Amok - He Was a Quiet Man Poster

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Amok - He Was a Quiet Man

(He Was A Quiet Man, 2007)

Dt.Start: nicht bekannt
DVD: 12. März 2009
Premiere: 11. März 2007 (Festival, USA)
FSK: nicht bekannt Genre: Thriller
Länge: 95 min Land: USA
Darsteller: Michael DeLuise (Detective Sorenson), Christian Slater (Bob Maconel), Jamison Jones (Scott Harper), Anzu Lawson (Nancy Felt), John Gulager (Goldie / Maurice Gregory), Elisha Cuthbert (Venessa Parks), K.C. Ramsey (Jackson), Sascha Knopf (Paula Metzler), David Wells (Ralf Coleman), Frankie Thorn (Jessica Light), Randolph Mantooth (Dr. Willis), Sewell Whitney (Derrick Miles), Lisa Arianna (ADD Assistant), Livia Treviño (Shelby's Secretary), William H. Macy (Gene Shelby)
Regie: Frank A. Cappello
Drehbuch: Frank A. Cappello


Inhalt

Bob Maconel ist von seinem Bürojob total gefrustet. Seit langem plant er schon einen Amoklauf, um seine Wut einmal an denen auszulassen, die ihn bisher nicht einmal wahrgenommen haben. Doch einer seiner Kollegen kommt ihm zuvor und beginnt eines Tages, wild um sich zu schießen. Bob kann geistesgegenwärtig den Wahnsinnigen aufhalten und wird so plötzlich zum gefeierten Helden des Büros. Aber trotz sofortiger Beförderung und einer sich entwickelnden Romanze scheint er nicht viel zufriedener als vorher.
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Durchschnittliche Redaktionswertung

Amok - He Was a Quiet Man hat eine durchschnittliche Redaktionswertung von 71%
Keine weitere Wertung

Kritik

von Markus Müller
Amok - He Was a Quiet Man hat eine Wertung von 71%
Der dritte Film von Frank A. Capello (American Yakuza und Das Yakuza-Kartell) zeigt einen kaum wieder zu erkennenden Christian Slater als gemobbten Außenseiter, der besessen von dem Gedanken ist, seine Kollegen zu töten, und der in seiner Freizeit mit seinem Goldfisch spricht. Kurz bevor er seine Bluttat verüben kann, wird er jedoch zum Helden, weil er einen ihm zuvorkommenden Amokläufer erschießt. Die Folgen sind ebenso absurd wie unerwartet, in ihrer filmischen Umsetzung aber durchaus überzeugend, wenn zeitweise auch etwas kitschig und unter Umständen auch in ihrer finalen Auflösung recht vorhersehbar. Amok - He Was a Quiet Man wechselt zwischen gelungenen, schwarzhumorigen Szenen und sehr ernsten, deprimierenden Momenten. Kein Film für den Mainstream, aber auf jeden Fall innovativ und sehenswert.

Bild aus Amok - He Was a Quiet Man Natürlich ist die Figur des Bob Maconel deutlich überzeichnet, doch wird der im Grunde liebenswerte Loser trotz seiner von vornherein erklärten Absicht, Menschen zu töten, schnell zum Sympathieträger. Wenn man diesen armen Kerl so sieht, wie er durch sein Leben geschubst wird, kann man recht schnell seine Absichten nachvollziehen. Somit schafft der Film von vornherein trotz oder gerade wegen seiner stereotypen Charaktere eine für die folgende Geschichte notwenige Verschiebung des klassischen Bildes von Gut und Böse. Einen ähnlichen Ansatz, was die Nachvollziehbarkeit eines Amoklaufes anbelangt, bot seinerzeit auch Joel Schumachers Falling Down, der streckenweise bewusst ironisch den systematisch voranschreitenden Amoklauf seiner Hauptfigur portraitiert.

Bis zu seinem für Filmkenner schon recht früh erahnbaren Ende bietet Amok - He Was a Quiet Man eine interessante, ereignisreiche Story, bei der man laufend die Gefühle wechseln muss. Problematisch daran ist nur, dass sich der Film, um seinen tragikomischen Charakter zu entwickeln, teils auf recht kitschige und abgenutzte Motive einlässt, während er an anderer Stelle witzige, recht schwarzhumorige Ansätze bewusst mit Schlägen in die Magengrube bricht und so nur schwer ein ganzheitlich harmonischer Gesamteindruck entsteht. Besonders bei Effekten wie computeranimierten Explosionen fällt auch das verhältnismäßig kleine Budget auf, was jedoch das Gesamtbild nur unerheblich schmälert.

Schauspielerisch ist der Film durchgehend überzeugend. Besonders Christian Slater (True Romance) begeistert und liefert mit Abstand eine der besten Leistungen seiner Karriere ab. Aber auch die restlichen Darsteller, wie beispielsweise William H. Macy (Fargo - Blutiger Schnee) als Geschäftsführer oder Elisha Cuthbert (House of Wax) als seit dem Amoklauf behinderte Kollegin, wissen zu gefallen. Trotz einiger Schwächen ist das Gesamtwerk derart gelungen inszeniert und mit schönen, kreativen Ideen durchsetzt, dass die Sichtung definitiv lohnenswert ist. Alles in allem für Freunde des etwas anderen Films auf jeden Fall empfehlenswert.



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