Vier Fäuste für ein Halleluja Poster

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Vier Fäuste für ein Halleluja

(...continuavano a chiamarlo Trinità, 1971)

Dt.Start: nicht bekannt
DVD: 12. Mai 2011
Premiere: 21. Oktober 1971 (Italien)
FSK: ab 12 Genre: Komödie, Western
Länge: 117 min Land: Italien
Darsteller: Terence Hill (Trinity), Bud Spencer (Bambi), Enzo Tarascio (Sheriff), Emilio Delle Piane (Parker), Benito Stefanelli (Stingary Smith), Fortunato Arena (Parker Henchman), Gérard Landry (Lopert)
Regie: Enzo Barboni
Drehbuch: Enzo Barboni


Inhalt

Pferdedieb Bambi wird von seinem Vater gegen seinen Willen gebeten, seinen nicht gerade geliebten Bruder Trinity ebenfalls zum Pferdedieb auszubilden. Als die beiden zufällig erfahren, dass der Gangsterboss Parker ein Kloster als Stützpunkt für Waffengeschäfte nutzt, versuchen die beiden, daraus Profit zu schlagen.
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Durchschnittliche Redaktionswertung

Vier Fäuste für ein Halleluja hat eine durchschnittliche Redaktionswertung von 74%
Kurzkritik
von Daniel Licha
Wertung von 80 für Vier Fäuste für ein Halleluja

Auch wenn die Fortsetzung dank der Rainer-Brandt-Synchro nun deutlich blödellastiger geraten ist, weiß auch diese zu gefallen. Dieses Mal mit ein wenig mehr Story, lustigen Sprüchen und Kloppereien. Sprich: Spencer und Hill sind in Höchstform, zeigen sichtlich ihre Spielfreude, die sich auch in jedem Moment auf den Zuschauer überträgt. So muss es sein, zumal das Ganze teilweise noch herrlich als Westernparodie durchgeht, man beachte beispielsweise nur, dass es jedes Mal 12 schlägt, wenn sich ein Duell anbahnt. Westernfans und Freunde des Duos können hier nichts falsch machen, zumal sie mit der Watschenszene in der Bar eine der wohl besten Momente der langjährigen Zusammenarbeit des Duos enthält.

Kritik

von Florian Tritsch
Vier Fäuste für ein Halleluja hat eine Wertung von 68%
Die Fortsetzung zu dem Filmerfolg Die rechte und die linke Hand des Teufels fällt durch den andersartigen Charakteransatz der Hauptfiguren und die stärkere Betonung des Comedy-Charakters sowie einer deutlich weniger intelligent wirkenden Geschichte leider deutlich von seinem Vorgänger ab. Dennoch bietet der Film, mit wenigen Ausnahmen, gute Unterhaltung.

Bild aus Vier Fäuste für ein Halleluja Etwa ein Jahr nachdem Bud Spencer und Terence Hill mit Die rechte und die linke Hand des Teufels die Hauptrollen in einer sowohl erfolgreichen als auch gelungenen Parodie auf die populären Italowestern spielten, kehrten sie für die Fortsetzung in ihre Rollen zurück und schufen zusammen mit Regissuer Enzo Barboni (unter dem Pseudonym E. B. Clucher), der auch das Drehbuch schrieb, den sowohl in Deutschland als auch in Italien kommerziell erfolgreichsten Film der 1970er Jahre.

In der deutschen Synchronisation ist der Film allerdings nur recht schwer als Fortsetzung zu Die rechte und die linke Hand des Teufels zu erkennen. Da man sich dieses Mal dazu entschloss, die Namen der beiden Hauptfiguren Bambi und Trinity nahe an der italienischen Vorlage zu lassen, während man sich im ersten Film dafür entschied, die beiden als "der Kleine" und der "müde Joe" einzudeutschen.

Jedoch macht es nicht nur die deutsche Übersetzung schwer, den Film als Fortsetzung zum gelungenen ersten Teil zu sehen. Auch der Charakteransatz der beiden Hauptfiguren unterscheidet sich deutlich davon. So waren die beiden im Vorgänger noch die für die Konventionen des Italowestern üblichen coolen Helden, die von Spencer und Hill zwar mit einem schelmischen Augenzwinkern, jedoch in erster Linie recht ernst gespielt wurden. Bei Vier Fäuste für ein Halleluja wirken die beiden wie große Kinder. Dies ist streckenweise zwar ebenfalls durchaus witzig, allerdings bei weitem nicht so überzeugend.

Ein weiterer Minuspunkt ist mit Sicherheit die Verschiebung der Schwerpunkte des Films. War Die rechte und die linke Hand des Teufels noch im eigentlichen Sinn keine Parodie, sondern eher ein zur Komödie weiterentwickelter Italowestern, ist die Fortsetzung in erster Linie ein reiner Klamaukfilm. Diese Wandlung schlägt sich sogar in der Musikauswahl nieder, die nun deutlich Richtung Komödie gerutscht ist.

Dieser Klamauk funktioniert jedoch, wenn man sich von den Erwartungen löst, die der erste Teil geweckt hat und den Film für sich betrachtet, dennoch erstaunlich gut. Bud Spencer und der auch in diesen Film noch größtenteils im Mittelpunkt stehende Terence Hill tragen den Klamauk und die episodenartig aufgebaute Handlung, mit Ausnahme des nicht sonderlich witzigen Ekelhumors, den man zu Anfang vorgesetzt bekommt, mit viel Charme auch über die eine oder andere Länge. Sollte doch einmal eine Länge durchscheinen, kommt stets eine der mittlerweile berühmten Prügeleien zum rechten Zeitpunkt - oder die wunderbare locker fröhliche Filmmusik der Brüder Guido und Maurizio de Angelis mildert sie ein wenig ab.

Letztlich ist Vier Fäuste für ein Halleluja keine so ambitionierte Parodie wie es sein Vorgänger war. Allerdings bietet der Film im Großen und Ganzen dennoch gute, kurzweilige Unterhaltung.



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