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Untreu

(Unfaithful, 2002)

Durchschnittliche Redaktionswertung

61%



Inhalt

Edward und Connie sind glücklich verheiratet und leben zusammen mit ihrem Sohn in einem New Yorker Vorort. Durch Zufall lernt Connie die französischen Buchhändler Paul Matel kennen, der seine Absichten nicht gerade verschleiert. Connie lasst sich trotz anfänglicher Zweifel auf die heiße Affäre ein und verbringt viel Zeit mit Paul. Mit der Zeit wird Edward stutzig und beginnt Nachforschungen anzustellen.

Kritik

von Thomas Straßer

Wertung Kritik

61%

In dem Drama Untreu verkörpert Frauenschwarm Richard Gere einen betrogenen Ehemann und nimmt damit Abschied von seinen früheren "Außreißer vom Dienst"-Rollen. Seine untreue Ehefrau wird von Diane Lane gespielt, mit der er zuletzt 1984 in The Cotton Club vor der Kamera stand. Der aktuelle Film basiert auf Claude Chabrols Roman La Femme Infidele aus dem Jahre 1969, dessen Geschichte von den Drehbuchschreibern leicht abgeändert wurde. Inszeniert wurde Untreu von Regisseur Adrian Lyne, der mit Filmen wie Fatal Attraction oder Indecent Proposal schon einige Erfahrungen mit unseligen Betthupferln gesammelt hat.

Wie man dem Inhalt oder diesen ersten einleitenden Wort bereits entnehmen kann, haben wir es bei Untreu weniger mit einem spannungsgeladenen Thriller als mit einem emotionalen Ehedrama zu tun. Entsprechend schleppend und unspektakulär verlaufen die teilweise etwas lang werdenden 124 Minuten. Nichtsdestotrotz handelt es sich bei diesem Film um ein gelungenes Ehedrama, das Chabols bereits mehrfach verfilmten Roman in einer ansehnlichen Weise auf die Leinwand bringt. Die besondere Harmonie zwischen Richard Gere und Diane Lane und die damit verbundene glaubwürdige Darstellung des glücklichen und dann zerrütteten Ehepaares, ist ein besonderer Pluspunkt dieses Films. Die beiden führen eine recht normale Ehe in einem Vorort von New York. Der gemeinsame Sohn wird von beiden geliebt und umsorgt, auch wenn er ab zu über die Stränge schlägt. Richard Geres Figur Edward ist der Boss einer gut laufenden Geldtransporterfirma und sorgt damit für einen gehobenen Lebensstandard. Seine Frau Connie arbeitet ab und zu in einem New Yorker Auktionshaus und hat dank der Haushälterin ein recht entspanntes Leben.

Gerade diese Routine scheint Connie bei einem Einkaufsbummel in Soho zum Verhängnis zu werden, als sie dort den französischen Buchhändler Paul Matel kennenlernt. Sein Charakter wurde nach dem typischen Clischee-Franzosen angelegt und so trägt er langes Haar, einen Dreitagebart und einen leicht schlabberigen Look, der seinen Luxuskörper verhüllt. Außerdem glänzt er mit seinem französischen Akzent und beherrscht die große Kunst der Verführung. Er lässt sich Zeit die zunächst zögerliche und unsichere Connie Weichzukochen und schlägt mit dieser Taktik genau den richtigen Ton an. Nachdem sich Connie voll und ganz auf die Affäre eingelassen hat, beginnt sie die Zeit mit Paul in vollen Zügen zu genießen und verbringt viel Zeit mit ihm. Fast überflüssig zu erwähnen, dass die beiden 99,9% ihrer Zeit in der Kiste bzw. auf der Toilette oder auf dem Flur verbringen. Selbstverständlich kommt alles wie es kommen muss und Erward bekommt Wind von der Sache. Er engagiert einen Privatdetektiv, der ihm kurz darauf die Fakten auf den Tisch knallt. Nun da er Gewissheit über das Treiben seiner Frau hat, stellt er zunächst Paul zur Rede, was zu den absoluten Highlights des Films zählt. Wunderbare Szene...

Ein besonderes Lob verdient Diane Lane, die ihre Rolle wirklich blendend ausfüllt. Sie überzeugt in allen verschiedenen Gefühls- und Gemütslagen und bringt von der glücklichen Ehefrau, über die unsichere aber schließlich doch begeisterte Seitenspringerin, bis hin zur reumütigen Angetrauten alles souverän und gefühlsecht auf die Leinwand. Aber auch die beiden männlichen Darsteller Richard Gere und Oliver Martinez machen ihre Sache sehr gut und gefallen in ihren Rollen. Ein kleines Schmankerl für alle Malcom in the Middle Fans, ist das Mitwirken von Erik Per Sullivan, der ähnlich wie in der TV-Serie, den kleinen Rotzlöffel spielt. Regisseur Adrian Lyne lies es bei Untreu betont ruhig angehen und legte das Hauptaugenmerk seiner Inszenierung auf die Dialoge und das Gefühlsleben seiner Hauptdarsteller. Heraus kamen eine Reihe wirklich schöner Bilder mit denen er den Zuschauer verwöhnt. Alles in allem entstand mit Untreu ein durchaus gelungener Film, der es leider am Ende nicht so recht schafft, den Schlusspunkt zu setzten. Auch wenn der Film teilweise etwas langatmig und schwermütig daherkommt, hat er seine Momente und Highlights, die ihn zwar nicht zum Pflichtprogramm machen, aber doch einen Gang ins Kino rechtfertigen.

Keine weitere Wertung


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