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Conan the Barbarian

(Conan the Barbarian, 2011)

Durchschnittliche Redaktionswertung

21%



Inhalt

Nachdem Conan aus der mythischen Welt Hyboria einen brutalen Angriff auf sein Dorf miterleben musste, dem sein Vater Corin zum Opfer fiel, findet er sich in einer unbarmherzigen Welt wieder, in der er als Dieb, Pirat und Krieger überlebt. Er begibt sich auf einen brutalen Rachefeldzug, um Warlord Khalar Zym, den Verantwortlichen für den Angriff und den Tod seines Vaters, zu töten.

Kritik

von Dimitrios Athanassiou

Wertung Kritik

11%

1982 gelangte mit Arnold Schwarzenegger in der Hauptrolle ein Fantasyfilm in die Kinos, der von der Kritik durchaus gescholten, schnell zum Kult avancierte und heutzutage zu den absoluten Klassikern des Genres zählt. Wenn man sich knapp 30 Jahre später an ein Remake wagt, bewegt man sich somit auf dünnem Eis. Tatsächlich entpuppt sich die Neuauflage als einer der überflüssigsten Filme schlechthin. Dagegen erreicht das Original beinahe Arthouse-Niveau, und wer nach der Ansicht dieses Machwerks Arnold Schwarzenegger noch für einen schlechten Schauspieler hält, sollte sich in Zukunft bei Aussagen betreffend Film besser zurückhalten.

Bild aus Conan the Barbarian Es gibt Filmreihen, die sind untrennbar mit einem bestimmten Schauspieler verknüpft. Ein Pirates of the Caribbean-Film wäre ohne einen Johnny Depp geradezu undenkbar, ein Rocky-Streifen ohne Sylvester Stallone absurd. Arnold Schwarzenegger hat zwei Filmfiguren unverwechselbar seinen Stempel aufgedrückt: selbstverständlich dem Terminator sowie Robert E. Howards (1906 - 1936) Conan dem Cimmerier. Brachte es Der Terminator mit Arnie immerhin auf drei Episoden, wurden mit Conan der Barbar und Conan der Zerstörer lediglich zwei Filme unter Mitwirkung Schwarzeneggers um den archaischen Krieger realisiert.

Howard, erschuf in den Conan-Zyklen, die im fiktiven Hyborischen Zeitalter angesiedelt sind, jener Zeit nach dem Untergang Atlantis und vor unserer historisch verbürgten Antike, aber ein eigenes Fantasy-Universum. Raum genug also, um Conan weitere Filmabenteuer bestreiten zu lassen. Und angesichts dessen, dass es über ein Vierteljahrhundert her ist, damit einer ganzen Generation diese Figur komplett unbekannt ist, auch eine durchaus nachvollziehbare Entscheidung, dem Ganzen eine Frischzellenkur zu gönnen.

Frisch ist an dieser 90-Millionen-Dollar-Verschwendung aber nichts. Zu Beginn leiert eine möchtegern-bedeutungsschwer klingende Stimme im Schweinsgalopp einige Fakten aus Howards Chroniken herunter und berichtet von einen Mythos um eine okkulte Maske, mit deren Hilfe es möglich sein soll, über das Totenreich zu herrschen. Ernstlich interessieren kann das niemanden, und selbst die Maske wird in der Folge kaum mehr als Katalysatorfunktion für die Handlung einnehmen. Alles Wissenswerte darüber ist, dass sie, wenn sie mit Blut einer auserwählten Frau getränkt wird (Cthulhu-Lookalike) zum Leben erwacht und ihrem Träger "göttliche Macht" verleiht (viel zu sehen, wird es davon aber nicht geben). Darüber hinaus wurde sie vor langer Zeit in mehrere Stücke zerschlagen.

Mehr erfährt man indes über Conans Herkunft, genauer, dessen Geburt. Conan wurde mitten auf dem Schlachtfeld aus dem Leib seiner hochschwangeren Mutter geschnitten, damit diese noch die Gelegenheit haben sollte, ihn vor ihrem Tod zu sehen. Er kostete somit anstelle der Milch seiner Mutter als erstes deren Blut (eine der zentralen Aussagen des Film, die einen kleinen Eindruck in die Qualität der Dialoge gibt). Es folgt ein Zeitsprung in Conans Jugendzeit: Man wird Zeuge davon, dass er schon als Teenager ein wahrer Schlagetot war. Wenig später wird das Dorf der Cimmerier von einer Horde Finsterlinge überfallen. Deren Chef, Khalar Zym (Stephen Lang) ist diesmal aber nicht hinter dem Geheimnis des Stahls her, sondern fahndet nach dem letzten Bruchstück der machtvollen Maske. Resultat: Dorf platt und Conans Vater Corin (Ron Pearlman) tot. Conan entrinnt dem Massaker knapp. Abermals Zeitsprung: Conan (Jason Momoa) ist inzwischen erwachsen und sinnt auf Rache.

Lieblos, seelenlos zuweilen gar völlig sinnfrei hangelt sich die nahezu unsichtbare Handlung von einer Metzelei zur nächsten. Eine innere Mitte oder erkennbare charakterliche Merkmale entwickelt Conans Figur währenddessen nicht. Jason Momoa lässt den Cimmerier emotional geradeso agieren, wie es in die jeweilige Situation zu passen scheint, unabhängig davon, ob das der Figur auch gerecht wird. Es lässt sich schlecht nachvollziehen, wie es einerseits sein kann, Conan als gnadenlosen Schlächter anzulegen, der Frauen wie Haustiere behandelt, denen er Befehle entgegenbellt; anderseits bekommt er beim Anblick eines Sklavenhändlerdorfs seinen Moralischen und macht diese Siedlung gemeinsam mit einigen Gefolgsleuten nieder, da er es nicht ertragen kann, dass Menschen in Ketten leben. Geschuldet ist diese charakterliche Verwässerung einem Drehbuch, das die Macher vermutlich via Autorenwettbewerb an die örtlichen Grundschulen gegeben hatten. Anders lassen sich beispielsweise auch solch monumentale Dialoge wie: Machst Du dir schon mal Gedanken über Dein Tun, Conan? Ich lebe, ich liebe, ich töte... Ich bin zufrieden, nicht erklären.

Man hätte anderes vermuten, eine neue Interpretation von Conan erwarten können. Da sich Momoa schlecht mit der körperlichen Präsenz Schwarzeneggers messen kann, lag es nahe, den neuen Conan agiler, beweglich und allgemein athletischer anzulegen. Selbst hier neigt sich aber die Waagschale zugunsten des Originals: Momoa mag zwar besser durch die Gegend turnen, Arnie bewies aber am Schwert echte Könnerschaft; hatte er doch im Vorhinein sogar Unterricht in Ken-Jutsu (japanischem Schwertkampf) genommen, um für die Rolle gerüstet zu sein. Momoa mag in Sachen Martial-Arts und Schwertkampf durchaus fit sein, wie er in seiner Rolle in der SciFi-Serie Stargate Atlantis oft unter Beweist stellte, an die Art wie Schwarzenegger das gefühlt 20 Kilo schwere Breitschwert durch die Luft wirbelte, reicht er aber in keiner Sekunde heran. Zudem machen ein wirrer Schnitt und eine konfuse Kameraführung während der Kampfszenen jeglichen Reiz zunichte.

Dieses Remake wollte es aber dabei nicht belassen, sondern konsequent alles falsch machen, was falsch zu machen geht. Andernfalls hätte es vielleicht noch, insbesondere wenn man den Vergleich zum Original nicht gesucht hätte, als mainstreamiges Allerweltsfantasy-Spektakel durchgehen können. Der neue Conan verzichtet aber auf jegliche Spur einer ironischen Distanz zu der bluttriefenden Gewaltorgie und wirkt damit um Längen unfreiwillig komischer, als man es erwartet hätte. Hinzu gesellen sich Filmelemente, die wirklich nur unter dem Einfluss von Psychedelika entstanden sein können. Warum beispielsweise die Truppen Khalar Zyms den halben Film über ein Schiff über Land ziehen, wird nicht mal andeutungsweise versucht zu erklären.

Markus Nispel, dem man nur Murks wie Freitag, der 13. oder Pathfinder - Fährte des Kriegers verdankt, beweist diesmal eindrucksvoll, dass es noch viel schlechter geht. Der neue Conan-Film ist dümmlich, unsympathisch, dazu gibt es Szenen in denen sich deutlich (königlicher) Inzest andeutet, dies mag im Altertum tatsächlich nicht allzu ungewöhnlich gewesen sein, es im Kino völlig unreflektiert stehen zu lassen, ist aber gerade für einen amerikanischen Film unverzeihlich. Die Figur Conan ist zudem sexistisch angelegt. Das mag bei einem Barbaren nicht verwundern, wirkt sich aber ohne die nötige Selbstironie insbesondere in der heutigen Zeit verheerend aus. Ertragen kann man dieses Machwerk letztlich nur, wenn man unter der Prämisse, den bescheuertsten Film des Jahres sehen zu wollen, das Kino betritt oder sich unter Drogeneinfluss einen Trip in den cineastischen Schwachsinn zumuten will (bitte nicht als Anstiftung zu verstehen!). Die wenigen Lichtblicke sind dem kurzen Auftritt Ron Peralmans sowie Stephen Lang geschuldet, der einen ordentlichen Bösewicht abgibt.

Kurzkritik

von Daniel Licha

Wertung Kurzkritik

19%

In der Neuauflage von Conan ging so einiges schief. Fangen wir am besten gleich mal beim Hauptdarsteller Jason Momoa an, der nahezu jegliche Ausstrahlung vermissen und sogar Christiam Bales aufgesetzte Dark Knight-Stimme oscarreif erscheinen lässt. Aber auch inhaltlich stimmt hier rein gar nichts, denn die Logiklöcher geben sich die Klinke in die Hand und die Geschichte dient nur als Vehikel um die Titelfigur von einer Schlacht in die Nächste zu führen.
Spannung will dabei zu keinem Zeitpunkt wirklich aufkommen, ist Conan doch viel zu übermächtig gestaltet, so dass er seine Gegner durch die Bank fast schon mit einem Fingerschnippen erledigen könnte. Dass es dabei doch recht hart und blutig zur Sache geht, wertet den Film leider auch nicht auf, sind diese Szenen viel zu glatt gebügelt und nicht roh genug in Szene gesetzt um zu überzeugen. Das weitere durchaus passable Darstellerensemble um Stephen Lang und Ron Perlman hat unter den schwachen Figuren zu leiden, so dass sie kaum etwas aus ihren Rollen machen können. Einzig der Kampf gegen die Sandgeister (Prince of Persia anyone?) sah optisch ansprechend aus und kann für ein paar Gnadenpünktchen sorgen.

Kurzkritik

von Lutz Granert

Wertung Kurzkritik

33%

John Milius mag eine streitbare Person sein, doch mit Conan, der Barbar hat er 1982 einen - zugegebenermaßen etwas aufgeblähten - Klassiker des Fantasy-Films geschaffen. Der deutsche Regisseur Marcus Nispel nahm sich der Neuverfilmung an und fiel ebenso wie beim Remake von Freitag, der 13. gehörig auf die Nase. Merkwürdige Sandmänner als schlimmste Ausgeburt des CGI-Overkills und ein charmebefreiter Fleischberg (Jason Momoa, Shootout - Keine Gnade) als Hauptfigur sind die Tiefpunkte in dieser uninspirierten Filmgurke, die noch nicht einmal unfreiwillig komische Momente bereithält wie das Original.



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