Die Fortsetzung zu dem Filmerfolg Die rechte und die linke Hand des Teufels fällt durch den andersartigen Charakteransatz der Hauptfiguren und die stärkere Betonung des Comedy-Charakters sowie einer deutlich weniger intelligent wirkenden Geschichte leider deutlich von seinem Vorgänger ab. Dennoch bietet der Film, mit wenigen Ausnahmen, gute Unterhaltung.
Etwa ein Jahr nachdem Bud Spencer und Terence Hill mit Die rechte und die linke Hand des Teufels die Hauptrollen in einer sowohl erfolgreichen als auch gelungenen Parodie auf die populären Italowestern spielten, kehrten sie für die Fortsetzung in ihre Rollen zurück und schufen zusammen mit Regissuer Enzo Barboni (unter dem Pseudonym E. B. Clucher), der auch das Drehbuch schrieb, den sowohl in Deutschland als auch in Italien kommerziell erfolgreichsten Film der 1970er Jahre.
In der deutschen Synchronisation ist der Film allerdings nur recht schwer als Fortsetzung zu Die rechte und die linke Hand des Teufels zu erkennen. Da man sich dieses Mal dazu entschloss, die Namen der beiden Hauptfiguren Bambi und Trinity nahe an der italienischen Vorlage zu lassen, während man sich im ersten Film dafür entschied, die beiden als "der Kleine" und der "müde Joe" einzudeutschen.
Jedoch macht es nicht nur die deutsche Übersetzung schwer, den Film als Fortsetzung zum gelungenen ersten Teil zu sehen. Auch der Charakteransatz der beiden Hauptfiguren unterscheidet sich deutlich davon. So waren die beiden im Vorgänger noch die für die Konventionen des Italowestern üblichen coolen Helden, die von Spencer und Hill zwar mit einem schelmischen Augenzwinkern, jedoch in erster Linie recht ernst gespielt wurden. Bei Vier Fäuste für ein Halleluja wirken die beiden wie große Kinder. Dies ist streckenweise zwar ebenfalls durchaus witzig, allerdings bei weitem nicht so überzeugend.
Ein weiterer Minuspunkt ist mit Sicherheit die Verschiebung der Schwerpunkte des Films. War Die rechte und die linke Hand des Teufels noch im eigentlichen Sinn keine Parodie, sondern eher ein zur Komödie weiterentwickelter Italowestern, ist die Fortsetzung in erster Linie ein reiner Klamaukfilm. Diese Wandlung schlägt sich sogar in der Musikauswahl nieder, die nun deutlich Richtung Komödie gerutscht ist.
Dieser Klamauk funktioniert jedoch, wenn man sich von den Erwartungen löst, die der erste Teil geweckt hat und den Film für sich betrachtet, dennoch erstaunlich gut. Bud Spencer und der auch in diesen Film noch größtenteils im Mittelpunkt stehende Terence Hill tragen den Klamauk und die episodenartig aufgebaute Handlung, mit Ausnahme des nicht sonderlich witzigen Ekelhumors, den man zu Anfang vorgesetzt bekommt, mit viel Charme auch über die eine oder andere Länge. Sollte doch einmal eine Länge durchscheinen, kommt stets eine der mittlerweile berühmten Prügeleien zum rechten Zeitpunkt - oder die wunderbare locker fröhliche Filmmusik der Brüder Guido und Maurizio de Angelis mildert sie ein wenig ab.
Letztlich ist Vier Fäuste für ein Halleluja keine so ambitionierte Parodie wie es sein Vorgänger war. Allerdings bietet der Film im Großen und Ganzen dennoch gute, kurzweilige Unterhaltung.