Der dritte Teil der Franchise besticht nicht nur durch perfekte Action und Spezialeffekte, sondern auch durch eine überzeugende Story.
Nach mehr als zehn Jahren setzt Terminator 3 - Rebellion der Maschinen eine der bekanntesten und beliebtesten Hollywood Serien fort. Dabei mussten die Produzenten neben dem etatmäßigen John Connor Darsteller Edward Furlong auch auf James Cameron, den geistigen Vater der Franchise, verzichten. Aus dessen Feder stammen die Drehbücher zu Der Terminator (1984) und Terminator 2 - Tag der Abrechnung (1991), die er außerdem inszenierte. Für eine Mitarbeit am dritten Teil war der Titanic Regisseur allerdings nicht zu begeistern, da er sich laut eigenen Angaben lieber auf andere Projekte konzentriere. In seine kreativen Fußstapfen traten Tedi Sarafin (Rush Hour) und das Duo John Brancato und Michael Ferris (The Game), die zusammen die Story und das Drehbuch für die zweite Fortsetzung ausarbeiteten. Die Inszenierung übernahm Jonathan Mostow, der bisher bei U-571 und Breakdown Regie führte.
Im Gegensatz zu James Cameron war Arnold Schwarzenegger, die zweite Institution der "Terminator"-Franchise, von einer Fortsetzung der Serie begeistert und mit Feuereifer dabei. Sein Körper hatte während der letzten Jahre doch etwas an Form eingebüßt, weshalb er sich ein extremes Trainingsprogramm aufbürdete, dessen Resultat wahrlich beeindruckend ist. Die Rolle des oben bereits erwähnten zukünftigen Widerstands-Führers John Connor wurde mit Nick Stahl besetzt, der bisher unter anderem in In the Bedroom zusehen war. An seiner Seite kämpft die attraktive Kate Brewster, die von Claire Danes (Romeo und Julia) verkörpert wird. Das Trio muss sich diesmal eines weiblichen Terminators names T-X erwehren, der von der bisher relativ unbekannten Kristinna Loken verkörpert wird.
Nachdem es John Connor und dem T-800 im zweiten Teil gelungen war, den Judgment Day (27. August 1997) abzuwenden, steht zehn Jahre später ein Weiterer bevor. Um den zukünftigen Widerstands-Führer schon vor diesem "Regimewechsel" auszuschalten, schickt Skynet erneut einen Terminator in die Vergangenheit. Der von Albträumen geplagte John Connor scheint dies vorhergesehen zu haben, da er sich in den letzten Jahre an den Rand der Gesellschaft zurückgezogen hat und es obendrein tunlichst vermied, in irgendeiner Form maschinell registriert zu werden. Trotzdem gelingt es der T-X relativ schnell, sich an seine Fersen zu heften. Zum Glück hat auch der Widerstand reagiert und den T-850, einen Nachbau des T-800, in die Vergangenheit gesandt, um das Überleben von John Connor zu sichern. Zusammen mit ihm und Kate Brewster, die im Widerstand ebenfalls eine wichtige Rolle spielen wird und deshalb terminiert werden soll, versucht John Connor erneut den Judgment Day abzuwenden und der tödlichen T-X zu entkommen.
Die eben skizzierte Handlung ist keineswegs alles, was der Film im punkto Story zu bieten hat. Die Geschichte von Terminator 3 - Rebellion der Maschinen ist um einiges ausgefeilter, verzwickter und überraschender als hier angedeutet und bietet eine schlüssige Erklärung, warum die Serie fortgeführt wird, obwohl sie nach dem zweiten Teil genauso gut hätte enden könnte. Neben der sehr ordentlichen Handlung darf sich das Drehbuch-Trio einen sehr sehr guten Humor auf die Fahne schreiben. Zum einen zogen sie in Form ganzer Sequenzen und einzelner Personen extrem witzige Parallelen zu den ersten beiden Teilen und zum anderen verpassten sie dem T-850 und Arnold Schwarzenegger einen selbstironischen Touch und eine Prise Humor. Dabei setzten sie dankenswerterweise fast nie auf die unendlich ausschlachtbaren Probleme einer Maschine mit den menschlichen Umgangsformen. Vielmehr blödelten sie des öfteren mit Arnies Englisch herum (ob bewusst oder unbewusst sei mal dahingestellt) und gaben ihm neben einfachen Sätzen wie "I am here to protect you!" ein paar knackige Zungenbrecher.
Neben einem ordentlichen Drehbuch bietet Terminator 3 - Rebellion der Maschinen natürlich jede Menge Action und viele Special Effects. Für Letztere sind zum einen Effekt-Legende Stan Winston und zum anderen das von George Lucas gegründete Unternehmen ILM verantwortlich. Erwartungsgemäß spektakulär und perfekt fallen die Spezialeffekte aus und bieten all das, was man sich auf Grund der heutigen Technik in einem "Terminator"-Film erwartet. Aber auch an die Actionsequenzen und deren Inszenierung waren hohe Erwartungen geknüpft. Diesbezüglich zauberte Regisseur Jonathan Mostow ein paar äußerst beeindruckende Szenen auf die Leinwand, von denen die anfängliche Verfolgungsjagd und der Endkampf zwischen dem T-850 und der T-X am meisten beeindrucken. Die Verfolgungsjagd mit Motorrad, Lieferwagen und einem 90 Tonnen schweren Kranwagen ist ein wahrer Zungenschnalzer und im Vergleich dazu ist die großspurig angekündigte Highway-Szene in Matrix: Reloaded die reinste Spielstraßen-Action.
Regisseur Jonathan Mostow blieb mit seiner Inszenierung dem Stil der "Terminator"-Franchise treu und setzte auf die bekannten Waffen und Kampftechniken. Demnach gibt es zahllose Explosionen, extrem bleihaltige Luft und einen Haufen durchbrochener Wände. Weiterhin gelang es ihm den Overkill an Spezialeffekten und Action zu vermeiden, sowie ein stimmiges Gemisch aus Handlung und Action zu schaffen. Auch die vier Schauspieler konnten in ihren Rollen mehr als überzeugen. Die Darsteller menschlichen Charaktere, Nick Stahl und Claire Danes, vermittelten in den handlungsbetonten Szenen immer die nötige Glaubhaftigkeit, wogegen die beiden Roboter-Darsteller Kristinna Loken und Arnold Schwarzenegger immer mechanisch perfekt agierten.
Alles in allem muss man Terminator 3 - Rebellion der Maschinen zugestehen, dass er die Erwartungen erfüllt und sogar übertrifft. Der Film überzeugt vor allem dadurch, dass die Action als sinnvolles Handlungselement präsentiert wird und nicht, wie zuletzt häufiger gesehen, dass die Handlung dazu missbraucht wird, von Actionszene zu Actionszene zu geleiten. Ein weiterer Pluspunkt der Handlung ist das geschärfte Bewusstsein des Publikums im Hinblick auf den zentralen Grundgedanken des Films: Mensch gegen Maschine. Denn das "böse" Skynet, ist nichts anderes als eine weltweit agierende Software, die sich verselbstständigt hat. Ein Szenario, das heutzutage nicht völlig undenkbar ist. Mehr über diese Problematik wird man wahrscheinlich im vierten Teil der Franchise erfahren, denn das Ende von Terminator 3 - Rebellion der Maschinen schreit geradezu nach einer Fortsetzung - He'll be back...