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G.I. Joe: Die Abrechnung(G.I. Joe 2: Retaliation, 2012)
| Dt.Start: |
28. März 2013
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Premiere: |
21. Juni 2012 (Hong Kong) |
| FSK: |
nicht bekannt
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Genre: |
Action, Abenteuer, Thriller |
| Länge: |
110 min
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Land: |
Kanada, USA |
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Darsteller:
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Channing Tatum (Captain Duke Hauser), Bruce Willis (Joe Colton), Dwayne Johnson (Roadblock), Adrianne Palicki (Lady Jaye), Ray Stevenson (Firefly), Ray Park (Snake Eyes), Walton Goggins (Warden Nigel James), Joseph Mazzello (Mouse), Elodie Yung (Jinx), Arnold Vosloo (Zartan), RZA (Blind Master), Jonathan Pryce (U.S. President) |
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Regie:
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Jon M. Chu |
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Drehbuch:
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Rhett Reese, Paul Wernick |
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 Inhalt
Die Eliteeinheit G.I. Joe wird durch Verrat und einen Hinterhalt fast vollkommen ausgelöscht. Die Überlebenden scharen sich um Roadblock, der die Führung übernimmt, und den einstigen Gründer der Truppe, General Joseph Colton, um der Angelegenheit auf den Grund zu gehen. Und die Hintermänner auszuschalten. |  |
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Durchschnittliche Redaktionswertung
Kurzkritik
von Albert Imroth
Von vielen Seiten wird G.I. Joe - Geheimauftrag Cobra als schmerzhaft vermisste Lebenszeit bezeichnet. Dementsprechend niedrig sind da die Erwartungen an die schon im Ansatz zweifelhafte Fortsetzung G.I Joe 3D: Die Abrechnung. Ganz zu schweigen von der Startterminverschiebung von fast einem Jahr zugunsten der Konvertierung in 3D, was meistens ein Zeichen von Geldmacherei, aber nie eines von echter Qualitätsverbesserung ist. Doch tatsächlich ist das Ergebnis äußerst zufriedenstellend ausgefallen. Klar, das Ganze wirkt wie ein Videospiel auf Steroiden, aber Genre-Fans dürfen sich über brachiale Action, ein paar gut gesetzte (und für Deutsch-Muttersprachler auch unfreiwillige) Lacher und tatsächlich größtenteils äußerst gelungenes 3D freuen. Der Cast macht seine Sache gut, allen voran ein immer gigantischer werdender Dwayne Johnson, ein einfach nicht schlechter werdender Jonathan Pryce und eine überraschend niedliche Adrienne Palicki. Nur Bruce-Willis- und Channing-Tatum-Fans seien gewarnt. Die Auftritte der beiden Herren bleiben im einstelligen Minutenbereich.
Kurzkritik
von Daniel Licha
Schon jetzt der große Kandidat auf die Enttäuschung des Jahres. Teil 1 bot noch wunderbare Unterhaltung mit überzeichneten Figuren, die sich zu keinem Zeitpunkt ernst nehmen und mit denen man während des Filmes mitfiebert. Der Regisseur des Justin-Bieber-Konzertfilmes hatte nun wohl andere Ansichten, denn plötzlich nimmt sich der Film bierernst und hat jeden Hauch von Selbstironie verloren. Die Action ist mit Ausnahme der schon komplett im Trailer gezeigten Ninjasequenz äußerst bescheiden, die neuen Figuren, Roadblock ausgenommen, unglaublich blass und wenn man ansehen muss, wie die gute Geschichte des Vorgängers so desaströs fortgesetzt wird: Da kann man nur die Hände über dem Kopf zusammenschlagen. Zudem beweist G. I. Joe 2, dass man aus einem grottigen Film einen hervorragenden Trailer schneiden kann. Auch sehr mutig ist es zudem, im Marketing Bruce Willis hervorzuheben, der wohl gerade einmal fünf Minuten auf der Leinwand zu sehen ist; auch wenn seine Szenen zugegebenermaßen die einzig amüsanten dieses Machwerkes sind.
Kritik
von Lutz Granert
Nicht kleckern, sondern klotzen: Für 185 Mio. US-Dollar wurde G.I. Joe: Die Abrechnung nach mehrmaliger Verschiebung nun ins Kino gewuchtet. Doch leider ging neben sehr vielen Gebäuden und Kriegsspielzeug wohl auch das Drehbuch in Rauch auf, weswegen es durch ein Provisorium ersetzt werden musste - ebenso wie der fertige Filmschnitt.
Drehbuchautoren haben es schwer, besonders wenn sie sich den zweiten Teil zu Spielzeugfiguren ausdenken müssen. Basis ihrer Arbeit hier: vage Produktbeschreibungen auf der Rückseite der Handelsverpackungen. So geschehen bei G.I. Joe: Die Abrechnung - und das nur, weil Hasbro des Schiffeversenkens und Roboterverwandelns überdrüssig war. Nun also zum zweiten Mal Krieg spielen mit Actionpuppen. Was für eine ambitionierte Aufgabe, zumal da auch noch so nervöse Parkinsonkranke hinter der Kamera standen, die dann auch beim Cutten immer wieder mit der Schere abgerutscht sind.
Aber was soll's, es gibt auch noch undankbarere Jobs bei G.I. Joe: Die Abrechnung. Den vom "Cobra Commander" Luke Bracey zum Beispiel, der die ganze Zeit in diesem dunklen Masochisten-Motorradhelm keine Luft kriegt. Moderne Bösewichte müssen eben röcheln und finster brummen anstatt normal zu reden, um bedrohlich zu wirken. Das wissen wir ja schon seit Bane, der mit Steroiden vollgepumpten Darth-Vader-Reinkarnation in The Dark Knight Rises. Auch Bruce Willis als General Joe Colton und quasi "Joe-Papi", der irgendwann mitbekommen hat, dass er hier der Einzige ist, der miese sexistische One-Liner bringen, schauspielern (heißt: Lippen spitzen und böse gucken) und cool sein darf und zwar massig Waffen, aber nix zu Fressen in der vor doppelbödigen Verstecken nur so wimmelnden Bude hat. Warum hat er sich überhaupt aus dem aktiven Dienst zurückgezogen? Keiner weiß es, auch Rhett Reese und Paul Wernick (schrieben schon Zombieland), besagte Drehbuchautoren von G.I. Joe: Die Abrechnung, nicht.
Deswegen haben die beiden auch meine Sympathie. Irgendwie scheint es mir doch mal eine Herausforderung, wie man so arbeitet zwischen dem CGI-Geretze, zwischen dem Kriegsspielzeug, das alles betont brachial und promilitaristisch in diesem überquellenden Big-Budget-Dummdumm-Geschoss untergebracht werden soll. Zwischen all den Figuren, die so martialische Namen tragen wie Storm Shadow, Destro oder Firefly und die natürlich auch alle irgendwie vorgestellt und als bad bzw. good guys eingeführt werden müssen, weil die sonst sauer werden. Und weil dann auch Hasbro und Die Mumie-Regisseur Stephen Sommers noch so eine Checkliste ausgepackt haben, weil auch wirklich nichts der Kreativität der Skript-Schmierfinken überlassen werden soll.
Islamisten töten, die in einem zentralasiatischen Land an der Atombombe bauen: check. Hass auf Europäer durch Zerstörung einer Metropole (London - Paris war ja schon dran) und einen unsinnigen, betont konspirativen Schauplatz in Ostdeutschland (!): check. Ninja-Action im Hochgebirge: check - auch wenn dieser 20-minütige Exkurs nicht so recht zur übrigen Handlung passen will. Aber hey, wir haben doch diese Ninja-Puppen und die sehen so geil aus! Also dürfen Storm Shadow und Snake Eyes (auch der ist bedauernswert wegen seines Motorradhelms, den er nie abnehmen darf) gegeneinander antreten, bevor die Handlanger als Kanonenfutter nach und nach mit ebenso artistischer wie albern überhöhter Seil-Schwertkampf-Hui-Höhenangst-Action in die Tiefe stürzen. Ist schon ein beschissener Job so als CGI-Figur, zumal man da auch nichts zu lachen hat. Aber Moment mal: War Storm Shadow nicht schon im ersten Teil tot? Mh, na so eine Banalität kann schon mal untergehen, wenn man vor lauter Ergebenheit beim Abarbeiten der Checkliste darüber vergisst, nochmal diesen verhassten ersten Teil mit diesen albernen Beschleunigungsanzügen zu gucken.
Naja und dann mussten ja noch die coolen Waffen rein. Irgend so ein Panzer, der alles platt macht, obwohl der andere Panzer genauso panzerig ist. Was soll's: good tank vs. bad tank, good tank wins. Und diese krasse Scharfschützenknarre, die um die Ecke schießen kann, cool - so ähnlich, ach was, genau so wie in Wanted. Kommt dann zwar nicht mehr vor in den weiteren 80 Minuten Film, aber schön, dass sie mal kurz da war. Genau wie Channing Tatum (Magic Mike), der bis zu seinem frühen Tod mal kurz vorbei geschaut und dann mutmaßlich zu Steven Soderbergh weitergezogen ist. Oder der Verstand von der Roadblock-Figur (Dwayne Johnson), die mit absurdem Scharfsinn Zweifel an der Identität des Präsidenten hegt - und sogar Recht hat! Wow! Da haben seine Muskelberge mal kurz Sendepause.
185 Mio. US-Dollar gingen für G.I. Joe: Die Abrechnung an Budget in Luft auf, der Kinostart wurde mehrere Male verschoben. Warum nur? Man hätte mit dem Geld so viel Gutes tun können: Für Skill hinter der Kamera und im Cutter-Raum sorgen, eine neue Serie Soldatenpuppen auf den Markt bringen oder einen kleinen Krieg in einem kleinen autokratisch geführten Land mit Ölreserven führen und die Kamera draufhalten, das Gewackel wäre dasselbe. G.I. Joe: Die Abrechnung ist nicht nur ein dummer Actionfilm, nein, er ist ein lärmender Kindergarten ohne Erziehungsberechtigte, dem so was wie Timing oder Handwerk vollkommen abgehen. Und das interessiert noch nicht mal mehr Kinogänger, die im Kopf 12 Jahre alt geblieben sind und noch immer mit Kampfpuppen spielen. Voll der Hass, Bro!  Weitere interessante Filme
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