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Monga - Gangs of Taipeh(Monga, 2010)
| Dt.Start: |
09. Dezember 2010
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Premiere: |
29. Januar 2010 (Berlinale, Deutschland) |
| FSK: |
ab 12
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Genre: |
Drama |
| Länge: |
140 min
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Land: |
Taiwan |
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Darsteller:
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Mark Chao (Mosquito / Chou Yi-Mong), Ethan Ruan (Monk / Ho Tien-Yo), Rhydian Vaughan (Dragon Lee), Teng-Hui Huang (Ah-Po/Huang Wan-Po), Ju-Lung Ma (Boss Geta), Chia-yen Ko (Ning), Doze Niu (Grey Wolf), Jason Wang (Wim-kian), Chang-Hsien Tsai (Monkey), Han-Tien Cheng (Dog Boy), Feng Hsing (Boss Masa) |
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Regie:
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Doze Niu |
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Drehbuch:
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Li-ting Tseng |
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 Inhalt
Taipeh in den 1980er Jahren: Mosquito und seine vier Freunde Monk, Dragon, White Monkey und A-Lan versuchen sich als Mitglieder der Prince Gang und unter der Schirmherrschaft des lokalen Triadenbosses Geta in der Unterwelt von Monga, einem Stadtteil von Taipeh, langsam aber stetig einen Namen machen. Dabei regiert rohe Gewalt und es überlebt nur derjenige, der stärker ist als die anderen. Als eine Gruppe von Festland-Chinesen versucht, die Macht im Viertel an sich zu reißen, wird das Gewaltniveau auf eine neue Stufe gehoben, da plötzlich auch vor Waffen nicht zurückgeschreckt wird. |  |
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Durchschnittliche Redaktionswertung
Keine weitere Wertung
Kritik
von Dimitrios Athanassiou
Wer in die Welt des organisierten Verbrechens eintritt, sollte wissen, dass er sein Leben einer verschworenen Gemeinschaft mit klarem Kodex weiht. Das gilt für die ostasiatische Mafia noch weitaus mehr, als für die hier anzutreffenden Varianten. Der vaterlose Mosquito ist gerade 17 Jahre als er in eine Gang eintritt. Eine Entscheidung, die sein künftiges Leben zutiefst beeinflussen wird. Außergewöhnlicher Film, der sich zuweilen unkonventioneller Stilmittel bedient und eine Ballade um Aufstieg und Fall im Kosmos der Bosse und Gangs erzählt. Das gelingt vielleicht nicht immer ohne Längen, dafür entschädigen aber die einzigartigen Einblicke.
Gangsterepen nehmen eine feste Tradition am Kinohimmel ein. Dass es nicht immer italo-amerikanische Mafiaschinken sein müssen, beweist der taiwanesische Regisseur Doze Niu mit seiner zweiten Arbeit. Monga - Gangs of Taipeh ist, wie es der Titel bereits vermuten lässt, in der taiwanesischen Millionen-Metropole Taipeh, im Stadtteil Monga angesiedelt. In diesem Bezirk, in dem eine Vielzahl von alten Bossen und ihnen unterstellten Jugendbanden das Sagen haben; eine Welt des organisierten Verbrechens und der Gewalt, in der nur die Starken überleben.
Der 17-jährige Mosquito (Mark Chao) ist noch neu in Monga, muss aber schnell lernen, dass man hier entweder zu denen gehört, die prügeln, oder geprügelt wird. Als ein paar Halbstarke es auf ihn absehen, setzt er sich verbissen zur Wehr. Damit fällt er Dragon Lee (Rhydian Vaughan) und seinen Gefolgsleuten auf, die sich die Prinzen-Gang nennen und Boss Geta ( Ma Ju-Lung) unterstehen. Prompt wird er rekrutiert und erhält in den Folgejahren seine kriminellen Weihen. Wie eine eingeschworene Brüderschaft gehen die Gangmitglieder durch Höhen und Tiefen. Doch selbst diese verschworene Gemeinschaft kann von unvorhersehbaren Ereignissen durcheinander gewirbelt werden. Der Sturm naht, und er wird die alten Bosse ebenso erschüttern, wie die Loyalitäten von Mosquito und den anderen einer harten Prüfung unterziehen. Dass sich Mosquito zudem in die attraktive Ning verliebt, die zur Prostitution gezwungen wird, kompliziert die Situation zusätzlich.
Monga - Gangs of Taipeh bleibt eine ganze Zeitlang rätselhaft und irritierend. Zu Beginn erinnert vieles an eine leicht comichafte Kung-Fu-Groteske. Die Anleihen beim Hong-Kong-Kino sind nicht zu leugnen und der etwas "spacige" Stil verspricht eine Inszenierung mit dem Hang, aus den Figuren Karikaturen zu zeichnen. Nachdem die Komik aber allmählich den tragischen Elementen zu weichen beginnt, findet der Film auch zu seinem eigentlichen Ton, der sich zwischen Gangsterepos, Jugenddrama, Coming-of-Age -und Buddy-Movie einstellt. Im Mittelpunkt steht der vaterlose Mosquito, der außer seiner Mutter niemanden auf der Welt hat. Umso nachvollziehbarer wird sein Handeln; sein bereitwilliger Einstieg in die Gang und die große Loyalität, die er schnell Boss Geta entgegenbringt.
Mitreißend schön gefilmt ist Monga - Gangs of Taipeh und wartet mit vielen Einblicken in die Gang- und Familienstrukturen der ostasiatischen Mafia auf, die komplex und vielschichtig sind; und ganz anders, als der übliche klischeehafte Aufguss, in dem beispielsweise Yakuza und Co. üblicherweise verwurstet werden. Den Verwicklungen und Intrigenspielen zu folgen, ist allerdings nicht immer ganz leicht. Diese sehr exotischen Lebewelten sind spürbar weit von allem entfernt, das hier, selbst in den Nachrichten, erlebbar wäre, was das vollkommene Eintauchen sichtlich erschwert. Zudem wurde der Film nicht wirklich auf europäische Sehgewohnheiten optimiert: zu lang zieht sich phasenweise die Geschichte hin und überbordend theatralisch geraten die schicksalhaften Wendungen und erinnern dabei mitunter an Szenen antiker griechischer Tragödien. Sieht man von diesen inszenatorischen Unstimmigkeiten aber ab, bleibt insgesamt ein durchaus fesselndes Gangsterepos, dessen große Stärke vor allem ist, das Publikum mit Realitäten zu konfrontieren, die weder alltäglich sind, noch bereits oftmals in dieser Form dargestellt wurden.  Weitere interessante Filme
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