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Die Hummel(Die Hummel, 2010)
| Dt.Start: |
26. August 2010
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Premiere: |
27. Juni 2010 (Festival, Deutschland) |
| FSK: |
o.A.
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Genre: |
Komödie |
| Länge: |
87 min
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Land: |
Deutschland |
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Darsteller:
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Jürgen Tonkel (Pit), Inka Friedrich (Christiane), Michael Kranz (Flo), Steffi Reinsperger (Moni), Gerhard Wittmann (Hermann), Christian Pfeil (Klaus), Sigrid Bennett (Yvonne), Manni Gläser (Lars), Sonja Beck (Conny Müller), Andreas Borcherding (Karl), Christian Hoening (Herr Novak) |
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Regie:
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Sebastian Stern |
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Drehbuch:
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Peter Berecz, Sebastian Stern |
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 Inhalt
Nach vielen Auf und Abs hat es Pit Tonkel geschäftlich wieder nach ganz oben geschafft, so behauptet er zumindest. Er verkauft Kosmetikprodukte und versucht diese vorwiegend ehemaligen Schulfreundinnen anzudrehen. Als er auf seine Jugendliebe Christiane trifft, wird aus dem Wiedersehensgespräch sehr schnell ebenfalls ein Verkaufsgespräch. Als die Geschäfte immer schlechter laufen und Pit sich in immer mehr Lügengeschichten verstrickt, muss er einen Entschluss fassen, um nicht endgültig in ein Desaster zu steuern. |  |
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Durchschnittliche Redaktionswertung
Keine weitere Wertung
Kritik
von Benjamin Schieler
In seinem Leben scheint es Pit an wenig zu fehlen. Trifft er alte Schulfreundinnen, sind diese eingenommen von seinem Charme und seinem Erfolg. Der Vertreter von Schönheitsprodukten lebt in einem noblen Haus und fährt einen schneidigen Geländewagen. Doch hinter der Fassade bröckelt es. Das Heim steht vor der Zwangsversteigerung, die Geschichte vom Mann, der am Boden lag und sich aufrappelte, ist eine Mär. Der erste Spielfilm von Regisseur Sebastian Stern erzählt humorvoll und authentisch von kleinen Lebenslügen.
Für die Message seines Chefs im nach dem Schneeballsystem funktionierenden Unternehmen für klingelputzende Vertreter von Schönheitsprodukten ist Pit (Jürgen Tonkel, Wer früher stirbt, ist länger tot) der Prototyp des Werbeträgers. Am Boden lag er, der Pit. Doch aufgestanden ist er. Und nun steht er aufrecht und motiviert potentielle neue Kollegen, allesamt gescheiterte Existenzen voller Sehnsucht. "Wer nichts riskiert, riskiert das Leben" - so lautet die Devise, die bald alle glücklich nachsprechen. Tatsächlich verkörpert Pit mehr Schein als Sein. Der stilvolle Anzug, der glänzende Geländewagen, das großzügige Haus - all das ist nur Fassade. In Wirklichkeit besteht sein Leben aus einer einzigen schamvollen Flucht vor seinen Gläubigern und der Selbstverachtung. Als er bei der Freundin seines Sohnes Flo (Michael Kranz) einziehen muss, droht das aufwändig errichtete Lügengebilde zusammenzubrechen - und Pit muss sich in Anbetracht einer neu aufflammenden alten Liebe zur einstigen Mitschülerin Christiane (Inka Friedrich, Sommer vom Balkon) fragen, ob die Wahrheit nicht doch frei macht.
Es sei "ein besonderes Vergnügen" gewesen, diesen Pit zu spielen, hat Hauptdarsteller Tonkel in einem Interview gesagt. Und der Spaß ist ihm anzumerken. Denn in seinem niederbayerischen Kleinstadtmikrokosmos ist Pit die Sonne, um die sich alles dreht und deren lausiges Strahlen nur deswegen nicht so auffällt, weil es rundherum ebenfalls recht düster ist. Sebastian Stern begibt sich mit seinem Film in die triste Vertreterwelt und erzählt en passant von großen Erwartungen und großen Enttäuschungen, die der Alltag mit sich bringt. Er habe "eine Geschichte, die vom Scheitern erzählt und dennoch zum Schmunzeln einlädt" schaffen wollen, sagt der Regisseur, der auch am Drehbuch mitschrieb. Und so kreist sein Film permanent zwischen Augenzwinkern und Tragik, ohne sich über seine Figuren und ihre Lebensentwürfe lustig zu machen.
Seine Inszenierung kommt Stern dabei zugute. Ganz ruhig und unaufgeregt verzichtet er auf Schnörkel und Effekte, lässt immer wieder Raum und Zeit für Pausen, die von den Darstellern ohne großen Aufwand mit Inhalt gefüllt werden. Das wirkt dann zwar zuweilen genauso unspektakulär wie das konventionelle Dasein selbst und verlangt vom Zuschauer eine gewisse Empfänglichkeit für leise Töne, verleiht der Hummel aber Authentizität.  Weitere interessante Filme
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