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Klitschko

(Klitschko, 2011)

Durchschnittliche Redaktionswertung

70%



Inhalt

Der Dokumentarfilm beleuchtet den Werdegang von Vitali und Vladimir Klitschko, die es aus ärmlichen Verhältnissen in der Ukraine zum berühmtesten Brüderpaar im Boxsport gebracht haben. Im Laufe des Films kommen viele aktuelle und ehemalige Wegbegleiter wie Trainer, Gegner und sogar ihre Eltern zu Wort und so beleuchtet die Dokumentation, auch anhand bislang unveröffentlichtem Materials, neben ihrer einmaligen sportlichen Karriere auch die eher unbekannte private Seite der beiden Akademiker.

Kritik

von Florian Tritsch

Wertung Kritik

70%

Mit seiner Dokumentation über Vitali und Wladimir Klitschko, das wohl bekannteste Brüderpaar des Boxsports, nahm sich Regisseur Sebastian Dehnhardt sehr viel vor. Und genau das ist das Problem des Films, denn leider bricht er unter seiner Erzähllast zusammen und wirkt über die Dauer seiner Laufzeit hinweg völlig konzeptlos. Einzig die Boxszenen sind hervorragend eingefangen und lassen die Dokumentation in der Gesamtwertung positiv erscheinen.

Bild aus Klitschko Regisseur Sebastian Dehnhardt wollte mit Klitschko viel zeigen. Zum einen sollte der Aufstieg der beiden boxenden Jungs aus armen Verhältnissen zu den Königen des Boxsports als filmisches Märchen erzählt werden. Zum anderen wollte er auch auf die Unterschiede eingehen vom Übergang von Ost nach West, welchen die Brüder hautnah erlebten. Und als wenn dies nicht schon genug Stoff gewesen wäre, sollten auch die Unterschiede der beiden Brüder und natürlich das Familienleben thematisiert werden.

Diese breite Palette an Themen wäre für sich vielleicht noch nicht einmal das Problem, würde der Erzählstil stimmen, doch leider bewegt sich die Dokumentation ziemlich planlos durch die Zeit und scheint nicht wirklich einem roten Faden zu folgen. So beginnt sie an einem durchaus als beliebig zu bezeichnenden Punkt in der Profikarriere der beiden Brüder, um dann wieder in die Kindheit zurück zu kehren, bis sie dann irgendwann letztendlich an dem Zeitpunkt ankommt als die Beiden Weltmeister wurden. Innerhalb dieses schon nicht ganz nachvollziehbaren zeitlichen Rahmengestells springt Dehnhardt zwischen den Zeiten und Themen hin und her, dass es einem als Zuschauer gar nicht möglich ist, sich richtig auf den Film einzulassen. Teilweise lassen einzelne Szenen zwar Gefühl durchschimmern oder regen zum schmunzeln an, jedoch macht ein Schnitt zu einem völlig anderen Thema, der meist aus dem nichts kommt, das alles wieder zunichte, weshalb Klitschko eher wirkt wie planlos montiertes Stückwerk, anstatt die großartigen neuen Einblicke zu gewähren, die versprochen werden.

Dehnhardt zeigt Archivaufnahmen und lässt die Familie, ehemalige und aktuelle Wegbegleiter und Gegner, Boxexperten und natürlich die Klitschkos selbst zu Wort kommen. Leider nimmt man sich auch nicht die Zeit, die Personen richtig einzuführen. Auch hier hat man das Gefühl, dass alles einfach irgendwie schnell abgekanzelt werden sollte. Nur wenige Namen werden überhaupt eingeblendet, weshalb man sich als unkundiger Zuschauer recht schnell ziemlich ausgeschlossen fühlt.

Was dem Film jedoch zugute kommt sind die, immer wieder eingefügten, erstklassig fotografierten Kampfszenen, die mit speziellen High-Speed Kameras gefilmt wurden. Diese verhelfen der Dokumentation auch zu ihrer deutlich positiveren Wertung, denn letztlich sind die Kampfszenen bei einem Film über Boxer nun einmal einfach das Wichtigste. Doch auch wenn Dehnhardts Werk immer wieder durch diese Boxszenen aufgewertet wird, bleibt Klitschko letztlich ein reines, leider auch unkritisches, Fanwerk, das nicht wirklich neue Einblicke liefert, aber zumindest alle Klitschkofans, zumindest weitgehend, gut unterhält.

Keine weitere Wertung


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