiger Süffisanz. Es ist zwar nicht gerade zum Blut-in-den-Adern-gefrieren-lassen, aber voll von fiesem Charme. Leider bleibt der Auftritt Belluccis im Vergleich dazu über die Maßen blass. Streng genommen, gerät ihr Part sogar absolut austauschbar. Das ist wirklich schade, bewies die sinnliche Darstellerin in der Vergangenheit doch, dass sie trotz der Kürze ihrer Auftritte in Matrix, immer einiges an Glamour in die Hütte zu zaubern vermochte.

Duell der Magier ist ein effektvoller, schneller und überaus kurzweiliger Film für die ganze Familie. Die Kinder sollten besser über zwölf sein, aber Disney hat darauf geachtet, einen respektablen Altersspagat hinzulegen. Die Älteren hätten sich sicherlich etwas mehr an düsterem Okkultismus gewünscht - und hineingepasst hätte das atmosphärisch schon, aber Disney kann und will aus seiner Haut nicht heraus. Ansonsten wird aber scharf geschossen: mit Plasmastrahlen, Feuerbällen, es wird (sich) transformiert, levitiert, telekinetisch manipuliert, alles was zu einem ordentlichen Magie- und Fantasyspektakel eben dazugehört. Selbst eine Portion Dialogwitz mit gewissen augenzwinkernden Sidekicks wird man finden, wenn es davon auch durchaus mehr hätte geben können. Und selbst die Hommage an den Trickfilmklassiker, der 1940 uraufgeführt wurde, bleibt nicht aus: man darf sich also auf einen Kampf mit dem Besen (heute Wischmob) gefasst machen.

Keine weitere Wertung


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