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Marvel's The Avengers

(The Avengers, 2012)

Durchschnittliche Redaktionswertung

72%



Inhalt

Besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen. Dies findet Nick Fury von der internationalen S.H.I.E.L.D. - Agency, der aus lauter Superhelden eine besondere Truppe, The Avengers, formiert, um die Erde vor dem bösen Gott Loki und seinen Schergen zu schützen. Dessen Bruder Thor tritt ihm entgegen und hat mit Captain America, Iron Man, Black Widow und Hawkeye tatkräftige Unterstützung an seiner Seite. Der unglaubliche Hulk darf auch nicht fehlen.

Kritik

von Florian Lieb

Wertung Kritik

48%

Nach vier Jahren und fünf Filmen versammeln sie sich nun endlich, die Avengers. Waren die Vorläufer der Charaktereinführung untergeordnet, lässt Joss Whedon nunmehr die Action endgültig von der Leine. Szene auf Szene prügeln, schmeißen, springen, fliegen und schießen sich die Superhelden höher, schneller und weiter. Blöd nur, dass Marvel und Disney vergaßen, auf ihre Reise in die Blockbuster-Stratosphäre eine Handlung mitzunehmen.

Bild aus Marvel's The Avengers Jetzt, endlich, ist es soweit. Jeder Held und jede Sekretärin aus dem Avengers-Büro wurde, seit 2008 Iron Man die große Vorstellungsrunde begann, eingeführt. Okay, die Gründungsmitglieder aus dem Comic, Ant-Man und Wasp, haben es nicht in den finalen Film geschafft, aber irgendwann schien auch Marvel keinen Bock mehr gehabt zu haben, für jede Figur einen eigenen Prologfilm zu produzieren. Immerhin kostet jedes cineastische Bewerbungsgespräch knackige 150 Millionen Dollar - Marketingkosten nicht berücksichtigt. Stattdessen kommt also nun The Avengers, mit 220 Millionen Dollar etwas teurer produziert, dafür aber vollgestopft mit Superhelden und Hollywood-Stars. Total super, oder?

Das Problem war nur, wie das Ergebnis strukturiert werden würde. Denn im Gegensatz zu den beiden Iron Man-Filmen liefen die anderen Avenger-Helden zwar solide, aber nicht überragend. Das Reboot Der unglaubliche Hulk spielte kaum mehr ein als der vielgescholtene Hulk von Ang Lee, während Captain America - The First Avenger etwas mehr als die Hälfte von Iron Man 2 einbrachte. Wie passend, dass selbst in den USA Thor erfolgreicher lief als der Käpt'n. Es oblag also nun Joss Whedon, dafür zu sorgen, dass The Avengers nicht zu Iron Man & Friends verkommen würde. Bezeichnend, dass dies dennoch der Fall ist. Und im Grunde auch zurecht.

Robert Downey Jr. und sein Tony Stark sind der große Trumpf dieses Films. Egomanisch, egozentrisch und damit quasi die fleischgewordene Inkarnation Hollywoods. Kein Wunder ist es Tony Stark alias Iron Man, dem die Glanzlichter des Films gehören. Während Stark für den comic relief sorgt, indem er sich verbale Scharmützel mit dem steifen Steve Rogers liefert oder Bruce Banner und Gegenspieler Loki neckt, obliegt es Iron Man, die Kohlen aus dem Feuer zu holen, wenn seine Kollegen überfordert sind. Man wird folglich das Gefühl nicht los, hier irgendwie einen Füllfilm zwischen Teil 2 und 3 von Iron Man zu sehen. Denn im Grunde werden Captain America und Co. nicht für The Avengers gebraucht.

Das wiederum ist dem Gesamtkonzept geschuldet, war doch absehbar, dass es einer überaus bedrohlichen Gefahr bedurfte, um Iron Man, Captain America, Hulk und Thor zu vereinen. Am Ende ist es nun Loki geworden, der kleine Asen-Bruder von Thor, der ihm bereits in dessen Intro-Film nicht gewachsen war. Zwar erhält er Unterstützung einer außerirdischen Rasse - die laut Produzent Kevin Feige nicht die in den Comics auftauchenden Skrulls sein sollen, seltsamerweise jedoch Chitauri, auch bekannt als Ultimate Skrulls, sind -, wirklich ins Hemd macht man sich als Zuschauer angesichts dieser aber dennoch nicht. Es passt daher ins Bild, dass die größte Gefahr im Finale des Films keinesfalls außerirdischen Ursprungs ist.

Ohnehin sind die Alien-Invasion und Lokis Agenda, die gleichzeitig die Prämisse des Films bilden, reichlich unausgegoren geraten. Die Aliens wollen den Tesserakt, und diesen soll ihnen Loki besorgen, der wiederum will sich die Menschheit Untertan machen, dabei war sie ihm in Thor noch total egal. Weshalb die Aliens der Hilfe von Loki bedürfen und dieser sich von Ende des ersten bis Anfang des dritten Aktes mit einem total bescheuerten Nebenkriegsschauplatz aufhält - der für sich genommen keinen Zweck erfüllt und lediglich eine Ausrede für ein Action-Set-Piece sowie eine Gegenüberstellung aller Figuren darstellt -, sollte man besser nicht hinterfragen. Denn statt einer Handlung wartet nur eine Szenen-Show.

Viele kleine Einzelszenen werden dem Publikum geboten, einige von ihnen gab es bereits im massigen Preview-Material zu sehen. Iron Man und Captain America konfrontieren Loki, Iron Man und Captain America prügeln sich mit Thor, Thor prügelt sich mit Hulk, Black Widow prügelt sich mit Hawkeye, am Ende prügeln sich alle mit den Chitauri und Nick Fury steht meistens neben Cobie Smulders und erzählt den Superhelden, was eigentlich Sache ist. Zu einer stringenten und zusammenhängenden Handlung wird dies eher gequetscht, als dass es harmonisch ineinander fließt. Und dass die Hälfte des zweiten Akts sowie der gesamte dritte Akt - und damit die ganze zweite Hälfte des Films - nur aus Action besteht, tut ihr Übriges.

Zwar klingt das spaßig, wenn man sich vorstellt, dass Iron Man, Captain America, Hulk und Thor eine geschlagene Stunde lang in Action involviert sind, nur verliert die Action dadurch irgendwann an Spannung. Allein die Actionszene im Mittelteil gerät so epochal, dass allein der Versuch, sie noch mit einer Alien-Invasion zu steigern, beinahe anmaßend ausfällt. Und wenn dann Welle auf Welle nimmermüder Chitauri niedergestreckt werden, während die B-Riege der Helden um Black Widow und Hawkeye aufgrund fehlender Superkräfte Passanten aus Bussen befreien - das alles ohne erkennbare zivile Verluste oder Blut, schließlich ist es ein FSK-12-Film von Disney -, sehnt man irgendwann nur noch sehnsüchtig das Ende herbei.

Nach all dem Prologgedöns der letzten vier Jahre fällt The Avengers somit doch relativ enttäuschend aus. Sicher muss der Film keinen Drehbuch-Oscar gewinnen, aber bereits seine Vorgänger wandelten auf narrativ dünnen Pfaden. Dass die krude zusammengehaltene Handlung hier nur Legitimation für Action Deluxe sein soll, macht Whedons Film jedenfalls ziemlich vergessenswert. In wenigen Monaten, wenn dann Batman und Spider-Man über die Leinwand turnen, wird man The Avengers bereits abgehakt haben. Dabei hat der Film durchaus seine positiven Eigenschaften und Momente, nur erscheinen diese angesichts der vielen vergeudeten Möglichkeiten zu gering, als dass sie das Ergebnis korrigieren könnten.

So sind es primär die vergnüglichen Iron Man und Hulk, die mit Humor und Schmackes dem Film eine Lanze brechen, was aufgrund der enormen Überlänge von zweieinhalb Stunden und Randfiguren wie denen von Jackson, Johansson und Renner aber nicht genug erscheint. Hier wäre im Nachhinein weniger mehr gewesen. Weniger Laufzeit, weniger Action, mehr Handlung und mehr Zeit für die Figuren. Denn irgendwie hat man sich nach fünf Filmen, die hierauf zugearbeitet haben, mehr versprochen, als eine einzige große Actionszene ohne wirkliche Spannungsmomente, einem eher entschuldigten denn fundierten Handlungsgerüst und einer Handvoll Figuren, die Downey Jr. als Futter seiner ironiegewürzten Dialoge dienen.

Wen es also nach enormer Action voller Superhelden lechzt, wer sowieso am liebsten Iron Man die Daumen drückt, der dürfte mit The Avengers die richtige Hausnummer erwischt haben. Wünscht man sich jedoch, dass sich der Film so viel Zeit für seine Figuren und Geschichte nimmt, wie Bryan Singer in seinen X-Men- oder Sam Raimi in seinen Spider-Man-Filmen, dürfte man enttäuscht werden. Sollte es eine Fortsetzung geben und Joss Whedon auf den Regiestuhl zurückkehren, will er The Avengers 2 im Übrigen "kleiner, persönlicher" inszenieren. Das klingt zwar schon vielversprechender, allerdings gilt es bis dahin wohl erst einmal fünf weitere, flache Marvel-Filme durchzustehen.

Kurzkritik

von Markus Ostertag

Wertung Kurzkritik

72%

Schon seit der ersten Ankündigung des Streifens warten Fans sehnsüchtig darauf, endlich das Comic-Helden-Team in Action sehen zu können. Jedes Fitzelchen Information, egal ob Videos, Bilder, Ton oder Text, wurde haarklein studiert und löste oftmals Begeisterungsstürme aus. Man merkt also, dass The Avengers einen so hohen Erwartungsdruck hat, wie kaum ein anderer Film in diesem Jahr.
An so etwas kann ein Streifen schnell zerbrechen, obwohl er vielleicht solide gemacht ist und im Vergleich zu anderen Filmen gar nicht so schlecht dastehen würde. Bei Marvels Verfilmung geht es vorrangig um eins: Action! Glücklicherweise kommt auch der Humor nicht zu kurz und einen Hulk zum amüsanten Sidekick zu degradieren, mag den ein oder anderen Fan sicherlich stören - witzig ist es trotzdem!
Man kann Joss Whedon zu Gute halten, dass er einen Film gemacht hat, der die Zielgruppe anspricht und durchaus zu unterhalten weiß. Wir haben jede Menge Action, einige witzige Szenen und One-Liner - was wir aber leider nicht haben, ist eine sinnvolle Story! Wer darauf also Wert legt, der sollte die Erwartungen mächtig nach unten schrauben.

Kurzkritik

von Dimitrios Athanassiou

Wertung Kurzkritik

74%

Nachdem jedes Gründungsmitglied der ersten Reihe der Avengers mindestens einen Film für sich verbuchen konnte, schreitet Disney/Marvel zum Team-Up. Etwas holprig gestaltet sich aber die Zusammenkunft, sind doch eine Reihe von Storylines zu verbinden. Die ausführliche Exposition wirkt auf der anderen Seite erstaunlich erwachsen: Die Figuren weisen Ecken und Kanten auf, sodass reichlich Rivalitäten und Alphamännchen-Gehabe aufkommen. Die Story folgt hingegen dem vergleichsweise simplen Invasionsfilmtrend. Der erste Avengers-Film muss allerdings als Einführung angesehen werden: Im Nachspann darf dann auch ein Ausblick auf den zukünftigen Gegner, den galaktischen Superschurken Thanos, geworfen werden, gegen den Loki ein echter Waisenknabe ist. In der Endabrechnung ist dieser Auftakt ein wohl gelungener Superheldenstreifen geworden, der Lust auf mehr macht. Tom Hiddleston als Loki legt geradezu machiavellische Züge an den Tag, und Mark Ruffalo gibt insgesamt den überzeugendsten Banner. Der Humor kommt zudem nicht zu kurz, die Action überzeugt ebenfalls. Leider gelingt es wieder nicht, Capt. America ordentlich ins Licht zu rücken und die Charaktere der zweiten Reihe wirken oft beliebig.

Kurzkritik

von Florian Tritsch

Wertung Kurzkritik

76%

Im Prinzip hätte man Marvel's The Avengers auch gut und gerne als dritten Iron-Man-Film bewerben können, denn obwohl sich das Drehbuch alle Mühe gibt, alle Charaktere in ein gutes Licht zu rücken, ist der Film voll und ganz auf Robert Downey Jr. zugeschnitten. Doch diese Rechnung geht in diesem Fall sogar auf. Konnten alle anderen Helden in ihren Einführungsfilmen nie wirklich überzeugen, erfüllen sie als Sidekicks voll und ganz ihren Zweck, besonders der Hulk, dessen Kinoabenteuer mehr als mäßig ausfielen, profitiert ungemein davon.
Eine wirkliche Geschichte ist hier natürlich nicht vorhanden, doch ernsthaft erwartet hat dies wohl auch niemand. So bietet Joss Whedon den Fans im Prinzip das, was sie von einem Blockbuster dieser Art erwarten: Einige witzige One-Liner, Action, Action und noch mehr Action. Daher wird sicherlich niemand völlig enttäuscht die Vorstellung verlassen, allerdings darf bezweifelt werden, dass Whedons Film abseits der großen Leinwand einen so bleibenden Eindruck hinterlässt wie story-betonte Superheldenfilme wie beispielsweise Christopher Nolans The Dark Knight.

Kurzkritik

von Daniel Licha

Wertung Kurzkritik

90%

Jahre der Vorbereitung und nun ist es soweit. Die Avengers erobern einmal mehr die Kinoleinwand. Man könnte meinen, dass mit den ganzen Einführungsfilmen der Charaktere in den letzten Jahren nun genügend Zeit wäre, um jetzt die Sau rauszulassen. Doch ein reines Actionfeuerwerk sollte der Zuschauer nicht erwarten, nimmt sich der Film nochmals viel Zeit, um das Team als solches zusammenfinden zu lassen. Trotz des großen Ensembles gelingt es Whedon, seine Figuren mit wenigen Ausnahmen (Black Widow, Nighthawk) genügend Screentime zu geben, damit sich diese auch entfalten können. Als großes Highlight entpuppt sich überraschenderweise der Hulk, der nicht nur mit Abstand die meisten Lacher auf seiner Seite hat, sondern auch in seinen Actionszenen punkten kann. Diese sind absolut beeindruckend und bei der finalen epischen Schlacht kann sich ein Michael Bay mehr als nur eine Scheibe abschneiden. Letztendlich gelingt es Serienveteran Joss Whedon ohne Mühe, die ohnehin schon hohen Erwartungen zu erfüllen und ein wunderbar humorvolles Actionfeuerwerk zu schaffen. Bitte mehr davon!

Kurzkritik

von Michael Schmidt

Wertung Kurzkritik

71%

The Avengers sollte zum jetzigen Zeitpunkt der krönende Abschluss einer ganzen Reihe von Marvel-Superhelden-Filmen sein. Interessanterweise waren die filmischen Vorläufer wie Captain America im Endergebnis eher durchwachsen. Bei The Avengers funktioniert im Rahmen eines Blockbusters erstaunlich viel. Der Film nimmt sich nicht ernster als nötig bei einer solchen Konstellation an Figuren und Ereignissen und bietet Bombast-Action auf höchstem technischen Niveau. Jedoch mindert der falsche Einsatz der Aspekte eines Blockbusters den Film. Alles ist während der gesamten Spielzeit laut und aufwendig. So verkommt The Avengers eher zu einem Action-Stückwerk, in dem die einzelnen Set-Pieces viel Unterhaltung bieten, aber nie zu einem stimmigen Ganzen zusammenkommen. Wenn versucht wird, die Spannung konstant hoch zu halten, kann aufgrund des Fehlens von Bögen keine Spannung aufkommen. Der Humor des Films ist Geschmackssache und lässt sich zumindest als Antithese zur Düsternis anderer Comicfilme lesen.
Insgesamt bietet der Film Unterhaltung in seinen Einzelteilen, ohne vollends zu überzeugen.



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