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In einer Zeit, in der das Teen Comedy Genre eigentlich keine guten Filme mehr hervorbringen kann, da American Pie und Road Trip die Meßlatte fast zu hoch gelegt haben, kommt der Streifen Party Animals...wilder geht's nicht! des Weges. Der Film gibt gleich in einer der ersten Szenen die etwas rauere Marschroute weit unterhalb der Gürtellinie vor, indem der arme American Pie Sherminator vom Dach fliegt. Ja liebe Leute, hier werden nicht nur ein paar Apfeltörtchen genagelt oder ein paar trübe Biercocktails ausgenuckelt, hier gibt es lecker Gebäck mit Hundesperma und einen bis obenhin vollgekackten Mülleimer. Wer diesen Humor mag, wird sich bei Party Animals...wilder geht's nicht! blendend unterhalten fühlen, alle anderen können jetzt und hier aus diesem Text aussteigen.
Neben den teilweise üblen Scherzen, die meist auch noch endlos in die Länge gezogen wurden, hat Party Animals...wilder geht's nicht! auch eine Story. Diese ist zwar nicht allzu spektakulär, aber sie passt mit ihrem Happy End und ihrer locker fröhlichen Art genau zu diesem Film. Die zentrale Figur ist der ewige Student Van Wilder, der schon sieben Jahre auf dem College zubringt und überhaupt nicht daran denkt, seinen Abschluss zu machen. Stattdessen pflegt er sein Image als Partykönig und schmeißt die mit Abstand heißesten Feten am Campus. Wie jedes Semester, wird ein Student als sein persönlicher Assistent gewählt. Diesmal fällt die Wahl auf den Inder Taj, der zunächst etwas prüde wirkt, aber sich schließlich als kleiner geiler indischer Bock outet, der alles mitnimmt, was nicht bei drei auf den Bäumen ist. Wer also über lustigen Inderdialekt, kombiniert mit dem best of aller versauten Wörter, lachend durch Kino rollt, wird seinen Spaß haben.
Selbstverständlich kommt auch Party Animals...wilder geht's nicht! nicht ohne eine ordentlich Love-Story aus. Zu diesem Zwecke kommt Tara Reid, ja das ist die aus American Pie, ins Spiel. Sie lebt zunächst in einer ganz anderen College-Welt als Van Wilder, findet aber nach und nach gefallen an dem Partyleben und serviert ihren schleimigen Medizinerfreund, der mit Al Bundy Bett-Zeiten glänzt, letztlich zu Gunsten des Partylöwen ab. Hauptdarsteller Ryan Reynolds macht seine Sache als Van Wilder ganz ordentlich und verlässt sich dabei voll auf sei gutes Aussehen und ein paar lustige Grimassen. Neben der routinierten Tara Reid muss an dieser Stelle noch Beverly Hills 90210 Export Daniel Cosgrove erwähnt werden. Er spielt das egozentrische, schleimige und medizinbesessene Vollarsch wirklich vorzüglich und ringt dem Publikum fast jedes Mal mindestens einen Grinser ab.
Im punkto Humor geht Party Animals...wilder geht's nicht! genretypische Wege und siedelt, wie bereits erwähnt, seine Witze etwas weiter unter der Gürtellinie an. Was soviel bedeutet, dass es der gute Van mit einer alten verschrumpelten Frau treiben muss oder in einer Tour saftig rumgefurzt wird. Selbstverständlich versteift sich der Film nicht nur auf diesen derben Humor, sondern hat neben einigen Standardszenen und -witzen auch paar nette Ideen parat. Im Großen und Ganzen präsentiert sich Party Animals...wilder geht's nicht! als locker flockige Teen Comedy, die zwar kaum Neuland betritt, aber dafür ganz solide kurzweilige Unterhaltung bietet. Wer sich bei American Pie oder Road Tip einen Ast gelacht hat, der wird bei Party Animals...wilder geht's nicht! mit ziemlicher Sicherheit wieder voll auf seine Kosten kommen. |