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Sex On The Beach

(The Inbetweeners Movie, 2011)

Dt.Start: 02. Februar 2012 Premiere: 17. August 2011 (Irland)
FSK: ab 16 Genre: Komödie
Länge: 96 min Land: UK
Darsteller: Simon Bird (Will McKenzie), James Buckley (Jay Cartwright), Blake Harrison (Neil Sutherland), Joe Thomas (Simon Cooper), Laura Haddock (Alison), Emily Head (Carli D'Amato), Tamla Kari (Lucy), Jessica Knappet (Lisa), Lydia Rose Bewley (Jane), Theo Barklem-Biggs (Richard)
Regie: Ben Palmer
Drehbuch: Iain Morris, Damon Beesley


Inhalt

Zur Feier ihres Schulabschlusses fliegen die vier Außenseiter Will, Jay, Neil und Simon nach Kreta. Doch statt einem Luxushotel mit hinreißenden Bikinischönheiten finden sie nur eine üble Absteige vor. Davon lassen sich die "Party-Boys" aber den Spaß nicht verderben und so gilt weiterhin das Motto "Wer sich erinnert, war nicht dabei". Der Erfolg bei den Frauen hält sich dabei aber leider in Grenzen - bis sie vier Touristinnen kennen lernen...
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Durchschnittliche Redaktionswertung

Sex On The Beach hat eine durchschnittliche Redaktionswertung von 35%
Keine weitere Wertung

Kritik

von Markus Ostertag
Sex On The Beach hat eine Wertung von 35%
In Großbritannien sind die Inbetweeners als Serie auf der ganzen Insel bekannt - der Kinofilm ist daher also nur die notwendige Konsequenz auf den TV-Erfolg. Inwiefern man im bisher unbeackerten Deutschland in den Kinos also punkten kann, wird man sehen müssen. Sex on the Beach erfreut sich nicht nur an einem sehr kreativen Titel, sondern hat auch einen besonderen Humor, der dem Zuschauer einiges abverlangt, vor allem, weil die Charaktere hier zu Lande eben nicht durch eine Serie eingeführt sind.

Bild aus Sex On The Beach In Großbritannien sind die Inbetweeners mit bereits drei Staffeln und einigen Awards äußerst erfolgreich. Dennoch schwappte die Serie noch nicht nach Deutschland über, und so muss der Kinofilm ganz ohne die Hintergründe über die Außenseiter Will, Neil, Simon und Jay auskommen. Genau hier beginnt auch der vermutlich schwierigste Part für den deutschen Zuschauer, denn ohne die skurrilen Charakterzeichnungen wirkt Sex on the Beach (Danke an den deutschen Verleih für diesen tollen Titel!) sehr flach und ist nur für eine enge Zielgruppe überhaupt tauglich.

Anfänglich sehen wir zwar quasi im Schnelldurchlauf, dass jeder so mit seinen eigenen Problemchen zu kämpfen hat und neben einer mangelnden Arbeitsmoral und einem gebrochenen Herzen auch etwas außergewöhnliche Arten der Masturbation ein Thema sind. Spätestens wenn dann aber die Reise nach Kreta angetreten wird, um den Schulabschluss gebührend zu feiern und mächtig auf die Kacke zu hauen, ist dem Zuschauer klar: Jeglicher gewünschter Tiefgang, Sinn oder Anspruch sollte ganz schnell vergessen werden!

Die Ballermann-Mentalität muss einem als Zuschauer nämlich definitiv liegen, sonst wird aus der Geschichte ganz schnell ein Rohrkrepierer, und da man die durchaus amüsanten Charakterzeichnungen als Nicht-Inbetweeners-Fan auch nur im Ansatz versteht, verbleibt es bei Alkoholexzessen und dem "Spaß", der sich daraus so entwickeln lässt. Sonderlich innovativ ist Erstlings-Regisseur Ben Palmer dabei aber nicht, denn mit American Pie hat man das alles schon mal gesehen - und das sogar mit mehr Ernsthaftigkeit und Anspruch! So bleibt einem das Lachen oftmals im Halse stecken, wenn die "Pussy Patrol"-T-Shirts ausgepackt werden und die dümmlich dargestellten Hauptfiguren ernsthaft glauben, damit bei den heißen Bikini-Mädels punkten zu können.

Die Kombination aus den Handlungssträngen Oma-Sex, zerbrochener großer Liebe und neunmalkluger Analyse der sexuellen Situationen muss man den Drehbuchautoren aber hoch anrechnen. Selten hat man bei einer Geschichte so viel Mut aufgebracht, denn dem Zuschauer wird einiges zugemutet - optisch und inhaltlich. So schreibt der PR-Begleittext zum Film "Im Mittelpunkt dieses erfolgreichen Cocktails aus wahnwitziger Situationskomik, brillantem Wortwitz und genau dem richtigen Schuss Sex Appeal stehen die Urlaubsabenteuer von vier Freunden [...]!" Wenn man es ironisch gemeint hätte, dann könnte man nicht widersprechen!

Auch wenn The Inbetweeners Movie in UK die erfolgreichste Komödie der letzten zehn Jahre ist, so kann das nicht darüber hinweg täuschen, dass man ohne die Serie nicht mehr hat als eine plumpe Geschichte mit sehr deftigem Humor, den der Magen erst mal verkraften muss. Wer dann zusätzlich durch die absolute Anspruchslosigkeit nicht abgeschreckt ist und jedes Jahr seinen Urlaub am Ballermann 6 verbringt, der wird vermutlich seinen Spaß haben. In einem Film, der eigentlich amüsante und witzige Figuren einer Serie so verheizt, wie man es selten in einer Kinoumsetzung erleben musste!



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