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The Town - Stadt ohne Gnade

(The Town, 2010)

Durchschnittliche Redaktionswertung

75%



Inhalt

Doug MacRay ist, genau wie sein Vater, ein begabter Bankräuber. Gemeinsam mit seinem Kumpel Jem und ein paar Komplizen raubt er scheinbar ungestraft Banken und Geldtransporter aus. Doch als bei einem Coup plötzlich die Bankmanagerin als Geisel genommen wird, bekommt die Sache einen Haken. Doug ist nicht der harte Gangster, der er zu sein scheint. Bei seinen Recherchen bezüglich des Wissens der Geisel verliebt er sich in sie und möchte plötzlich aus dem Geschäft aussteigen. Doch so einfach ist das nicht.

Kritik

von Markus Ostertag

Wertung Kritik

75%

Charlestown ist ein Viertel von Boston, in dem angeblich die meisten Verbrecher aufwachsen. Diese Grundidee zieht sich The Town - Stadt ohne Gnade, der auf dem Roman Prince of Thieves von Chuck Hogan basiert, heran, um darauf die Geschichte eines Mannes zu erzählen, der eigentlich mehr aus seinem Leben machen könnte und schließlich auch will. Die Inszenierung von Ben Affleck präsentiert sich dabei als knallharter Thriller, der nicht wegsieht, aber auch als leise Liebesgeschichte, die sich ihren Platz im tristen Alltag sucht. Insgesamt ist The Town - Stadt ohne Gnade ein sehr gelungener Thriller mit tollen Schauspielern.

Bild aus The Town - Stadt ohne Gnade Seit Ben Affleck gemeinsam mit Matt Damon in Good Will Hunting zu sehen war, ist er aus der Kinolandschaft kaum mehr wegzudenken. Dabei ist in seinem Leben nicht immer alles so einfach verlaufen, wie man sich das bei einem Hollywoodstar vorstellt. Der Alkohol hatte ihn zeitweise fest im Griff, doch er schaffte den Weg zurück und ist seitdem erfolgreicher denn je. Vielleicht kann er sich deshalb so gut in seine Rolle des Doug McRay einfinden - einen Mann, der eigentlich in die Kriminalität hineingeboren wurde. Seine Mutter verließ die Familie als er sechs war, sein Vater sitzt seit einigen Jahren im Gefängnis, wegen eines Bankraubs. Doug hätte einen anderen Weg wählen können, doch Drogen und schlechte Freunde brachten ihn genau dorthin, wo er jetzt ist. Dabei ist er gut im Geschäft, führt gemeinsam mit seinem Kumpel Jem Aufträge für Fergie aus. Dazu gehören hauptsächlich Bankraube und der Überfall von Geldtransportern. Dabei ist alles perfekt inszeniert, so dass ihnen nie etwas nachzuweisen ist.

Doch ein Coup verläuft nicht so glatt wie geplant, eine Bankangestellte drückt den Alarmknopf und Jem entscheidet kurzerhand, die Bankmanagerin als Geisel mitzunehmen. Das ist eigentlich überhaupt nicht Dougs Art, er versucht seine krummen Machenschaften immer so gewaltlos wie möglich abzuwickeln. Doch Jem ist da anders. Er schreckt auch vor roher Gewalt nicht zurück. Nachdem die Geisel freigelassen wurde, müssen die Beiden feststellen, dass sie in ihrer direkten Nachbarschaft wohnt. Aus Angst, sie könnte sie erkennen, beschließt Doug sie zu beschatten. In einem Waschsalon lernt er sie schließlich zufällig kennen und zwischen den Beiden entwickelt sich eine Romanze. Doug weiß, dass er nicht weiter als Bankräuber arbeiten kann und versucht den Ausstieg.

Die Inszenierung der Geschichte ist recht schonungslos und scheut sich nicht davor, die Brutalität, die sowohl die Polizei als auch die Gangster an den Tag legen, auch zu zeigen. Hier werden Leute verprügelt und es wird wild um sich geschossen. Das bringt ein gewisses Gefühl der Realität in das ganze Geschehen. Als Gegensatz dazu entwickelt sich die zarte Liebe zwischen Doug und Claire. Zunächst als Abhöraktion angelegt, um herauszufinden, was die Geisel aus dem Banküberfall mitbekommen hat, werden daraus häufigere Treffen, die Doug irgendwann nicht mehr vor Jem verbergen kann. Dass dieser nicht davon begeistert ist, erschließt sich recht leicht. Erschwerend kommt hinzu, dass Claire anhand eines auffälligen Merkmals Jem jederzeit identifizieren könnte, wenn es ihr nur auffällt. So lebt Doug gefangen zwischen zwei Welten. In die eine möchte er komplett eintauchen und ein neues Leben beginnen, die andere möchte er so schnell wie möglich verlassen, kann es aber nicht. Nicht nur sein Freund Jem liest ihm gehörig die Leviten, auch Fergie will nicht einfach so seinen besten Mann verlieren.

Neben seiner Inszenierung punktet The Town - Stadt ohne Gnade vorallem mit den unterschiedlichen Charakteren. Die ambivalente Figur des Jem wird von Jeremy Renner gespielt, der für seine fantastische Leistung in Tödliches Kommando - The Hurt Locker für den Oscar nominiert war. Er tritt von Anfang an als Rambo auf, scheint skrupellos und komplett ohne Gewissen. Nur seinem besten Freund Doug gegenüber zeigt er Gefühle und eine starke Loyalität. Renner nimmt man dabei allein schon durch sein Äußeres diese von Aggressionen geleitete Figur ab, die in gewisser Weise dem Charakter des Sergeant William James ähnelt. Aber auch Ben Affleck und Rebecca Hall wissen zu gefallen und schaffen es, ihren Figuren Leben einzuhauchen. Nicht nur die Hauptrollen sind stark besetzt, auch in den Nebenrollen finden sich bekannte Gesichter, die ihr Potential voll ausspielen können. So ist beispielsweise Pete Postlethwaite in seiner Rolle des Fergie vor allem in einer Szene, als er Doug erklärt, wieso er nicht einfach so aufhören kann, herrlich angsteinflößend und überzeugend.

Für die nötige Kurzweil sorgt noch der gewisse Anteil an Action, der sich in rasanten Autorennen und Schießereien äußert, sowie eine kleine Prise Humor, die für manche Schmunzler sorgen kann. Für Krimi-Spannung ist ebenfalls gesorgt, wenn man den Männern vom FBI dabei zusieht, wie sie versuchen, endlich Beweise zu bekommen, um die eigentlich bekannten Gangster dran zu bekommen. Insgesamt ist aus dieser Mischung ein guter Thriller geworden, der weniger durch eine komplexe Story aber dafür vielmehr mit seinen Charakteren und deren Entwicklung überzeugen kann.

Keine weitere Wertung


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