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Centurion(Centurion, 2010)
| Dt.Start: |
nicht bekannt DVD: 16. September 2010
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Premiere: |
Februar 2010 (Festival, USA) |
| FSK: |
ab 18
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Genre: |
Action, Abenteuer |
| Länge: |
93 min
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Land: |
UK |
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Darsteller:
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Michael Fassbender (Quintus Dias), Dominic West (Virilus), Olga Kurylenko (Etain), Noel Clarke (Macros), David Morrissey (Bothos), JJ Feild (Thax), Axelle Carolyn (Aeron), Riz Ahmed, Dave Legeno (Vortix), Ulrich Thomsen (Gorlacon), James Currie (Maximus), Dhaffer L'Abidine (Vigo), Hamish Moir (Pictish Warrior), Imogen Poots (Arian), Rachael Stirling (Drusilla) |
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Regie:
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Neil Marshall |
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Drehbuch:
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Neil Marshall |
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 Inhalt
Im Jahr 117 nach Christus erstreckt sich das römische Reich über weite Teile Europas. Im nördlichen Britannien aber leisten die Pikten heftigen Widerstand. Bei einem ihrer Angriffe auf einen römischen Grenzposten überlebt nur Quintus Dias, der sich der legendären neunten Legion von General Virilus anschließt, um gemeinsam in das Feindesland zu ziehen und die Pikten und ihren Anführer Gorlacon endgültig zu vernichten. |  |
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Durchschnittliche Redaktionswertung
Kurzkritik
von Daniel Licha
Seit dem wohl besten Horrorfilm der letzten Jahre, The Descent, freut man sich immer über die neuesten Filme von Neil Marshall. Dass diese dabei nicht immer gut sein müssen, beweist Centurion. Mit exzessivem Blaufilter zeigt er den Überlebenskampf einer kleinen römischen Truppe gegen scheinbar übermächtige Gegner. Das Setting stimmt, Michael Fassbender beweist einmal mehr, dass er das Potenzial hat, ein Großer zu werden, und auch die Gorehounds kommen durchaus auf ihre Kosten. Dummerweise gibt die Geschichte viel zu wenig her; es wiederholt sich zu viel und es schleicht sich schnell Langeweile ein, besonders wenn man beispielsweise zum zehnten Mal exzessive Kamerafahrt über die zu marschierenden Berge zu sehen bekommt. Das ist im Grunde extrem schade, da bisweilen durchaus nette Ansätze zu erkennen sind, aber wie gesagt: Die Story gibt für einen Feature Film einfach zu wenig her.
Kritik
von Michael Schmidt
Die Karriere von Neil Marshall dauert noch gar nicht so lange an, und dennoch hat der britische Regisseur und Drehbuchautor schon einige viel beachtete Genrehighlights abgeliefert. Zu seinen bekanntesten Werken zählen hierbei sicherlich The Descent und Doomsday. Was nahezu alle seine Filme verbindet, ist, neben der ruppigen und zum Teil sehr eigenen Gangart, der eigentliche Kern seiner Geschichten. Eine Gruppe von Menschen versucht sich gegen alle möglichen Widerstände durch ihre Filmwelt durchzuschlagen und zu überleben. Mit Centurion erlebt dieses Konstrukt eine erneute Variation. Und dies geschieht so gekonnt, dass dabei ein beachtlicher Historien-Actioner entstanden ist.
Nach Frauen, die sich durch ein Höhlensystem kämpfen müssen, und der post-apokalyptischen Welt von Doomsday, in der Rhona Mitra versucht zu überleben, ist es nun eine Gruppe von Römern, die sich im Jahr 117 nach Christus durch das feindliche Land der Pikten schlägt. Die Handlung lehnt sich an die berühmte Geschichte der bekannten neunten römischen Legion an, die hinter den feindlichen Linien als verschollen gilt. Bis heute sind die historischen Gegebenheiten nicht genau geklärt. Der Drehbuchautor Neil Marshall gibt uns aber zumindest Hinweise über die möglichen Gründe.
Die Einführung wird in einem hohen Tempo vollzogen, sodass man mit der von Michael Fassbender dargestellten Hauptfigur direkt in die Handlung einsteigen kann. Dabei verkörpert der Schauspieler genau die nötige Mischung aus Emotion und Härte, die es möglich macht, mit der Figur mitzufühlen. Generell vollführt der Filmemacher einen klugen dramaturgischen Schachzug. Die römischen Soldaten werden als Sympathieträger eingeführt, obwohl ihr Handeln, auch bewirkt durch die Befehle von oben, ihnen eigentlich größere Sympathien verweigert. Den Pikten, die als Häscher und Antagonisten auftreten, fällt dabei die tragischere Rolle zu. Oberflächlich als Bösewichter des Films präsentiert, ist es gerade ihre Motivation, die dem Zuschauer am verständlichsten und nachvollziehbarsten erscheint. Somit bietet der Film keine plakative schwarz-weiß Malerei, sondern verschiedene wirkliche Charaktere mit unterschiedlichen Motivationen, die unter der Oberfläche stecken und das eingeführte Agonist-Antagonisten-Gefüge oftmals ad absurdum führen.
Leider kommt bei der Art der Erzählung auch eine kleine Schwäche zum Vorschein, die oftmals Neil Marshalls Filme durchzieht. Die Dezimierung der Truppe erfolgt gleichmäßig ähnlich einem Abzählreim. So ist jeder eingeführte Charakter nicht gleich viel wert und dient mehr zur Illustration der Gefahren im Feindesland. Dieser Mangel wird aber durch eine bewusst episch gewählte Erzählweise mehr als ausgeglichen. Dabei spielt auch die genrebedingte pathetische Sprechweise eine wichtige Rolle, die vor allem im englischen Originalton zum Tragen kommt. Zudem wird die Verfolgung der Römer durch die Pikten durch eine sanft angedeutete Liebesgeschichte genauso aufgewertet, wie die politische Rahmenhandlung und die Entscheidungen über das Schicksal der neunten Legion. Somit bleibt neben der Action auch genügend Platz für die dramatischen Elemente des Films. Die Kampfszenen selbst sind intensiv, brachial und brutal in Szene gesetzt. Hinzu kommt ein eigener Look, der den Film in ein blau-graues Licht rückt, das immer wieder vom spritzenden Rot des Blutes eine zusätzliche Stilisierung erfährt.
Somit ist Neil Marshall ein historisches Epos gelungen, das äußerst stimmungsvoll umgesetzt wurde. Es bleibt aus zu beantworten, ob es Marshalls bestes Werk ist, aber es ist definitiv sein bisher reifstes.  Weitere interessante Filme
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