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The Amazing Spider-Man

(The Amazing Spider-Man, 2012)

Dt.Start: 28. Juni 2012 Premiere: 28. Juni 2012 (Neuseeland)
FSK: ab 12 Genre: Action, Fantasy, Thriller
Länge: 136 min Land: USA
Darsteller: Andrew Garfield (Peter Parker/Spider-Man), Emma Stone (Gwen Stacy), Martin Sheen (Ben Parker), Rhys Ifans (Dr. Curt Connors/The Lizard), Embeth Davidtz (Mary Parker), C. Thomas Howell (Ray), Sally Field (May Parker), Chris Zylka (Flash Thompson), Stan Lee (Stan the Librarian), Denis Leary (George Stacy), Kelsey Chow (Sally Avril), Irrfan (Dr. Ratha), Michael Massee (David Lowell), Campbell Scott (Richard Parker), Annie Parisse (Martha Connors)
Regie: Marc Webb
Drehbuch: Alvin Sargent, Steve Kloves


Inhalt

Aufgewachsen bei Tante May und Onkel Ben, versucht Außenseiter Peter Parker seinen Platz im Leben zu finden und High-School-Schwarm Gwen Stacy zu erobern. Doch als er auf einen Aktenkoffer seines Vaters stößt, setzt er alles daran, das Geheimnis ums Verschwinden seiner leiblichen Eltern zu lüften. Die Fährte führt in die Labors von Oscorp Industries, wo Dr. Curt Connors, Ex-Arbeitskollege seines Vaters, forscht. Dort muss sich Peter seiner größten Herausforderung stellen - und seinem Schicksal.
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Durchschnittliche Redaktionswertung

The Amazing Spider-Man hat eine durchschnittliche Redaktionswertung von 76%
Kurzkritik
von Albert Imroth
Wertung von 89 für The Amazing Spider-Man

Nur 10 Jahre nach dem Auftakt einer Serie schon ein Reboot? Sehr hoch waren die Erwartungen bei dieser Ausgangslage nicht. Doch umso mehr kann der neue Spider-Man von Regisseur Marc Webb ((500) Days of Summer) jetzt begeistern. Am meisten tut er das dank seiner hervorragenden Besetzung, die wirklich geschlossen eine Glanzleistung abgibt! Andrew Garfield (The Social Network) lässt Tobey Maguire schnell vergessen, Rhys Ifans (Anonymus) ist als tragischer Schurke wunderbar zerrissen und in Emma Stone (Crazy, Stupid, Love) muss man sich einfach verlieben. Die eindrücklichste Darstellung liefert allerdings Martin Sheen als Ziehvater Onkel Ben ab. Auch sonst hat The Amazing Spider-Man wirklich alles, was ein großer Sommer-Blockbuster braucht: leichten Humor, tolle Effekte und viel Action. Zu bemängeln gibt es ein paar Schwächen in der Erzählung, die manchmal zu unkompliziert und gehetzt abläuft, und durchaus auffallende Logiklücken. Anfangs scheint es, als müsste der Film erst warm werden, doch hat er das einmal getan, wird er konsequent besser! Bitte mehr!

Kurzkritik
von Daniel Licha
Wertung von 89 für The Amazing Spider-Man

Ungeachtet der Frage, ob ein Reboot der Reihe notwendig war: The Amazing Spider-Man entpuppt sich als die bislang wohl beste Verfilmung der netten Spinne aus der Nachbarschaft. Vieles davon kann man Regisseur Marc Webb zuschreiben, der es nach (500) Days of Summer erneut versteht, seine Charaktere wunderbar miteinander agieren zu lassen und die Emotionalität der Figuren auf den Zuschauer zu übertragen. Die Geschichte ist dabei deutlich näher an der Vorlage als Raimis Werke, optisch sieht das Ganze absolut perfekt aus und auch die Geschichte kann über weite Strecken mitreißen; wirkt sie doch ein ganzes Stück ehrlicher und realistischer als bei den vorangegangenen Verfilmungen. In Sachen Darstellerleistungen sei besonders Emma Stone hervorgehoben, die eine tolle Gwen Stacy abgibt und zudem mit dem gut aufgelegten Spider-Man-Darsteller Andrew Garfield hervorragend harmoniert. Dazu kommt noch das wohl amüsanteste Stan-Lee-Cameo ever und ein wunderbarer Schlusssatz. Was will man mehr?

Kurzkritik
von Dimitrios Athanassiou
Wertung von 50 für The Amazing Spider-Man

Fünf Jahre nach dem letzten Raimi-Spider-Man, bekommen wir eine "neue" Version aufgetischt. The Amazing Spider-Man wirkt allerdings wie ein Netzschwinger auf Abspeckkur. Veränderungen finden sich in der Person Peter Parkers, der jetzt ein melancholischer Außenseiter ist und wie ein Pattinson-Abziehbild aussieht; sowie beim verstorbenen Vater, der nun eine indirekte "Mitschuld" an der Verwandlung seines Sohnes hat. Der Storyline um diese Genexperimente, die auch zum Entstehen des Lizard führen, wird aber viel zu wenig Zeit eingeräumt. Wichtiger schien es, mit einer Teenie-Romanze, die nicht wirklich funken will, zu versuchen, die Twilight-Fans zu gewinnen. Als Resultat ist der Film beinahe so inhaltsarm wie die Vampir-Schmonzetten. Und selbst in punto Moral, wirkt der Streifen irritierend ausgedünnt. Daran ändern selbst Martin Sheen und Sally Field wenig. Statt Tempo, Action und Humor der Raimi-Fassung wurde das Licht gedimmt und auf bedeutungsschwanger getan. Zumindest aber handwerklich wurde einiges richtig gemacht, was jedoch auch daran liegt, das sich durch CGI heute noch mehr Möglichkeiten eröffnen. Eine "erwachsene Story" ersetzt das dennoch nicht.

Kurzkritik
von Michael Schmidt
Wertung von 89 für The Amazing Spider-Man

Die Figur des Spider-Man wird nur fünf Jahre nach dem Ende der Raimi-Trilogie neuaufgelegt. So sehr dabei auch finanzielles Kalkül eine Rolle gespielt haben mag, hat diese neue Version, die auch auf einer anderen Comicserie der Spinne beruht, durchaus ihre Daseinsberechtigung.
Der neue Spider-Man ist ein Produkt der Post-Batman-Begins-Ära und deutlich düsterer angelegt. Andrew Garfield gibt den Helden weitaus ambivalenter, was sich auch beim Rest der Charaktere wiederspiegelt. Der Film ist mit einem höchsten Maß an Emotionaliät ausgestattet, da hier nahezu jeder Charakter in seinem Handeln tiefer ausgelotet wird. Einzig die etwas zu forcierte Komik trübt den äußerst positiven Gesamteindruck und die stimmige, weil dunkle Atmosphäre, da der Held noch lernen muss, ein Held zu sein.
Man hat es hier mit einem Comicfilm der neuen Generation zu tun. Der Ursprung ist erkennbar, doch Botschaft und Kern der Handlung stehen im Vordergrund, sodass man es hier nicht mit einem knallig-bunten Fantasyspektakel zu tun hat, sondern einem Blockbuster, der gekonnt Anspruch und Entertainment vereint.

Kurzkritik
von Florian Tritsch
Wertung von 80 für The Amazing Spider-Man

Die Ausgangslage des Films war grundsätzlich natürlich nicht gut. Die alte Filmreihe ist nicht lange her und der wohl einzige Grund für den Reboot war der schnelle Dollar zwischendurch. Dennoch kann das fertige Produkt dann überraschenderweise doch überzeugen. Dies liegt nicht nur an der durch Christopher Nolans Batman-Reihe inspirierten düsteren Stimmung und der starken Atmosphäre. Sondern auch an den stark geschriebenen und gespielten Charakteren - die sich hier weitaus interessanter geben als in der alten Reihe. Dazu kommt, dass die Entstehungsgeschichte hier deutlich komplexer und näher an der Comicvorlage ist als in der alten Trilogie.

Kritik

von Markus Ostertag
The Amazing Spider-Man hat eine Wertung von 60%
Erst 10 Jahre ist es her, dass Sam Raimi sich mit Spider-Man dem spinnennetzspannenden Marvel-Helden angenommen hat und in fünf Jahren eine sehr erfolgreiche Trilogie veröffentlichte. Jetzt kommt also ein Reboot der Geschichte und wir sehen wieder die Anfänge von Spider-Man. Sehr stark an die Twilight-Generation angelehnt hat der Film einige positive, aber auch viele negative Aspekte, die ihn leider im Mittelmaß verschwinden lassen.

Bild aus The Amazing Spider-Man Eines kann man gleich vorweg nehmen und sagen, dass der neue Spider-Man weniger perfekt ist. Das ist etwas sehr Gutes, denn die aalglatte übermenschliche Art, die in der Raimi-Trilogie zu Tage kam, passte einfach nicht. Spider-Man ist und bleibt ein Mensch - natürlich einer, der durch genetische Kreuzung spinnenhafte Fähigkeiten hat, aber eben dennoch nicht so perfekt ist. Hier hat sich Regisseur Marc Webb, der am ehesten durch seine Arbeit an (500) Days of Summer bekannt ist, sehr eng an die Comics gehalten und zeigt einen durchaus verwundbaren und dadurch tieferen Peter Parker.

Leider merkt man dem Drehbuch an, dass gleich ein paar Autoren agierten und sich so an der einen oder anderen Stelle Fehler einschleichen, die in einer solchen Produktion einfach nicht passieren dürfen. Das sind dann die Momente, in denen der Twilight-Fan sich auf die Dramatik konzentriert und alles andere ausblendet. Dennoch hätte hier mit ein paar Feinschliffen für eine rundere und dadurch deutlich stimmigere Geschichte gesorgt werden können. Insgesamt rutscht The Amazing Spider-Man sehr stark ins romantische Genre ab. Andrew Garfield spielt seine Rolle als Spidy zwar durchaus ansehnlich, aber in Kombination mit Emma Stone passt es irgendwie nicht. Keinem von beiden kann man dafür wirklich die Schuld geben, aber die Luft zwischen ihnen knistert eben einfach nicht.

Insgesamt hätte man sich gerade bei Peter Parker etwas mehr Tiefe gewünscht, denn so eine Verwandlung zum Superhelden ist nichts, was man als High-School-Boy im Vorbeigehen wegsteckt. Hier fehlt dem Film ein wenig die Zeit für Dramatik, die man eher in die Beziehung zu Gwen Stacy gesteckt hat. Genau diese Szenen sind es dann auch, die den eingefleischten Comic- und/oder Action-Fan ein wenig an der Qualität des Streifens zweifeln lassen.

Ansonsten vermag The Amazing Spider-Man durchaus zu überzeugen und die doch recht üppige Laufzeit von über zwei Stunden ohne größere Durchhänger gut zu füllen. Die Action-Szenen sind natürlich über jeden Zweifel erhaben und gerade hier macht Garfield eine wirklich gute Figur und zeigt, dass er der Herausforderung einer solch großen Rolle gewachsen ist. Gerade hier merkt man, wie viel Potenzial in der menschlicheren Spider-Man-Variante liegt, da die Übermacht dem Spinnenmann nicht so deutlich in die Karten spielt.

Der Marc-Webb-Spidy präsentiert sich insgesamt eben etwas bodenständiger und dadurch eigentlich interessanter. Hätte man mehr Sorgfalt walten lassen, dann wäre vermutlich noch ein wenig mehr rauszuholen gewesen. Störend ist bei dem 3D-Film, dass es komplette Szenen gibt, in denen keine Tiefenschärfe existiert und damit den 3D-Effekt ad absurdum führt. Auch das ist ein Indiz dafür, dass Sony die Marvel-Lizenz nochmal ausschlachten will, bevor man sie in wenigen Jahren verliert. Schade drum!



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