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Super 8

(Super 8, 2011)

Dt.Start: 04. August 2011 Premiere: 2011 (USA)
FSK: ab 12 Genre: Sci-Fi
Länge: 112 min Land: USA
Darsteller: Elle Fanning, Amanda Michalka, Kyle Chandler, Ron Eldard, Noah Emmerich, Gabriel Basso, Zach Mills, Joel Courtney, Beau Knapp, Riley Griffiths, Ryan Lee
Regie: J.J. Abrams
Drehbuch: J.J. Abrams


Inhalt

In einer Kleinstadt im Jahre 1979 möchte eine Gruppe Jugendlicher nachts an einem Bahnhof ihren Amateurfilm fertigstellen. Inmitten des Drehs werden sie jedoch Zeuge eines Eisenbahnunglücks. Kurz darauf herrscht Chaos in der idyllischen Kleinstadt, verschwinden doch auf mysteriöse Weise nicht nur Motoren, Mikrowellen und Hunde: Auch die ersten Menschen werden vermisst. Während das Militär keinerlei Informationen preisgeben möchte, ermittelt die Gruppe Jugendlicher auf eigene Faust.
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Durchschnittliche Redaktionswertung

Super 8 hat eine durchschnittliche Redaktionswertung von 72%
Kurzkritik
von Dimitrios Athanassiou
Wertung von 55 für Super 8

Wer sich auf einen ordentlichen Monsterfilm freut, ist mit Super 8 nicht optimal beraten. Im Mittelpunkt steht eine Gruppe Teenager, die einen Romero-lookalike-Streifen dreht und unvermittelt in ein monströses Desaster gerät: Nach einem Zugunglück ist ein übel gelaunter Außerirdischer entlaufen, und das US-Militär ist bemüht, den Schaden möglichst gering zu halten. Eher gemächlich geht es anfänglich voran, bis zu einer Zugentgleisorgie, bei der Abrams unter Beweis stellt, was er eindeutig gut kann: Die CGI-Funken fliegen lassen. Hiernach schaltet der Film wieder einen Gang zurück und lebt von den Momenten, in denen das Alien schemenhaft sein Unwesen treibt, ähnlich Cloverfield, doch weitaus weniger beklemmend. Trotz einer Kreatur, die zwischen Predator und Hulk tendiert, will weder richtig Fahrt noch atmosphärische Dichte aufkommen. Unentschlossen pendelt der Film zwischen Komödie, Coming-of-Age-Story, Jugenddrama und Creature-Movie mit finalen Krieg der Welten-Anleihen.

Kurzkritik
von Lutz Granert
Wertung von 75 für Super 8

J.J. Abrams steht dafür, leicht angestaubten, etablierten Franchises mit wenig eigener Handschrift, aber nahezu perfektem Handwerk eine Frischzellenkur zu verpassen. Das hat er mit Star Trek XI getan oder Mission: Impossible III. Und obwohl Super 8 zunächst ein eigenständiges Werk zu sein scheint, lebt er von seinen Referenzen an die SciFi-Filme der ausgehenden 70er und beginnenden 80er Jahre wie Unheimliche Begegnung der dritten Art und E.T. - Der Außerirdische - kein Wunder, dass Steven Spielberg mitproduzierte - ebenso wie ans Filmemachen im fantastischen Genre selbst. Eine spannende Geschichte, deren Ausgang jedoch etwas zu vorhersehbar gerät, wuchtig inszenierte Actionsequenzen, eine temporeiche Inszenierung und sogar ein paar Kinder-Figuren mit Charakterzeichnung: Die Popkultur rund um Spielberg-Fantasy ist mit J.J. Abrams zeitgemäß im 21. Jahrhundert angekommen!

Kritik

von Daniel Licha
Super 8 hat eine Wertung von 86%
Serienschöpfer J. J. Abrams (Lost, Alias) bleibt nach Mission: Impossible III und Star Trek seiner perfekten Bilanz treu und schuf mit relativ wenig Geld einen Blockbuster, der nicht nur optisch, sondern auch inhaltlich gefällt. Nostalgie steht klar im Vordergrund, orientierte er sich bei den erfolgreichen 80er-Jahre Jugendabenteuerfilmen und braucht sich mit seiner modernen Variante vor den Genreklassikern nicht zu verstecken.

Bild aus Super 8 Die Augen jedes Kindes der 80er Jahre dürften bei der Sichtung des Trailers zu J. J. Abrams neuestem Werk Super 8 sicherlich feucht geworden zu sein. Es schien, als würden er und Produzent Steven Spielberg den Zuschauer in eine längst vergessene Zeit zurück versetzen, in der Kinder noch Kinder sein durften und Filme rein aus ihrer Sicht erzählt wurden. Doch die Frage ist, ob ein solches Werk im Stile von Die Goonies, Stand By Me oder E.T. - Der Außerirdische auch heute noch funktionieren und die Massen in die Kinos locken kann?

Die Jugendlichen Joe, Cary, Preston, Charles und Martin wollen sich mit ihrem Kurzfilm auf einem Festival bewerben. Da ihre Mittel jedoch limitiert sind, beschließen sie, heimlich auf einem Bahnhof bei Nacht eine entscheidende Szene ihres Filmes zu drehen. Doch inmitten dieser Szene geschieht ein großes Eisenbahnunglück und schon kurze Zeit später taucht das Militär auf, um diesen Unfall zu vertuschen. Die Kinder nutzen diesen Aufruhr als Hintergrund für ihren Film und stellen selbst erste Nachforschungen an.

So wie man in Signs oder Cloverfield eine Katastrophe nur aus dem Blickwinkel einer kleinen Gruppe gezeigt hat, entschloss sich Abrams, den Fokus auf eine kleine Gruppe Kinder zu legen und die Geschichte aus deren Sicht zu erzählen. Damit das Ganze auch funktioniert, ist es wichtig, diese sympathisch anzulegen, und da ihnen auch ein gewisser Charme nicht abzustreiten ist, liegt Abrams in diesem Punkt vollkommen im Soll. Neben diesem Nostalgieaspekt ist ein weiterer Trumpf, dass es den Machern geschickt gelingt, das Geheimnis, bzw. das Monster so lange wie möglich zu verbergen und so die Spannung hoch zu halten. Ein Michael Bay hätte es sicherlich schon in den ersten Minuten auf der Leinwand gezeigt und den Zuschauer schnell ermüden lassen. Da auch die Geschichte im Genreverhältnis überraschend gelungen ist und bzgl. Moral und Werten sogar noch einen Tick lehrreich ist, kann man guten Gewissens sagen, dass es Abrams verstand, seinen Film gelungen zu Ende zu bringen.

Dass Super 8 nur 50 Millionen Dollar gekostet hat, sieht man ihm in keiner Sekunde an. Beginnend mit dem bombastisch inszenierten Zugunglück bis hin zum gelungenen Monsterdesign wähnt man sich hier in einer Big-Budget-Hollywoodproduktion. Die idyllisch anmutende Stadt sorgt gepaart mit dem hervorragenden Soundtrack und der gewohnt gelungenen Kameraarbeit (inkl. seines Markenzeichens: Den spiegelnden blauen Lichtern auf der Leinwand) für eine wunderbare Atmosphäre. Neben den vielen leichteren Szenen verstand es Abrams, auch bei seinen jüngeren Zuschauern Angst und Schrecken zu verbreiten, sind einige Szenen doch sehr düster angelegt und für die Kleineren sicherlich nur schwer zu verkraften.

Mit Ausnahme von Elle Fanning besetzten die Macher ihre Kinderdarsteller mit No Names, die zum Teil ihre erste Rolle spielen. Ihre schauspielerischen Qualitäten sind über weite Strecken in Ordnung, dennoch muss man festhalten, dass sich Fanning schon deutlich vor ihren Kollegen abhebt und fast schon der eigentliche Star des Filmes ist. Ihre erwachsenen Kollegen spielen über weite Strecken solide, haben aber auch aufgrund der recht klischeebelasteten Figuren nur wenig Raum zur Entfaltung. Auch das schon traditionelle Suchen des Schauspielers Greg Grunberg erweist sich ein ganzes Stück schwieriger als bei seinen bisherigen Filmen.

Um die eingangs gestellte Frage zu beantworten: Ja! An den amerikanischen Kinokassen eröffnete der Film deutlich über den Erwartungen und auch in Sachen Qualität braucht er sich nicht vor den Genrehighlights der 80er Jahre zu verstecken. Ein Hauch von Nostalgie wird im August die Kinos treffen, denn trotz einiger düsterer Szenen ist Super 8 hervorragendes Sci-Fi-Kino für die ganze Familie, und so dürfte jeder, spätestens nach dem herrlichen Abspann, das Kino mit einem Lächeln im Gesicht verlassen.



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