Paranormal Activity - Tokyo Night Poster

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Paranormal Activity - Tokyo Night

(Paranomaru akutibiti: Dai-2-sho - Tokyo Night, 2010)

Dt.Start: nicht bekannt
DVD: 22. Juli 2011
Premiere: 20. November 2010 (Japan)
FSK: ab 16 Genre: Horror, Thriller
Länge: 87 min Land: Japan
Darsteller: Aoi Nakamura (Koichi Yamano), Noriko Aoyama (Haruka Yamano)
Regie: Toshikazu Nagae
Drehbuch: Toshikazu Nagae


Inhalt

Seit einem Autounfall während einer Amerikareise ist die junge Tokioterin Haruka an den Rollstuhl gefesselt. Vom vielbeschäftigten Vater vernachlässigt, kümmert sich allein ihr Bruder Koichi um sie. Auch als sich rätselhafte, unerklärliche Geschehnisse im Haus der Geschwister ereignen, weicht er nicht von der Seite seiner Schwester. Das ganze Haus mit Videokameras versehen, ist Koichi fest entschlossen, dem dämonischen Spuk auf den Grund zu gehen, und stößt dabei auf ein erschreckendes Geheimnis.
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Durchschnittliche Redaktionswertung

Paranormal Activity - Tokyo Night hat eine durchschnittliche Redaktionswertung von 68%
Keine weitere Wertung

Kritik

von Carmen Porschen
Paranormal Activity - Tokyo Night hat eine Wertung von 68%
Nachdem asiatische Horrorfilme bereits so einige Male als Vorlage für amerikanische Nachdrehs dienten, wurde das Prinzip nun mal umgedreht: Der Low-Budget Erfolg Paranormal Activity wurde nun vom japanischen Regisseur Toshikazu Nagae neu aufgelegt. Dabei ist es ein Geschwisterpaar, das unheimliche Begebenheiten im Haus feststellt und dem mit Videoaufnahmen auf den Grund gehen will. Da die Idee bereits bekannt ist, überzeugt der Film nicht völlig; aber Schreckmomente und ein gutes Ende können zumindest zeitweise überzeugen.

Bild aus Paranormal Activity - Tokyo Night Im Jahr 2007 kam ein Mysteryfilm in die Kinos, der hohe Wellen schlug - extrem geringes Budget, aber eine ganz große Wirkung durch minimalistischen Einsatz. Was an Blair Witch Projekt erinnert, hatte von nun an einen neuen Namen: Paranormal Activity. Dieser Film spaltete die Zuschauer, denn was die einen öde fanden, war für den Rest Horror pur und Grund für schlaflose Nächte. Dass der Erfolg eines solchen Filmes ausgeschlachtet wird, ist sicher keine Überraschung. Inzwischen gibt es einen zweiten und einen dritten Teil - und zudem eine japanische Variante. Die Asiaten von der Insel drehten den Spieß einfach um: Waren sie es sonst, die Steilvorlagen für Horrorkost lieferten und mit der The Ring-Reihe und The Grudge ganz neue Impulse ins Hollywood-Kino brachten, so bedienen sie sich diesmal beim Erfolgsrezept eines amerikanischen Filmes.

Immerhin machte sich Regisseur Toshikazu Nagae die Mühe, den Inhalt der Ami-Vorlage ein wenig abzuändern. Hier sind es die Geschwister Koichi und Noriko, die notgedrungen vorübergehend zusammen wohnen müssen, da Noriko sich bei einem USA-Besuch beide Beine gebrochen hat und nun auf Hilfe angewiesen ist. Dieser Ausland-Aufenthalt ist wohl auch der Grund für die unheimlichen Geschehnisse, die sich fortan ereignen und die Koichi mit seiner Videokamera aufzeichnet. Um genau zu sein filmt er - ähnlich wie im Original - nur kleine Hinweise. Hier ein Rumsen, da eine kleine Bewegung - mehr ist es die meiste Zeit des Filmes nicht. Was sich dadurch bei den Protagonisten abspielt, ist der eigentliche Plot. Was Koichi - wieder dem Original sehr ähnlich - unbedingt näher ergründen will, ruft in Noriko eher Unbehagen hervor. Darunter leidet auch die Beziehung der beiden Geschwister zueinander.

Über 90 Minuten steigert sich diese Geschichte von unheimlichen dämonischen Kräften. Während im US-amerikanischen Original auch Zeit dafür verwendet wird, die Ursache der Mächte zu erklären, die das Pärchen heimsuchen, werden die Phänomene hier einfach so stehen gelassen. Ob das nun besser oder schlechter ist, bleibt Geschmackssache. Aber letztlich ist Paranormal Activity - Tokyo Night nur eine aufgewärmte Version des Originals. Wer das kennt, wird im Japan-Remake wenig Überraschendes oder Innovatives erkennen. Die ein oder andere Szene schafft es zwar schon, einen Schauer über den Rücken zu jagen, aber letztlich ist die Idee bereits ziemlich verbraucht. Das Ende ist hier lobend zu erwähnen. Denn während in Paranormal Activity hier für Fans des subtilen und eher verborgenen Horrors einiges kaputt gemacht wird, schafft die Japan-Variante einen ansehnlichen Showdown, ohne zu dick aufzutragen oder zu viel zu zeigen.

Den Japanern hat die angepasste Variante offenbar gefallen, denn es ist bereits Paranormal Activity - Tokyo Night 2 in Planung. Das US-amerikanische Original liegt mit zwei Fortsetzungen allerdings noch vorne. Aber ähnlich wie bei vielen Fortsetzungen von Horror- und Mysteryfilmen ergibt sich das Problem, dass der Reiz des Neuen und Innovativen schnell verloren geht. Was im ersten Teil noch gut funktioniert, ist im Remake schon nicht mehr so spannend. Vielleicht hat es die Asia-Variante daher auch etwas schwerer bei allen, die das Konzept bereits kennen. Dennoch hat Paranormal Activity - Tokyo Night ebenfalls ein paar nette Schreckmomente und eigene Ideen. Das unheimliche Etwas nistet sich immer mehr im Haus der Geschwister ein. Vor allem das Ende kann punkten und zeigt, dass die Japaner einfach etwas von Horrorfilmen verstehen.



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