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3faltig(3-faltig, 2010)
| Dt.Start: |
17. Februar 2011
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Premiere: |
25. November 2010 (Deutschland) |
| FSK: |
ab 12
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Genre: |
Komödie |
| Länge: |
97 min
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Land: |
Deutschland, Österreich |
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Darsteller:
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Matthias Schweighöfer (Christl), Christian Tramitz (Hage), Roland Düringer (Friedl Hanauer), Alfred Dorfer (Pfarrer Erdinger), Julia Hartmann (Mona), Christian Ulmen (Langläufer), Adele Neuhauser (Frau Holacek), Karl Fischer, Michael Schweighöfer, Stefanie Dvorak, Raimund Wallisch, Antonia Jung, Hannes Ringlstetter, Jenny Riemann, Walter Kordesch |
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Regie:
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Harald Sicheritz |
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Drehbuch:
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Hermann Bräuer, Murmel Clausen |
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 Inhalt
Am Heiligabend besucht Christl, der Sohn Gottes, Hage, der Heilige Geist inkognito, und erzählt ihm, dass am Silvesterabend die Welt unter gehen wird. Das gefällt ihm allerdings gar nicht, da zum einen sein Musical "Holy Spirit Megastar" an Silvester Premiere feiert und er zum anderen das Leben und die Menschen sehr gern hat. So nimmt Hage Christl kurzer Hand mit zu den Proben seines Musicals. Schließlich verliebt sich Christl in die Tänzerin Mona und versucht von dort an mit Hage die drohende Apokalypse abzuwenden. |  |
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Durchschnittliche Redaktionswertung
Kurzkritik
von Daniela Panzitta
Christian Tramitz als der Heilige Geist und Matthias Schweighöfer als Jesus Christus, das sind Zutaten, die man erst einmal verdauen muss. Lässt man sich allerdings auf die kuriose Geschichte rund um die Apokalypse ein und hat keine besondere Abneigung gegen einen der Hauptdarsteller, so kann man sich über den Film durchaus köstlich amüsieren. Sowohl Tramitz als auch Schweighöfer agieren in gewohnter Manier und bilden damit ein durchaus harmonisches Duo. Man sollte sich allerdings darüber im Klaren sein, dass hier der christliche Glaube ordentlich durch den Kakao gezogen wird und damit kein grundsätzliches Problem haben, denn ansonsten kann der Film auch falsch aufgefasst werden und für Unmut sorgen.
Kurzkritik
von Markus Ostertag
Wem vor dem Film nicht klar ist, worum es konkret geht, der wird in den ersten Minuten einige Verständnisprobleme haben. Doch kaum kommt Matthias Schweighöfer als "Christl" auf die Leinwand, klärt sich alles und die Komödie nimmt ihren Lauf. Ähnlich wie bei Wer früher stirbt, ist länger tot sitzt die Zielgruppe des Streifens im süddeutschen Raum bzw. bei unseren österreichischen Nachbarn, allerdings erfreut sich dort die Komödie sicherlich größter Beliebtheit. Mit viel Wortwitz und einigen sehr skurrilen und gerade deswegen so genialen Einfällen gelingt es den Machern, einen höchst amüsanten Film zu zaubern, bei dem man den christlichen Glauben allerdings nicht zu ernst nehmen darf!
Kritik
von Dimitrios Athanassiou
Das Thema Religion ist vielen Filmemachern Tabu. Es ist ein zu heißes Eisen, woran man sich die Hände gehörig verbrennen kann. In den Augen anderer stellt es sogar eine Sünde dar, den Glauben - gleichwohl welchen - zum Gegenstand eines Filmes zu machen. Wer schmerzfrei genug ist, traut sich dennoch und dreht Streifen wie Dogma, der in einigen Kreisen inzwischen Kultstatus genießt. Ob Regisseur Harald Sicheritz' 3faltig auch nur im Geringsten daran heranreicht, lässt sich ohne Umschweife mit einem Nein beantworten. Auch wenn dabei ein wenig Äpfel mit Birnen verglichen werden.
Der Commedian Christian Tramitz, den die meisten vermutlich noch aus seiner Zeit an Michael "Bully" Herbigs Seite und Filmen wie Der Schuh des Manitu und (T)Raumschiff Surprise: Periode 1 kennen, präsentiert mit 3faltig seinen neuesten Film, an dessen Drehbuch er ebenfalls beteiligt war. Die Story, sofern im eigentlichen Sinne überhaupt davon zu sprechen wäre, ist ebenso absurd, wie das ganze Werk an sich.
Es ist kurz vor Weihnachten in einem kleinen Kaff in den Voralpen. Hage, alias der Heilige Geist, alias Christian Tramitz, möchte privat rein gar nichts von dem Fest der Liebe wissen. Beruflich schlägt er sich damit durch, dass er auf Weihnachtsmärkten christliche Devotionalien verkauft. Die Geschäfte laufen aber äußerst bescheiden. Den Menschen scheint der Glaube abhanden gekommen zu sein. Das beobachtet Hage nun schon seit 2000 Jahren, seit der Zeit, in der er als Mensch auf der Erde wandelt. Um seinem Karrieretief abzuhelfen, schrieb er zwischenzeitlich ein Musical, das unmittelbar vor der Uraufführung steht - in einer Table-Dance-Bar. Titel des Stücks: Holy Spirit Megastar. Selbstverständlich besteht keinerlei Ähnlichkeit zu Jesus Christ Superstar.
Apropos Jesus: Der gibt auch sein Stelldichein, als Christl (Matthias Schweighöfer); allerdings lediglich, um Hage mitzuteilen, dass sich "Papa" (Michael Schweighöfer), der große Chef ganz oben, entschieden hat, die Apokalypse einzuläuten, den Tag des jüngsten Gerichts. Das kommt Hage äußerst ungelegen, jetzt kurz vor seinem geplanten Comeback auf der Bühne. Kompliziert wird die Angelegenheit zusätzlich, als sich Christl in Mona (Julia Hartmann) verliebt, eine der Darstellerinnen im besagten Musical und zudem Poledance-Mieze im Club, in dem das Musical Premiere feiern soll. Als dann noch Christl mit dem Auto Mona versehentlich totfährt, gerät alles vollends aus den Fugen. Wobei es im Grunde für Gottes Sohn keine große Sache sein sollte, eine Tote wiederzuerwecken; wenn das mit den Wundern bloß nicht so lange her wäre, dass sich Christl kaum noch zu erinnern vermag, wie das damals überhaupt vonstatten ging.
Derart zusammengerafft, klingt das alles vermeintlich witziger, als es in Wirklichkeit ist. Tatsächlich gelingt es 3faltig in anderthalb Stunden, die sich zudem deutlich dahinziehen, bestenfalls ein halbes Dutzend ernstzunehmender Gags zu produzieren. Die Macher orientierten sich zwar deutlich am Schema von Der Schuh des Manitu mit den zwei liebenswerten Antihelden als Hauptfiguren und dem grundlegenden Buddy-Movie-Charakter des Films. Leider aber stimmt zwischen Tramitz und Schweighöfer die Chemie bei weitem nicht im dem Maße, wie seinerzeit zwischen ihm und Herbig. Dafür bergen die Dialoge eine gewisse Süffisanz, welche aber lange nicht ausreicht, um sich von einem der spärlichen Gags zum nächsten zu schleppen.
Den größten Fauxpas stellt aber die mangelnde Originalität dar, mit der man sich des metaphysischen Themas eines religiös motivierten Weltuntergangs annimmt. Während ein Film wie Dogma aus dem evangelikal geprägten Amerika höchst elegant auf der Klaviatur des Katholizismus und der Weltuntergangs- und Erlösungsthematik spielte, verkommt alles Religiöse in 3faltig zum Vehikel, um eine leicht groteske wie absurde, aber im Wesen lahme Geschichte zu erzählen. Die Apokalypse überdies einzuläuten, ohne dem ewigen Antagonisten des obersten Chefs einen Auftritt zu gönnen, bedeutet nicht nur Potenzial zu verschwenden, sondern offenbart eklatantes Unwissen oder Ignoranz der biblischen Lehre. Apokalypse ohne Armageddon (nein, nicht der Film ist gemeint), der letzten Schlacht zwischen den himmlischen Heerscharen und den Gefallenen, findet nun mal nicht statt.
Das Resümee dieses überflüssigen Glaubensklamauks liefert somit im Grunde der Film selbst: Mit spärlichen Gags, meist dazu platt, und ohne den notwendigen religiösen Sachverstand inszeniert, besitzt 3faltig weder genug Biss für eine Religionssatire, noch ausreichend Tempo für eine Komödie. In Verbindung mit den spürbaren Längen, des oft ohne Höhen und Tiefen dahinplätschernden Films, hofft man zwischendurch tatsächlich auf die Apokalypse, damit wenigstens überhaupt etwas Fahrt aufkommt.  Weitere interessante Filme
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