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Skyline

(Skyline, 2010)

Dt.Start: 23. Dezember 2010 Premiere: 12. November 2010 (USA)
FSK: ab 16 Genre: Sci-Fi, Thriller
Länge: 92 min Land: USA
Darsteller: Eric Balfour (Jarrod), Scottie Thompson (Elaine), David Zayas (Oliver), Donald Faison (Terry), Brittany Daniel (Candice), Crystal Reed (Denise), Neil Hopkins (Ray), J. Paul Boehmer (Colin), Tanya Newbould (Jen), Pam Levin (Cindy), Phet Mahathongdy (Mandy), Tony Black (Derek)
Regie: Colin Strause, Greg Strause
Drehbuch: Joshua Cordes, Liam O'Donnell


Inhalt

Für Jarrod, Elaine, Terry und den Rest ihrer Clique ist die rauschende Partynacht in Los Angeles schneller und unvorhersehbarer vergessen als erwartet. Über der Stadt tauchen grelle und geheimnisvolle Lichter auf, die die Menschen um sie herum in ihren Bann ziehen. Es ist, wie sich herausstellt, eine Falle. Außerirdische greifen den Planeten an und wollen alles menschliche Leben auf der Erde auslöschen. Ein Kampf ums Überleben beginnt.
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Durchschnittliche Redaktionswertung

Skyline hat eine durchschnittliche Redaktionswertung von 28%
Kurzkritik
von Daniel Licha
Wertung von 7 für Skyline

Haben die Strausebrüder mit Alien vs. Predator 2 schon einen kleinen Supergau abgeliefert, schließen sie mit dem zusammengeklauten Mix aus Independence Day, Cloverfield und Matrix nahtlos an diese Performance an. Was im Trailer noch recht toll aussah, war dabei im Grunde auch alles was der Film an Effekten zu bieten hatte. Schlecht sehen sie nicht aus, aber beeindrucken kann den Zuschauer kaum etwas. Das können nur die unterirdischen Dialoge, die vom Publikum durchweg mit Lachern und Szenenapplaus kommentiert werden. Dazu noch eine unglaublich kitschtriefende Inszenierung und ein Ende, bei dem man das Gefühl bekommt, dass den Machern das Geld ausgegangen sei. Teilweise kann man zwar durchaus überlegen für den Trashaspekt eine höhere Wertung zu verteilen, aber der Film ist kontinuierlich so mies und wenn das dann noch mit einer solch lächerlichen Ernsthaftigkeit vorgetragen wird, dürfte der Weg in nahezu jede Flopliste des Kinojahres 2010 nicht weit sein. Absolut unterirdisches Werk. Uwe Boll sollte sich in Acht nehmen, die Strausebrüder toppen ihn schon jetzt nach ihrem zweiten Film um Längen!

Kurzkritik
von Daniela Panzitta
Wertung von 20 für Skyline

Wie man einen noch ganz passablen Alien-Invasions-Film in den letzten Minuten doch noch zur absoluten Lachnummer degradieren kann, zeigt die Inszenierung von Skyline. Dabei beginnt der Film vielversprechend und führt den Zuschauer nach ein bisschen Vorgeschichte gemeinsam mit den Protagonisten in die ausweglose Situation einer Alien-Invasion. Schnell wird klar, dass es eigentlich kein Entrinnen gibt, was durchaus zu Überraschungsmomenten führt. Leider sind die Charaktere allesamt unsympathisch oder einfach nur uninteressant, so dass kein wirkliches Mitgefühl entstehen mag. Über physikalische Gesetze oder Logik wird sich natürlich standesgemäß hinweggesetzt, was aber in einem derartigen Film durchaus zu verzeihen ist.
Bis dahin kann Skyline zumindest ansatzweise unterhalten, auch wenn aufgrund der fehlenden Bindung zu den Protagonisten nie eine wirkliche Fesselung entsteht. Doch leider entlässt der Film mit einem derartig blöden Ende, dass man sich wünschen würde, man hätte den Kinosaal schon früher verlassen und sich diesen Schwachsinn erspart.

Kritik

von Kurt Meinicke
Skyline hat eine Wertung von 57%
Abermals haben sich die Effekt-Spezialisten Colin und Greg Strause auf den Regiestuhl gesetzt und abermals lassen sie dabei Außerirdische unseren Planeten angreifen. Im Gegensatz zu Aliens vs. Predator 2 ist unser Planet im Falle von Skyline nun aber nicht mehr nur der Spielplatz, sondern das Ziel. Für eine Gruppe von Freunden wird somit ein Wiedersehen zum mehrtägigen Kampf ums Überleben, während draußen vor dem Fenster allerlei biomechanische Wesen einzig darauf aus sind, den Planeten von uns Menschen zu säubern. Für den Zuschauer heißt dies: Massenhaft Effekte und Action, gepaart mit den teilweise dümmsten Dialogen des aktuellen Kinojahres.

Bild aus Skyline Wenn Effekt-Spezialisten ein paar andere Effekt-Spezialisten (Joshua Cordes und Liam O'Donnell) engagieren, um ein Drehbuch zu verfassen (wohlgemerkt: deren allererstes Drehbuch), darf man sich nicht wundern, wenn Charaktertiefe und Dialoge nicht die Aufmerksamkeit erhalten, welche diesen Dingen eigentlich zustünde. Doch warum die Strause Brothers hier nicht wenigstens ab und zu die Handbremse gezogen haben, bleibt auch noch lange nach Ende des Filmes ein Rätsel. Dies heißt allerdings nicht, dass dieses Manko den Unterhaltungswert verringern würde; es verschiebt diesen lediglich in eine wohl eher ungewollte Richtung. Dem aufgeschlossenen Zuschauer kann dies im Falle von Skyline aber unterm Strich egal sein!

Jarrod (Eric Balfour) fliegt mit seiner Freundin Elaine (Scottie Thompson) nach Los Angeles, um dort seinen alten Jugendfreund Terry (Donald Faison) zu besuchen. Dieser bietet ihm kurzerhand einen Job in L.A. an, woraufhin Elaine wenig begeistert reagiert. Nachdem trotz kriselnden Beziehungen eine wilde Partynacht stattgefunden hat, werden alle verbleibenden Gäste von einem unheimlichen, blauen Licht geweckt. Wer direkt hinein sieht, wird hypnotisiert und verschwindet plötzlich spurlos. Es dauert nicht lange und des Rätsels Lösung ist gefunden: Riesige Raumschiffe säubern die Erde, indem alle unter Hypnose stehenden Menschen von diesen intergalaktischen Staubsaugern einfach aufgesaugt werden. Alle, welche sich von dem wundersamen Licht nicht hinter selbiges führen ließen, werden kurz darauf von verschiedensten biomechanischen Wesen, welche in großen Mengen abgeworfen werden, gesucht und eingefangen. Für die kleine Party-Gruppe beginnt nun ein Versteckspiel der besonderen Art, denn wo soll man hin, wenn man noch nicht einmal ein paar Meter unbemerkt aus dem Wohnkomplex heraus kommt?

Wer hier einen tiefgründigen Science-Fiction-Thriller erwartet, wird von dieser absichtlich schlicht gehaltenen Geschichte enttäuscht werden. Die Brothers Strause sind nun einmal Fanboys, welche großen Spaß an Action und Effekten haben, und genau dieser Leidenschaft in Skyline freien Lauf lassen. Ein bisschen Independence Day, eine Prise Matrix, ein wenig Cloverfield und ein Element aus District 9 werden durch einen Manga-Fleischwolf gedreht und kammerspielartig aufgezogen. Diese Mischung ist zwar nicht sonderlich spannend, bietet aber dennoch eine interessante Variante des Weltuntergangs. Hier gibt es keine heroischen Soldaten und keine Wissenschaftler mit rettenden Ideen, sondern nur die Reaktionen einzelner Menschen, welche plötzlich einer unbekannten Übermacht gegenüber stehen. Das mag auf einzelne Filmfans langweilig wirken, doch bei der Masse an gelungenen Effekten und Action-Sequenzen (inklusive offensichtlichen Michael Bay-Zitaten), welche dazu kaum eine Verschnaufpause übrig lassen, kann man dies durchaus - zumindest zu einem großen Teil - verschmerzen.

Eric Balfour (Hell Ride, Horsemen) und Scottie Thompson (Navy CIS, Star Trek 11) können die zentralen Figuren mehrheitlich glaubhaft verkörpern. Ihr größtes Problem ist allerdings jenes, mit welchem auch alle anderen Darsteller zu kämpfen haben: Das bereits erwähnte Drehbuch. Die Dialoge sind teilweise dermaßen plump und einfach nur bescheuert, dass es schon wieder herrlich komisch wirkt, wenn diese Sätze mit ernster Miene vorgetragen werden! Am besten kommt noch David Zayas (Die Dolmetscherin, The Expendables) mit diesem Umstand zurecht, weswegen man ihm dann auch die wohl dümmste Aktion des Filmes abkauft. Man muss zwar trotzdem Lachen, aber man glaubt ihm immerhin. Auch Donald Faison (Scrubs, Wer entführt Mr. King?, Lieferung mit Hindernissen) hatte sichtlich Spaß an der Sache, bekommt aber ebenfalls herzlich wenig zu tun.

Skyline bietet grundsätzlich genau das, was der Trailer verspricht: Viele Raumschiffe, noch mehr Außerirdische, Eye-Candy soweit das Auge reicht und eine treibende Filmmusik. Eine clevere Handlung gibt es genauso wenig, wie großartige Sympathien für die Hauptfiguren, weswegen der Film trotz aller gelungenen Effekte, der interessanten Herangehensweise, den tollen - wenn auch nicht ganz innovativen - Creature-Designs und der beinahe Non-Stop-Action einfach nicht über das Mittelmaß hinaus kommt.

Zum Schluss noch ein paar Worte zur umstrittenen, finalen Szene des Filmes, denn diese stößt mehrheitlich auf harsche Kritik. Vielleicht wäre es auch tatsächlich besser gewesen, wenn man sich diese Bilder für die bereits angekündigte Fortsetzung aufgespart hätte, denn das Ende wäre dann definitiv stimmiger gewesen. Auf der anderen Seite greift diese Schlussszene aber auch ein kleines Detail nochmals auf, welches Jarrods Entwicklung unterstreicht und den Zuschauer mit interessanten Denkansätzen aus dem Kino entlässt.

Wer schon den letzten Kinofilm von Colin und Greg Strause als "absoluten Müll" bezeichnet hat, sollte mit großer Vorsicht an Skyline heran treten. Zwar beschreiten beide Werke unterschiedliche Pfade, aber in Sachen Dialoge schenken sie sich überhaupt nichts. Wer aber nichts gegen unfreiwilligen Humor hat und einfach gerne Actionfilme mit Alien-Invasionen sieht, der ist hier bestimmt nicht falsch und sollte dem Film eine Chance geben. Und keine Angst: Im Kino darf man ohne Sorgen in Richtung des Lichts schauen!



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