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Julia X

(Julia X 3D, 2011)

Dt.Start: nicht bekannt
DVD: 15. November 2012
Premiere: 24. September 2011 (Festival, USA)
FSK: nicht bekannt Genre: Thriller
Länge: 92 min Land: USA
Darsteller: Valerie Azlynn (Julia), Kevin Sorbo (der Fremde), Alicia Leigh Willis (Jessica), Joel David Moore (Sam), Ving Rhames (der Mann)
Regie: P.J. Pettiette
Drehbuch: Matt Cunningham, P.J. Pettiette


Inhalt

Julia ist auf der Suche nach einem neuen Freund. Was bietet sich da im modernen Zeitalter nicht Besseres an als eine Internet-Dating-Gesellschaft? Bei ihrem ersten Treffen allerdings wird sie von ihrem Date entführt und zu ihm nach Hause verschleppt. Als sie aus der Ohnmacht erwacht, wird sie von ihrem Kidnapper mit einem X gebrandmarkt. Doch dieser hätte es sich mit Julia leichter vorgestellt. Es entwickelt sich schnell ein Katz- und-Maus-Spiel ums blanke Überleben.
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Durchschnittliche Redaktionswertung

Julia X hat eine durchschnittliche Redaktionswertung von 75%
Keine weitere Wertung

Kritik

von Daniel Licha
Julia X hat eine Wertung von 75%
You either die as a hero, or live long enough to see yourself become the villain. Dies trifft nun auch auf Serienheld Kevin Sorbo zu, der in dieser durchgeknallten und ultrabrutalen Abrechnung mit dem Horrorgenre einen wunderbaren Serienkiller zum Besten geben darf. So präsentiert sich der Publikumsliebling vieler Horrorfestivals als kurzweiliger Spaß, den man als Genrefan unter keinen Umständen verpassen sollte.

Bild aus Julia X Etwas mehr als ein Jahr hat es gedauert, bis nun auch die Heimkinozuschauer die Möglichkeit haben, den Geheimtipp des Fantasy Filmfest 2011 auf DVD und Blu-ray zu sichten. Der in einem beeindruckenden 3D präsentierte Film erwies sich dort als Publikumsrenner, und nachdem Julia X 3D aufgrund der verweigerten Freigabe der FSK eine Kinoauswertung verwehrt blieb, mussten die Genrefans nun ein wenig länger auf Hercules Kevin Sorbo als kaltblütigen Killer warten.

Ein gemütliches Blind Date in einem Restaurant wird zum Albtraum für die attraktive Julia, als sich der Traummann als perverser Serienkiller entpuppt, dessen Vorliebe es ist, unschuldige Frauen genussvoll zu quälen und letztendlich zu töten. Direkt vom Restaurant wird die junge Frau in seine Folterkammer verschleppt. Mit dem Mute der Verzweiflung gelingt ihr letztendlich die Flucht, doch hat sich nicht mit der Hartnäckigkeit des Killers gerechnet. Doch auch der Killer selbst hätte wohl nicht erwartet, dass sich die Nacht mit Julia als eine solche Herausforderung gestaltet, denn Julia hat noch ein ganz anderes Ass im Ärmel. Ein munteres Katz-und-Maus-Spiel kann beginnen.

Ähnlich wie beim kürzlich im Kino laufenden Cabin in the Woods sollte sich der Zuschauer nicht von der Inhaltsangabe in die Irre leiten lassen, denn das eben angeschnittene Szenario gibt nur den Unterbau einer Geschichte wieder, die viel tiefer geht, als man es auf den ersten Blick meinen könnten. Auf herrliche Art und Weise wird hier das Horrorgenre auseinandergenommen und der Zuschauer an der Nase herumgeführt. Dabei kann Regisseur P.J. Pettiette seine Kreativität wunderbar ausleben, was im Grunde als Herzstück dieser überaus gelungenen Horrorparodie angesehen werden kann. Dabei ist Julia X 3D auf morbide Art und Weise ein überaus amüsantes und unterhaltsames Stück Kino, das in seinen Wurzeln dennoch ein knallharter Horrorfilm ist. Kompromisse gibt es keine, das Blut fließt in Strömen, die Kills und Foltermethoden könnten böser kaum sein und am Ende wird das Ganze optisch noch in einem atemberaubenden 3D präsentiert, das seinesgleichen sucht.

Die Krönung des Filmes ist jedoch das Spiel von Serienheld Kevin Sorbo. Besonders im Vorfeld wurde die Entscheidung, ausgerechnet Hercules als eiskalten Mörder zu besetzen, eher skeptisch betrachtet, doch erweist sich diese als absolut perfekt. Wie er als iPod-Killer regelmäßig auf lakonische Art und Weise seine One-Liner von sich geben darf, ist herrlich anzusehen, und auch seine physische Präsenz trägt zum Gelingen des Filmes bei. Zudem gefällt auch sein weiblicher Gegenpart Valery Azlynn, die nicht nur optisch sehr vorteilhaft in Szene gesetzt wird, sondern sich als gelungene Gegenspielerin präsentieren darf, die mehr als nur eine damsel in distress ist.

Eine kleine Warnung sollte zudem noch an alle Zuschauer ausgesprochenen werden, die einen schwachen Magen ihr eigen nennen, denn dann dürfte Julia X 3D die falsche Wahl für einen DVD-Abend sein. Gleiches gilt für die Zuschauergruppe, die Parodien im Horrorgenre eher negativ gegenüber steht. Allen anderen jedoch sei dieser kurzweilige Horrorspaß wärmstens zu empfehlen, ist P.J. Pettiettes Werk letzten Endes ein bitterböser Horrorspaß, den man sich nicht entgehen lassen und nach Möglichkeit unbedingt in der englischen Originalversion anschauen sollte.



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