Nachdem der Film turbulent-unterhaltsam beginnt, pendelt sich Sergio Corbuccis Werk allerdings recht bald bei den bekannten Konventionen der üblichen Filme des Hau-Drauf-Duos Bud Spencer und Terence Hill ein. Weshalb der Film letztlich routiniert in Szene gesetzt das Standardschema vorheriger Spencer/Hill-Filme abspult.
Nachdem Sergio Corbucci das Traumpaar des Hau-Drauf-Humors Bud Spencer und Terence Hill bereits in Zwei sind nicht zu bremsen kommerziell erfolgreich in Szene setzte, beschloss man, die einträgliche Zusammenarbeit drei Jahre später zu wiederholen.
Nachdem Corbucci und Terence Hill ein Jahr zuvor mit Der Supercop gemeinsam den Nullpunkt filmischen Schaffens erreichten, war die Befürchtung groß, dass sich der Misserfolg auch hier wiederholt. Doch die negativen Befürchtungen zerstreuen sich recht bald, denn Zwei Asse trumpfen auf liefert einen turbulent-unterhaltsamem Einstieg, der die Anfangsszenen in allen bisherigen Filmen des Duos sogar leicht übertrifft.
Nachdem Corbucci den Film wirklich erstklassig beginnen lässt, unterwirft er sich allerdings spätestens mit dem Erreichen der "Schatzinsel" den bekannten Standardabläufen der vorherigen Filme. So hangelt sich auch diese Geschichte in einer mehr oder weniger logischen Handlung spannungsarm mit der üblichen Mischung aus Klamauk und Hau-Drauf-Szenen bis zum Ende durch. Zwar steht es außer Frage, dass sich mit dem nunmehr zehnten Film gleicher Machart ein gewisser Abnutzungseffekt einstellt, doch letztlich setzt Corbucci hier lediglich routiniert in Szene, was das Publikum sehen möchte.
Denn Zwei Asse trumpfen auf bietet Fans des Duos Kost in Reinform mit allen üblichen Zutaten, von der gewohnt guten Musik, die dieses Mal von den Brüdern Carmelo & Michelangelo La Bionda stammt, bis zur unerreichten Dynamik zwischen Bud Spencer und Terence Hill. So streiten sich die beiden verfeindeten Freunde genauso auf fast kindliche Art, wie ihre Backpfeifen zielsicher in den Gesichtern ihrer Gegenspieler landen.
Der restliche Cast ist wie in den meisten anderen Filmen auch nicht viel mehr als Stichwortgeber, beziehungsweise Backpfeifennehmer (oder beides) für die beiden Hauptdarsteller. Einzig John Fujioka gibt als japanischer Soldat Kamasuka eine bemerkenswert interessante Nebenfigur ab, die durchaus in den gemeinsamen Szenen in der Lage ist, den Hauptdarstellern auf ähnliche Weise die Show zu stehlen, wie es dem von Cyril Cusack dargestellten leicht verrückten Einsiedler in Zwei Himmelhunde auf dem Weg zur Hölle gelang.
Letztlich hebt sich der Film von Sergio Corbucci zwar durch einen guten Anfang und seinen gut agierenden Nebendarsteller John Fujioka von der Masse herkömmlicher Filme des Duos leicht ab. Jedoch bietet Zwei Asse trumpfen auf in erster Linie routinierte Einheitskost mit den beiden Hauptdarstellern in ihren erwartungsgemäß immer gleichen Rollen.