DIE! - Ein Spiel auf Leben und Tod ist ein Film von vielen, die auf der SAW-Welle schwimmen - und nicht einmal der schlechteste davon. Doch können weder die bemühten Darsteller noch die stimmige Inszenierung von Dominic James über die zahlreichen Logiklöcher hinwegtrösten, die das Drehbuch hinterlässt.
Als James Wan und Leigh Whannell im Jahre 2003 die SAW-Reihe starteten, konnte wohl niemand ahnen, wie erfolgreich sie damit sein würden, und was für eine Welle von Fortsetzungen und Nachahmer sie damit lostreten würden. Nun kommt also mit DIE! - Ein Spiel auf Leben und Tod eine italienische Version als DVD Produktion in unsere Läden.
Das Drehbuch von Domenico Salvaggio und Nick Mead weist, wie bereits erwähnt, nicht wenige Ähnlichkeiten mit SAW auf, weshalb man spätestens, nachdem alle Opfer eingesperrt wurden, im Großen und Ganzen sofort weiß, auf was alles hinauslaufen wird. Zudem gibt der Film auch keine wirkliche Identifikationsfigur her, weshalb einem alles, was passiert, relativ egal bleibt. Ein zweites Problem des Drehbuchs sind die vielen kleinen Logiklöcher, wie Beispielsweise die Frage, wieso der Kidnapper ausgerechnet diese Gruppe ausgewählt hat, und woher er weiß, dass alle vor der Entführung in der gleichen Nacht versucht haben, sich umzubringen.
Regisseur Dominic James gleicht diese deutlichen Drehbuchschwächen jedoch mit einer gelungenen Inszenierung, zumindest Stückweise, wieder aus. Neben dem zügigen Erzähltempo wirken die Morde zu keinem Zeitpunkt unrealistisch oder übertrieben. Gerade diese geringe Brutalität hebt DIE! - Ein Spiel auf Leben und Tod deutlich von anderen Filmen mit der nahezu gleichen Ausgangssituation ab und sorgt dafür, dass wenigstens ein bisschen Atmosphäre aufkommt, was den Film in der Wertung noch einmal einen kleinen Schwung nach oben versetzt.
Die Darsteller haben zwar meist keine wirkliche Gelegenheit, viel Können zu zeigen, jedoch holt der mit Ausnahme von Bond-Girl Caterina Murino (Casino Royale), recht unbekannte Cast verhältnismäßig viel aus den ziemlich eindimensionalen Rollen heraus, die das Drehbuch für sie hergibt.
Letztlich muss man dem Film zu Gute halten, dass er nicht in einen hohlen Slasher abdriftet, sondern durchaus versucht, den Weg eines intelligenten Horror-Thrillers zu gehen. Allerdings sind die deutlichen Logikschwächen des Drehbuchs durchaus ein Problem, über das weder die bemühten Darsteller noch die durchaus gelungene Regie hinwegtäuschen können.