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Destination Death

(Smile, 2009)

Dt.Start: nicht bekannt
DVD: 07. Juli 2011
Premiere: 28. August 2009 (Italien)
FSK: ab 18 Genre: Horror
Länge: 80 min Land: Italien, UK
Darsteller: Armand Assante (Tollinger), Harriet MacMasters-Green (Clarissa), Antonio Cupo (Tommy), Manuela Zanier (Angelica), Mourad Zaoui (Rasheed), Robert Capelli Jr. (Paul), Giorgia Massetti (Jameela), Tara Haggiag (Geneva), Rabie Kati (Hunter)
Regie: Francesco Gasperoni
Drehbuch: Francesco Gasperoni


Inhalt

Auf nach Marokko: Eine Gruppe Teenager fährt in den Urlaub. Auf einem Bazar kaufen sie sich eine Polaroid Kamera und machen gegenseitig Fotos voneinander. Doch irgendetwas stimmt nicht. Es geschehen Dinge, die nicht sein sollten - der Tod folgt ihnen. Sie versuchen, schnell die Ursache für die mysteriösen Umstände aufzuklären, um nicht selbst dem Tod zu begegnen.
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Durchschnittliche Redaktionswertung

Destination Death hat eine durchschnittliche Redaktionswertung von 14%
Keine weitere Wertung

Kritik

von Kurt Meinicke
Destination Death hat eine Wertung von 14%
Es sollte wohl ein italienisches Lebenszeichen im Horror-Genre sein, doch was im Falle von Destination Death dabei herausgekommen ist, muss man leider als auf der ganzen Linie gescheiterten Versuch ansehen. Die interessante und ausbaufähige Grundidee wird durch eine uninspirierte Inszenierung, lachhafte Dialoge, schlechte Darsteller und viel Langeweile komplett zunichtegemacht. Zu viel wird von Anfang an verraten, weswegen bis zum Schlussgag kaum etwas Interessantes passiert. Dieser kann aber das vorher Gesehene auch nicht mehr retten, weswegen man hier durchaus von einem Totalausfall sprechen kann.

Bild aus Destination Death Es ist immer wieder lustig und faszinierend zu sehen, wie auf DVD-Covern reißerische Texte und Zitate zum Kauf animieren sollen. So steht auf der Hülle von Destination Death (welcher im Original einfach "Smile" heißt): "Final Destination trifft auf Freitag, der 13.", was natürlich das Interesse eines jeden Horror-Fans wecken dürfte. Wenn man den Film dann allerdings gesehen hat, kommt man nicht umhin, der Marketing-Abteilung des Herausgebers zu ihrer blühenden Fantasie zu gratulieren! Zugegeben, ein Element aus Final Destination 3 ist tatsächlich vorhanden - oder wurde besser gesagt schamlos kopiert - aber damit wurden restlos alle Gemeinsamkeiten bereits genannt.

Die Studentin und begeisterte Fotografin Clarissa unternimmt mit ein paar Freunden eine Reise nach Marokko, um dort Land und Leute kennenzulernen. Dabei fotografiert sie so ziemlich alles, was ihr vor die Linse kommt. Dies passt natürlich nicht allen abgelichteten Objekten, und so kommt es zu einem Zwischenfall, nach welchem Clarissa sich auf einem Bazar eine neue Kamera kaufen muss. Ein mysteriöser Mann dreht ihr dort für kleines Geld eine alte Sofortbildkamera an, und schon kann die Rundreise durch wenig bewohnte Gebiete weiter gehen. Plötzlich stirbt unterwegs jedoch ein Gruppen-Mitglied nach dem anderen, und schon bald ist klar, dass die Kamera etwas damit zu tun haben muss. Leider bleibt den Reisenden aber inzwischen nicht mehr viel Zeit, das Geheimnis zu lüften, denn der Sensenmann streckt bereits nach jedem von ihnen seine Finger aus.

Die Handlung wäre nicht uninteressant, würde man das Geheimnis um die Kamera nicht viel zu früh lüften. So ist im Grunde schnell alles klar und man wartet nur noch darauf, dass die Protagonisten auch endlich mal merken, was gespielt wird. Dabei werden weitere Rätsel in das Geschehen gemischt, wobei diese aber später keinerlei Bedeutung mehr haben und die auch nie aufgelöst werden. Die Darsteller rennen dabei ziellos durch einen Wald, finden hier und da eine Leiche und verhalten sich mal panisch und im nächsten Moment wieder übermäßig cool. Overacting ist an der Tagesordnung, und die zum Teil hirnverbrannten Dialoge werden einfach nur runtergeleiert (wobei es keine Rolle spielt, ob man die deutsche oder die englische Synchronisation - mehr ist auf der DVD nicht zu finden - auswählt).

Wenn die Darsteller schon nicht überzeugen können, und sich die Handlung dermaßen durchsichtig und banal präsentiert, wünscht man sich wenigstens eine solide Inszenierung. Doch auch hier kann nicht gepunktet werden: Neben dem völligen Fehlen jeglicher Spannung, wirkt die Regie genau so veraltet wie der gewählte Score, und die wenigen Gore-Effekte bewegen sich auf Amateur-Niveau. Todesszenen - also eben die Szenen, von welchen die Final Destination-Reihe hauptsächlich lebt - gibt es kaum zu sehen, und so werden die Unfälle meist nur mündlich kommuniziert. Auch wollen wir die Szene nicht unerwähnt lassen, in welcher zwei der männlichen Protagonisten miteinander kämpfen: Plötzlich werden beide im exakt gleichen Moment voneinander weg geschleudert als würde sich zwischen ihnen ein unsichtbarer Dritter befinden. Leider handelt es sich dabei aber nicht um eine überraschende Entwicklung der Handlung, sondern nur um ein paar Darsteller, welche die Kampf-Choreographie nicht auf die Reihe gekriegt haben. Dass so etwas dann auch noch im fertigen Film zu sehen ist, deutet nicht unbedingt auf eine große Sorgfalt hinter der Kamera hin, passt aber wiederum zu dem Eindruck, welchen eben auch der restliche Film hinterlässt.

Auch wenn Regisseur und Drehbuchautor Francesco Gasperoni den Zuschauer am Ende mit einem netten und gelungenen Schlussgag aus seinem Werk entlässt, so gibt es abgesehen von diesem und der Grundidee leider trotzdem nichts, was man loben könnte. Die eigentlich kurzen 80 Minuten Laufzeit fühlen sich an wie mehrere Stunden, und es kann jedem Horrorfan nur gewünscht werden, dass er nicht in die Marketing-Falle von Destination Death fällt ... und falls doch, dass er dabei wenigstens nicht auch noch fotografiert wurde!



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