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Kein Mittel gegen Liebe

(A Little Bit of Heaven, 2011)

Durchschnittliche Redaktionswertung

47%



Inhalt

Marley ist eine lebensfrohe Frau. Doch dann erfährt sie eines Tages, dass sie an wohl unheilbarem Darmkrebs leidet. Zum ersten Mal muß Sie sich mit unschönen Gedanken und Gefühlen auseinandersetzen. Ausgerechnet jetzt verliebt sie sich auch noch unsterblich in ihren Arzt.

Kritik

von Daniela Panzitta

Wertung Kritik

55%

Die Diagnose Krebs ist auch heutzutage noch sehr häufig ein Todesurteil. Auch wenn es Therapien gibt, die teilweise sehr gut ansprechen, können bestimmte Arten von Krebs nicht geheilt werden, es kann nur noch dafür gesorgt werden, dass die Patienten einen angenehmen Abschied erleben. Für viele beginnt ab diesem Moment ein neues Leben, in dem sie versuchen, noch einmal alles nachzuholen, was sie bisher nicht erlebt haben. So auch im Film Kein Mittel gegen Liebe, in dem Kate Hudson mit der unheilbaren Krankheit zu kämpfen hat. Auch wenn die Schauspielerin ihre Sache zwar ziemlich gut und emotional berührend macht, ist die Art der Geschichte sicherlich nicht jedermanns Sache, was leider deutliche Abzüge in der Gesamtwertung gibt.

Bild aus Kein Mittel gegen Liebe Kate Hudson hat bereits mehrfach bewiesen, dass sie in romantischen Komödien, wie beispielsweise Wie werde ich ihn los - in 10 Tagen?, überzeugen und amüsieren kann. Für Kein Mittel gegen Liebe begibt sie sich auf eine andere Ebene. Sie spielt Marley, eine Power-Frau, die keinen festen Mann an ihrer Seite braucht, sich durch die harte Businesswelt kämpft und mit ihrem Leben dabei scheinbar sehr glücklich ist. Doch so einiges ändert sich, als sie die harte Diagnose Darmkrebs erhält. Ein wenig versüßt wird ihr die ganze Sache dadurch, dass sie mit Julian Goldstein einen überaus ansehnlichen jungen Arzt erwischt hat. Die Verbindung der beiden entwickelt sich bald weit über eine Patient-Arzt-Beziehung hinaus. Sie werden ein Paar und Julian begleitet Marley auf ihrem letzten Lebensweg.

Grundsätzlich ist in diesem Film eines vorprogrammiert: Tränen. Das liegt zum einen an der traurigen Thematik, zum anderen aber auch an dem sehr emotionalen Spiel des Cast. Da ist es fast schon schade, dass die Geschichte, die der Film erzählt, auf diese kitschige Weise angelegt ist. Es mag durchaus vom Geschmack des Zuschauers abhängen, wie stark dieser Aspekt ins Gewicht fällt oder ob er überhaupt auffällt. Fakt ist allerdings, dass man für Kein Mittel gegen Liebe äußerst kitschresistent sein muss und sich über die Plausibilität und tiefere Bedeutung der Geschichte keine Gedanken machen darf.

Wie sonst soll man es ertragen, dass eine Frau, die als erfolgreiche Karrierefrau eingeführt wird, plötzlich im Angesicht des Todes nur noch eines möchte: eine feste Beziehung. Passenderweise erweist sich auch direkt der behandelnde Arzt, der ihr die schreckliche Nachricht überbringen muss, als der Richtige, obwohl sie zuvor in ihrem Leben noch nie einen Typen gefunden hat, der für sie mehr als nur ein Betthase war. Aber gut, Wunder geschehen nun mal. Vor allem, wenn man die höchste Instanz der christlichen Weltanschauung in Form von Whoopi Goldberg hinter sich hat. Da hat man schnell mal drei Wünsche frei, die einem die verbleibende Lebenszeit doch noch ein wenig versüßen.

Schade eigentlich, dass der Film in diese Richtung abdriftet, hat er doch recht frech und interessant begonnen. Der Charakter Marley hat zu Beginn überhaupt nichts Spießiges oder Konservatives an sich. Sie ist frech, hat Ellbogen und lebt das Leben, so wie es ihr passt. Auch nach der Diagnose hat sie noch derartige Züge, wird aber leider zu schnell in diese kitschige Schablone gepresst. Wir erleben mit, wie sie Konflikte mit ihren Eltern zu lösen versucht und verschiedene Therapiemaßnahmen ausprobiert. Außerdem erfahren wir, wie sie sich auf den Abschied vorbereitet. Marley wandelt sich verständlicherweise im Laufe der Zeit. Sie wird ruhiger, bodenständiger und lernt, Dinge anders zu sehen. Würde sie nicht so sehr in die Schublade der "braven Hausfrau mit Mann" gepresst, hätte der Film sicherlich noch interessantere und tiefergehende Aspekte thematisieren können.

Im Endeffekt bleibt ein dramatischer Film über den Abschied aus dem Leben mit ein paar komödiantischen Zügen. Die Figuren sind dabei alle weitestgehend nachvollziehbar, zumindest im Rahmen ihrer Möglichkeiten, und bleiben durchweg sympathisch. Vor allem Kate Hudson macht ihre Sache gut und wird dabei vom Rest der Crew tatkräftig unterstützt. So entwickelt sich zwar nicht ganz das Heulpotential eines P.S. Ich liebe Dich, doch die ein oder andere Träne lässt sich durchaus blicken.

Kurzkritik

von Matthias Pasler

Wertung Kurzkritik

39%

Eine lebenslustige Frau voller Witz, die die Diagnose Krebs bekommt. An sich keine besondere Ausgangslage. Die Idee, dass sie die Krankheit aber definitiv nicht überleben wird und ihre letzte Lebenszeit mit Humor, Freunden und Liebe füllen möchte, ist da schon etwas ambitionierter. Doch leider funktioniert das Konzept in dieser Form überhaupt nicht. Grundsätzlich bleibt Kein Mittel gegen Liebe vor allem eines: zu oberflächlich. Die Liebe kommt zu schnell, die Fügung ins Schicksal, das zwar immer wieder betont, aber schnell kaum noch thematisiert wird, ebenso. Ein paar Konflikte müssen auch noch geschaffen werden, damit sie kurz vor dem Tod noch bereinigt werden können, also zerstreitet sich Kate Hudsons Marley noch mal eben mit (wirklich all) ihren Mitmenschen, um sich kurz danach wieder zu entschuldigen. Und der Zuschauer fragt sich nur, was jetzt überhaupt das Problem war. So plätschert der Film schließlich seine Spiellänge über dahin, ohne auch nur das kleinste bisschen an Emotionen zu wecken. Höchstens Kate Hudon und der überaus charmante Gael Garcia Bernal (Babel, Briefe an Julia) können halbwegs unterhalten.



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