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Staten Island New York(Staten Island, 2009)
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nicht bekannt DVD: 16. November 2010
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Premiere: |
07. Februar 2009 (Festival, Deutschland) |
| FSK: |
ab 16
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Genre: |
Action |
| Länge: |
92 min
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Land: |
USA |
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Darsteller:
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Ethan Hawke (Sully Halverson), Vincent D'Onofrio (Parmie Tarzo), Seymour Cassel (Jasper Sabiano), Julianne Nicholson (Mary Halverson), Ian Brennan (Tree Man), Lynn Cohen (Dr. Leikovic), Bill Cwikowski (Manny the Cashier), J.D. Daniels (Vet), Rosemary De Angelis (Gianina Tarzo), Dominic Fumusa (Giammarino), Michael Hogan (Bill Quinlan), Adrian Martinez (Officer Rodriguez) |
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Regie:
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James DeMonaco |
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Drehbuch:
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James DeMonaco |
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 Inhalt
Parmie Tarzo hat gleich mehrere Probleme. Nicht nur bricht der Kleingangster Sully in den Safe des Paten ein, hierbei wird auch noch Tarzos Mutter angeschossen. Während Tarzo die Rache an Sully planen muss, scheinen ihm die Geschäfte in Staten Island, der New Yorker Gegend mit der höchsten Mafiadichte, langsam zu entgleiten. Außerdem gibt es da auch noch den taubstummen Jasper, der im Hinterzimmer Leichen zerstückelt. |  |
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Durchschnittliche Redaktionswertung
Keine weitere Wertung
Kritik
von Benjamin Schieler
Drei Menschen, drei Sehnsüchte, viele Konflikte. Der Brooklyner Drehbuchautor James DeMonaco (Verhandlungssache) erzählt bei seinem Regiedebüt in drei sich teilweise überlappenden Episoden die Geschichten des ruhmsüchtigen Mafiabosses Parmie Tarzo (Vincent D'Onofrio), des einfältigen Gelegenheitsgangsters Sully (Ethan Hawke) und des taubstummen Metzgers Jasper (Seymour Cassel). Für seinen schrägen Film über Minderwertigkeitskomplexe hat er sich augenzwinkernd den New Yorker Stadtteil ausgesucht, der im Schatten Manhattans zu verschwinden droht: Staten Island.
Seinem Leben, findet der pistazienverschlingende Pate Parmie Tarzo, fehlt die Anerkennung anderer. Gut, er hat es durchaus zu etwas gebracht, immerhin ist er Anführer einer kleinen Bande in New York. Aber was zählt das schon in Staten Island, dem Stadtteil mit der größten Mafiadichte? Tarzo strebt nach mehr, nach Ruhm. Er will, dass sein Name Ehrfurcht hervorruft, wo auch immer er in den Mund genommen wird. Doch bevor er seinen Plan von der Eroberung der Mafiamacht umsetzen kann, muss er sich um ein Ärgernis kümmern. Eine Bande von Kleinganoven hat seine Villa ausgeräumt und dabei - was schwerer wiegt - seine Mutter lebensgefährlich verletzt. Der Anführer Sully, dem das Unternehmen aus den Händen geglitten ist, muss nun um sein Leben fürchten. Ohne dass Tarzo es in diesem Moment weiß, führen die Wege der beiden für wenige Augenblicke bei dem taubstummen Metzger Jasper zusammen, der in seinem Hinterzimmer Leichen für Tarzo zerstückelt.
Es macht großen Spaß, Vincent D'Onofrio, der sich 1987 als Private Pyle in Stanley Kubricks Full Metal Jacket ins kollektive Gedächtnis katapultierte, als sich minderwertig fühlenden Mafiaboss zu sehen. D'Onofrio ist der unumstrittene Star dieses skurrilen Thrillers, der zuweilen ganz andere Wege geht, als man von ihm erwarten würde. Weil er sich auf seinem Marsch nach oben plötzlich mit unerwarteten Hürden konfrontiert sieht, entscheidet sich Parmie Tarzo für eine überraschende Variante des öffentlichkeitswirksamen Auftretens.
Der Film beginnt spätestens dann, eine gehörige Portion schwarzen Humor und einen Schuss menschlicher Tragik in die Handlung zu integrieren. "Es gibt kein perfektes Verbrechen", dieser deutsche Untertitel trifft auch auf Tarzos Gegenspieler Sully zu, der sehr schnell sehr viel Geld beschaffen muss, um seiner Freundin Mary (Julianne Nicholson, "Ally McBeal") eine Embryonenbehandlung für das gemeinsame Baby zu ermöglichen, damit der Nachwuchs einmal mehr erreichen kann als der Papa, der Klärgruben leert. Hawke (Gesetz der Straße - Brooklyns Finest) präsentiert seinen Sully mit der Routine eines Schauspielers, für den Milieufilme wie diese inzwischen zum Standardprogramm geworden sind.
Gewöhnungsbedürftig aber durchaus charmant ist schließlich die Episode um den einsamen Jasper, der seinen unvermittelten Höhenflug nach einem langersehnten Gewinn beim Pferderennen mit der Erkenntnis bezahlt, dass Geld an seinem Dasein nichts ändern kann. Die Figur von Cassel, der in mehreren Filmen von Regisseur Wes Anderson auftrat, zum Beispiel in Rushmore, rutscht am Ende aus der Peripherie ins Zentrum. Ihm bleibt der finale Kick vorbehalten. Indem er die ihm gegebene Rolle akzeptiert, schwingt er sich zu Richtern über diejenigen auf, die auf der Jagd nach dem Gold über Leichen gehen. Die Ironie indes ist, dass die Vermarkter von Staten Island New York in ihrem Film "eine konsequente Weiterentwicklung von Pulp Fiction" sehen. Verbissen danach zu streben, mehr zu sein, als man eigentlich darstellt, aber ist selten die beste Idee.  Weitere interessante Filme
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