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The Devil Inside

(The Devil Inside, 2012)

Durchschnittliche Redaktionswertung

54%



Inhalt

Isabella Rossis Mutter ermordete nach einem Exorzismus drei Menschen. Jahre sind vergangen, und langsam regen sich in Isabella Fragen nach ihrer Mutter Maria und den damaligen Umständen ihrer Tat. Auf ihrer Suche nach Antworten begibt sich Isabella nach Rom, trifft auf Exorzisten und besucht eine Klinik - hier sitzt ihre Mutter in einem weißen Raum mit zerzausten Haaren auf einem Stuhl und schaut ihre Tochter mit durchdringenden Augen an.

Kritik

von Benjamin Schieler

Wertung Kritik

54%

Die Reise nach Rom wird für die Endzwanzigerin Isabella Rossi zum furchterregenden Date mit der eigenen Familiengeschichte. Ihre Mutter Maria sitzt dort seit 20 Jahren in einer Nervenheilanstalt, nachdem sie drei Menschen umgebracht hat, die sie einer Teufelsaustreibung unterziehen wollten. The Devil Inside wurde von den Kritikern in den USA schon im Januar als schlechtester Film des Jahres 2012 gehandelt. Das wird der Fake-Doku nicht gerecht. Erwarten sollte man sich von ihr trotzdem wenig.

Bild aus The Devil Inside "Ich habe drei Menschen getötet", stottert Maria Rossi (Suzan Crowley) ins Telefon. Sie hat den Notruf selbst gewählt. Das Ausmaß der Gewalt erschrickt die Beamten, die die Kamera durch das Haus der Rossis führen. Zwei Männer und eine Frau, alle Mitglieder der katholischen Kirche, liegen in ihrem Blut. Ein Jahr später wird Maria Rossi von einem Gericht wegen temporärer Unzurechnungsfähigkeit freigesprochen und in die Centrino-Klinik nach Rom eingewiesen. Fast zwei Jahrzehnte vergehen, bevor ihre Tochter Isabella (die Fernsehdarstellerin Fernanda Andrade) sich auf die Spuren von Maria macht. Von ihrem verstorbenen Vater hat sie erfahren, dass die Priester den Teufel austreiben wollten, von dem Maria besessen gewesen sei. Und Isabella muss vor den Toren des Vatikans feststellen, dass der Dämon noch nicht gewichen ist.

Mit einer Suggestion fängt alles an. Die katholische Kirche wolle nicht, dass dieser Film gezeigt wird, heißt es zu Beginn von The Devil Inside. Sie wolle es deswegen nicht, weil er sich so realistisch mit gängigen Praktiken des Exorzismus auseinandersetze, die von der Kirche am liebsten unter den Teppich gekehrt würden. Um den Schein zu wahren, präsentiert der Regisseur William Brent Bell (Stay Alive), der mit seinem Dauerpartner Matthew Peterman auch das Drehbuch schrieb, seinen Neuling als Fake-Doku. Und er verweist nach dem abrupten Ende des Films auf eine Homepage, auf der Kinogänger die laufenden Ermittlungen im angeblichen Rossi-Fall verfolgen können. Der Marketing-Gag erwies sich als Schuss in den Ofen, provozierte in den USA wütende Reaktionen und fügte sich ein in ein alles andere als schmeichelhaftes Gesamtbild bei Kritikern.

Durch den Anstrich des Realen soll die natürlich völlig fiktionale Geschichte an Spannung gewinnen. Gerade in einem Subgenre des Horrors, das darauf angewiesen ist, seinen Fans das Gefühl zu geben, sie würden Zeugen von Ereignissen, die ihnen theoretisch selbst widerfahren könnten, ist das wichtig. Seit 1973 mit Der Exorzist die Mutter aller Filme dieser Art in die Kinos kam, wurde das Thema immer wieder aufgegriffen, inspiriert zum Beispiel durch Fälle wie jener der Deutschen Anneliese Michel Mitte der 70er Jahre im fränkischen Miltenberg, auf dem sowohl Der Exorzismus von Emily Rose als auch Hans-Christian Schmids Requiem basiert.

Etwas Neues kann The Devil Inside dem bereits Gezeigten nicht hinzufügen. Doch bis zu einem gewissen Punkt funktioniert der mit weitgehend unbekannten Schauspielern besetzte Film trotzdem - sofern man seine Erwartungen von vornherein zurückschraubt. Das liegt auch daran, dass der Fake-Doku-Stil weniger nervt als befürchtet, teilweise sehr zurückgenommen wirkt und durch die Auseinandersetzung von neurologischen und psychiatrischen Störungen auf der einen, sowie übersinnlicher Phänomene auf der anderen Seite die Spannung aufrecht erhält. Als die Protagonistin Isabella und ihre drei Gefährten - ihr Kamermann und zwei junge Exorzisten - aber Gefahr laufen, im Kampf gegen den Teufel den Verstand zu verlieren, verspielt die Geschichte ihr Potenzial. Statt noch stärker auf das psychologische Element zu setzen, wird es blutig und stereotyp. Und kurz darauf sprintet der Film auch schon seinem Finale entgegen.

Keine weitere Wertung


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