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Packende Verfilmung des gleichnamigen Robert Ludlum Romans über einen Geheimagenten, der sein Gedächtnis verloren hat und sich über seine außergewöhlichen Fähigkeiten wundert.
Derzeit hat die CIA einen Stammplatz in Kinofilmen: Erst Der Anschlag, dann Bad Company - Die Welt ist in guten Händen, und jetzt kommt mit Die Bourne Identität ein weiterer CIA-Film in die Kinos. Hierbei handelt es sich um die Verfilmung des Romans von Robert Ludlum, wie es bereits 1988 für das amerikanische Fernsehen unternommen wurde. Statt Richard Chamberlain spielt hier aber Good Will Hunting-Star Matt Damon Jason Bourne, der unter einer totalen Amnesie leidet und verfolgt wird. Unterstützung auf der Identitätssuche erhält er von der Deutschen Marie Kreutz, die von Franka Potente glänzend verkörpert wird.
Der Schauplatz für das erste richtig große Projekt für Swingers-Regisseur Doug Liman ist Europa. Ein Mann wird von Fischern in einer dramatischen Rettungsaktion - es stürmt auf hoher See - an Bord gebracht. Aus seinem vorherigen Leben sind ihm lediglich zwei Schusswunden im Rücken und ein Implantat mit einer schweizer Kontonummer geblieben - er kann sich an rein gar nichts mehr erinnern. Er weiß nicht einmal mehr, wer er ist. So bald wie möglich macht er sich also auf den Weg zu jener Schweizer Bank, von der die Kontonummer stammt. Hier erfährt er, dass "Jason Bourne" sein Name zu sein scheint - das Schließfach läuft zumindest auf diesen Namen. Das Schließfach enthält eine große Menge Geld in verschiedensten Währungen, mehrere Ausweise von unterschiedlichster Nation und eine Pistole. Bourne bemerkt, dass er nach dem Verlassen der Bank von schweizer Polizisten verfolgt wird, woraufhin er sich in das US-Konsulat flüchtet. Bald ist man auch dort hinter ihm her, doch ihm gelingt es zu flüchten, und er bietet der Deutschen Marie Kreutz (Franka Potente) eine hohe Summe an, wenn diese ihn nach Paris bringe, wo er Hinweise auf seine Identität vermutet. Es beginnt eine Hetzjagd der CIA auf die beiden, die sich langsam näher kommen.
Doug Liman, der mit Go und Swingers auf sich aufmerksam machen konnte, liefert mit Die Bourne Identität einen spannenden actionreichen Agententhriller ab, der geschickt das recht hohe Tempo variiert, und es somit versteht, den Zuschauer in seinen Bann zu ziehen. Die Inszenierung des Films lehnt sich stark an Genrevertreter der späten 70er Jahre an, was durch die eher konservative Regiearbeit, die auf eine gewisse Natürlichkeit und Einfachheit baut, verstärkt zur Geltung kommt. Die Action-Sequenzen sind routiniert inszeniert, und die lange Verfolgungsjagd gehört mit zu den besten, die man in der letzten Zeit zu sehen bekam. Dennoch wirkt der Film ein wenig inhaltsleer, auch wenn die Storygrundstruktur gefällt. Man hat immer das Gefühl zu wissen, was folgen wird. So beginnt der Film bisweilen ein wenig belanglos zu wirken. Dies macht zum einen die originelle Inszenierungsweise, zum anderen die gute Besetzung wett: Matt Damon liefert eine seiner besten Leistungen ab und Franka Potente ist einfach die perfekte Schauspielerin für die Rolle der Marie Kreutz. Mit dieser Leistung dürfte sie in Hollywood richtig auf sich aufmerksam gemacht haben. Insgesamt hinterlässt Die Bourne Identität einen guten Eindruck als ein Action-Thriller, der einen unterhaltsamen Kinoabend garantiert. |