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John Carter(John Carter, 2012)
| Dt.Start: |
08. März 2012
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Premiere: |
März 2012 (USA) |
| FSK: |
ab 12
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Genre: |
Action, Abenteuer, Sci-Fi |
| Länge: |
132 min
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Land: |
USA |
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Darsteller:
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Taylor Kitsch (John Carter), Lynn Collins (Dejah Thoris), Bryan Cranston (Powell), Mark Strong (Matai Shang), Ciaran Hinds (Tardos Mors), Dominic West (Sab Than), Willem Dafoe (Tars Tarkas), Thomas Haden Church (Tal Hajus), Samantha Morton (Sola), James Purefoy (Kantos Kahn), Polly Walker (Sarkoja), Daryl Sabara (Edgar Rice Burroughs), Don Stark (Dix) |
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Regie:
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Andrew Stanton |
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Drehbuch:
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Edgar Rice Burroughs, Andrew Stanton |
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 Inhalt
John Carter ist Kriegsveteran und will als Goldsucher einen Neuanfang wagen. Kurz nachdem er sich in eine geheimnisvolle Höhle flüchtet, findet er sich plötzlich auf dem Mars wieder. Der Planet steht kurz vor seinem Untergang, da die dortigen Stämme gnadenlos um die Vorherrschaft auf dem roten Planeten kämpfen. John wird von hünenhaften Kreaturen gefangen genommen und lernt kurz darauf die Marsianer-Prinzessin Dejah Thoris kennen. Um ihr und ihrem Stamm zu helfen, zieht er mit in den Krieg. |  |
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Durchschnittliche Redaktionswertung
Kurzkritik
von Florian Lieb
Disneys John Carter ist in seiner Summe ein imposantes und vergnügliches Fantasy-Epos, irgendwo zwischen Avatar und He-Man, dem man allenfalls vorwerfen kann, mehr in seinen zwei Stunden erzählen zu wollen, als ihm vielleicht gut tut. An der gelungenen Adaption von Pixars Andrew Stanton ändert dies allerdings wenig, da der Film neben einer spannenden neuen Welt mit sympathischen Figuren und überzeugenden Digitaleffekten (sowie einer zwar überflüssigen, aber nicht störenden 3D-Konvertierung) aufwartet. Edgar Rice Burroughs wäre mit dieser Verfilmung seiner 100 Jahre alten Debütgeschichte wohl mehr als zufrieden.
Kurzkritik
von Daniel Licha
Es ist ein Rätsel, warum John Carter von so vielen Filmkritikern im Vorfeld verrissen wurde. Vielleicht liegt es daran, dass er ein Hybrid vieler Vorbilder ist, so sind Anleihen an Star Wars oder Avatar deutlich zu erkennen, doch wird dies dem Film zu keinem Zeitpunkt zum Verhängnis. So merkt man durchaus, dass mit Andrew Stanton (Wall-E, Findet Nemo) jemand hinter der Kamera Platz nimmt, dem seine Figuren wichtig sind und der es versteht, eine abendfüllende Geschichte zu erzählen. Zugegeben ist nicht immer alles logisch, aber er schafft es dennoch, dass man über die komplette Laufzeit mit seinen Figuren mitfiebert. Eine weitere Stärke ist die Tatsache, dass die Hauptrollen mit unverbrauchten Gesichtern besetzt wurden, die wie die Faust aufs Auge passen. Optisch ist der Film, mit Ausnahme des schwachen 3D-Effekts, zudem ein wahres Fest - besonders was die Landschafts- und Figurengestaltung angeht. John Carter ist schön erzähltes Sci-Fi-Fantasy-Kino für die ganze Familie, so dass man sich den Film doch bitte durch die vielen schlechten Kritiken im Vorfeld nicht mies machen lassen sollte.
Kritik
von Markus Ostertag
Jeder kennt den Schriftsteller Edgar Rice Burroughs, schließlich hat er Tarzan erfunden. Unter (Comic-)Fans ebenfalls sehr bekannt ist auch seine Mars- bzw. Barsoom-Reihe, die jetzt von Pixar in John Carter den Weg auf die große Leinwand findet! Dass man bei 100 Jahre alten Comic-Geschichten nicht so genau auf Logik und Schlüssigkeit achten darf, sollte man vorweg nehmen, aber mit der entsprechenden Einstellung ist die Geschichte um den Erdling, der auf dem Mars zum Helden avanciert, einen Kinobesuch wert!
1912 erschien im The All-Story-Magazine die erste Geschichte von Captain John Carter, der durch den amerikanischen Bürgerkrieg schwere Schicksalsschläge hinnehmen musste und deswegen dem Krieg versucht fern zu bleiben. Durch einen Zufall kommt er in den Besitz eines Anhängers, der ihn auf die Marsoberfläche transportiert. Dort sieht er sich mit den gleichen Problemen konfrontiert wie auf der heimischen Erde: Er landet mitten im Krieg zwischen den verschiedenen Marsvölkern.
Wie vor allem bei so alten Sci-Fi-Comics und -Geschichten üblich und eigentlich selbstverständlich, muss man gerade in Sachen Storytelling ein paar Abstriche machen. In der jetzt vorliegenden Verfilmung haben die Drehbuchautoren um Andrew Stanton (Findet Nemo, Wall-E, etc.) ganze Arbeit geleistet. Nicht nur, dass sie das recht komplexe Völkergeflecht auf dem Mars verständlich abbilden konnten. Die sehr umfassende Geschichte auf etwas mehr als zwei Stunden einzudampfen und dennoch viel der Tiefe, die komplexen Charaktere und der Details zu übernehmen, ist eine wahrliche Meisterleistung.
Optisch muss man bei Pixar eigentlich kein weiteres Wort verlieren, denn der Zuschaueranspruch an die Animationsschmiede ist wieder gerechtfertigt. Die Effekte sind überzeugend und vor allem das Volk der grünen Marsmenschen ist durch die Größe, die vier Arme und der sonstigen Gestalt sehr beeindruckend. Etwas störend ist der 3D-Effekt, der eigentlich nicht notwendig gewesen wäre. In einigen Szenen ist es zwar nett anzusehen, aber einen echten Mehrwert gibt es für den obligatorischen Aufpreis nicht. Zudem hatte die gesehene Vorführung auch ein wenig mit Ghosting zu kämpfen, was zusätzlich für Unverständnis sorgte.
John Carter - Zwischen zwei Welten ist ein Streifen, der sich entgegen den Befürchtungen auch bei der sonst so patriotischen Seite stark zurück hält. Vor allem, da der Protagonist als Hauptmann des amerikanischen Bürgerkriegs durchaus einiges an Potenzial in dieser Richtung hätte. Hier beweisen die Drehbuchautoren gutes Fingerspitzengefühl, um den teils archaischen Umgang mit Menschen und Lebewesen deutlich, aber nicht zu stark zu porträtieren.
Insgesamt ist der neue Disney-Film ein kurzweiliger Streifen, der zwar mit über zwei Stunden durchaus einiges an Sitzfleisch erfordert, aber zu keinem Zeitpunkt echte Längen hat oder gar Langeweile aufkommen lässt. Wer mit der manchmal nicht ganz so überzeugenden Geschichte klar kommt und sich auf die Mars-Welt voll einlässt, den erwartet ein optisch ansprechendes Spektakel, das vor allem in den letzten 15 Minuten nochmal so an Fahrt aufnimmt und einen sehr zufrieden aus dem Kinosaal entlässt.  Weitere interessante Filme
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