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Zur Überraschung aller ist der berühmte Serienkiller Michael Myers immer noch nicht tot. Diesmal werden seine grausamen Morde sogar live im Internet übertragen.
Zur Überraschung aller ist Michael Myers, der Schlitzer mit der weißen Maske, doch nicht tot. Auch im achten Teil treibt er wieder sein blutiges Unwesen, obwohl dies am Ende des letzten Halloween-Teils Halloween: H20 noch ganz anders schien. Diesmal darf ein alter Bekannter aus früheren Tagen auf dem Regiestuhl Platz nehmen, nämlich der Regisseur von Halloween 2 - Das Grauen kehrt zurück, Rick Rosenthal. Dieser unternimmt einen neuen Versuch, den alten Klassiker wieder fest am Box Office zu etablieren, und versucht durch visuelle Spielereien Halloween: Ressurrection im Stile von Blair Witch Projekt zeitgerecht auf die Leinwand zu bannen.
Jamie Lee Curtis Charakter Laurie Strode ist wieder - allerdings sehr kurz - mit von der Partie und muss erfahren, dass sie wohl im letzen Teil dem Falschen den Garaus gemacht hat (Überraschung!!). Aber von vorn: Laurie ist mittlerweile in einer Nervenklinik gelandet, da sie mit dem Mord an ihrem Bruder, auch wenn dieser sie vorher beinahe in den Wahnsinn getrieben hatte, nicht umgehen kann. Als er ihr dann wieder eines Tages in der Nervenheilanstalt begegnet, weiß sie was die Stunde geschlagen hat: Er ist zurück! Schnell kommt es zu einer Verfolgungsjagd und einem letztendlich für Laurie tödlichen Zweikampf. Nach "getaner Arbeit" kehrt Myers in das Haus seiner Kindheit zurück, wo sich gerade Jugendliche aufhalten, die an der Show "Dangertainment" teilnehmen, und die Halloweennacht in eben diesem Haus verbringen müssen. Jeder mit einer Kamera bewaffnet, um das ganze im Internet präsentieren zu können, durchforsten sie das Haus und kommen der Kindheit von Michael Myers auf die Spur. Beste Gelegenheit für Myers für ein bisschen "slashing".
Rosenthal bringt neuen Wind in die Halloween-Reihe: Mit den Kameras, die die Teenies tragen, fängt er dramatische Bilder ein, und man bekommt eine Ahnung von dem Schrecken, den Myers unter den jungen Leuten verbreitet. Schon bald aber fällt ihm nichts mehr anderes ein, und diese verwackelten, viel zu hektischen Bilder, beginnen schlicht und einfach zu nerven. Nicht wie in Blair Witch Projekt wird die (Hand-)Kamera dezent verwandt, um eine gewisse Authentizität zu erzielen, und die Szenerie mit ihren verängstigten Protagonisten dem Zuschauer hautnah zu bringen, sondern viel zu oft und lange sieht man die hektischen Bilder, als dass sie wirklich den gewünschten Effekt erzielten. Rosenthal muss man aber zugute halten, dass die Story nicht wirklich was hergibt, auch wenn einige Glücksgriffe für ein wenig Spannung sorgen. So verkleidet sich der völlig übermotivierte "Dangertainment"-Produzent (Rapper Busta Rhymes) als Michael Myers, was eine Begegnung von ihm mit dem echten Myers hervorbringt. Der andere brauchbare Einfall ist der mit dem Zuschauer, der seiner Internetbekanntschaft (blass: Bianca Kajlich) via Pocket-PC wichtige Information über den Verbleib Myers, der ihr auf den 'Fersen ist, im Haus zukommen lässt. Natürlich hat die junge Truppe, bestehend aus zahlreichen Jungstars, in dem Haus absolut keine Chance gegen Myers, der einem nach dem anderen den Garaus macht. Die nicht aufkommen wollende Spannung und das mangelhafte Drehbuch dürften einem kommerziellen Erfolg wohl kaum im Wege stehen, da die Reihe ja einen guten, einen Kultruf inne hat. Mit der letzten Szene hat man sich auf jeden Fall die Option auf einen nächsten Teil, den neunten seiner Art, offen gelassen, wie es bei Filmen dieser Art durchaus üblich war und auch noch ist.
Abschließend ist zu sagen, dass Rosenthal mit der "Blair Witch"-Technik noch das beste zum Film beigetragen hat, und es doch bisweilen versteht, dem Zuschauer den Atem zu bannen, nur hat er es mit diesem durchaus passablen Gedanken übertrieben und macht die gewonnene Stimmung somit nach einiger Zeit zunichte. Doch diese guten Ansätze und das passable Auftreten einiger Schauspieltalente werden im Laufe der zu kurzen und - man muss es einfach sagen - schlechten Story verspielt. Deshalb ist Halloween: Ressurrection nicht empfehlenswert! |