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Exit Humanity(Exit Humanity, 2011)
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nicht bekannt DVD: 25. Mai 2012
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Premiere: |
18. September 2011 (Festival, Schweden) |
| FSK: |
ab 18
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Genre: |
Drama, Horror |
| Länge: |
108 min
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Land: |
Kanada |
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Darsteller:
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Brian Cox (Malcolm Young), Mark Gibson (Edward Young), Dee Wallace (Eve), Bill Moseley (General Williams), Stephen McHattie (Medic Johnson), Jordan Hayes (Emma), Adam Seybold (Isaac), Ari Millen (Wayne), Jason David Brown (Roy), Sarah Stunt (Julia Young), Christian Martyn (Adam Young), John Geddes (Cliff), Jesse T. Cook (Hank), Matt Griffin (Charles) |
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Regie:
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John Geddes |
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Drehbuch:
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John Geddes |
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 Inhalt
Edward Young hat seine Frau und seinen kleinen Sohn an fleischfressende Kreaturen verloren, die plötzlich überall auftauchen. Auf seinem Weg, die Asche seines Sohnes zu verstreuen, verteidigt er sich nicht nur gegen die Untoten, sondern bietet auch dem skrupellosen Sergeant Williams die Stirn. Während er sich gegen all das zur Wehr setzt, findet er heraus, dass es Hoffnung gibt in dieser blutig gewordenen Welt. |  |
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Durchschnittliche Redaktionswertung
Keine weitere Wertung
Kritik
von Carmen Porschen
Wenn Untote oder von einem merkwürdigen Virus befallene Menschen, die auf Fleisch aus sind, die Erde heimsuchen, dann ist die Chance auf Rettung verschwindend gering. Anders bei dem Film Exit Humanity: Die Bedrohung, die hier gezeigt wird, ist 140 Jahre her und konnte bis zur Gegenwart eingedämmt werden. In den Erinnerungen, die aus dem Tagebuch von Edward Young resultieren, begleiten wir eben diesen bei seinem Kampf gegen die Zombies. Es geht aber weniger um Splatter, sondern eher um das Schicksal der einzelnen Figuren und eine echte Geschichte. Die meiste Zeit über gelingt es Regisseur John Geddes auch, einen respektablen Film zu machen. Es gibt lediglich hin und wieder Schwächen bei der Kameraführung. Auch die Verbindung zur Ausgangslage, der Gegenwart, gelingt nicht sonderlich gut.
Tennessee, 1871: Mitten in den Kämpfen des Bürgerkrieges tauchen unter den Soldaten seltsame Kreaturen auf. Sie sehen aus wie Tote, allerdings wandern sie in der Gegend umher und sind auf der Suche nach Menschenfleisch. Edward Young konnte den Wesen zwar entkommen, doch zurück bei seiner Familie unterschätzt er den Ernst der Lage: Während er seine Familie noch einmal für kurze Zeit alleine lässt, wird seine Frau gebissen, was sie in ein ebenso blutrünstiges Wesen verwandelt. Edward bleibt keine Wahl: Er muss sie erschießen. Sein Sohn ist unterdessen verschwunden, um ihn wiederzufinden, macht sich Edward auf die Suche nach ihm. Er findet ihn - doch er ist bereits verwandelt. Schweren Herzens erlöst er den Sohn und beschließt, seine Asche an einem besonderen Ort zu verstreuen. Auf der Reise dorthin begegnet er Isaac, der Hilfe braucht: Seine Schwester wurde von dem skrupellosen Südstaaten-General Williams verschleppt, der an Menschen grausame Experimente durchführt, um ein Mittel gegen die Zombies zu finden. Edward zieht mit Isaac zusammen in den Kampf gegen Williams und sein Gefolge sowie gegen die Untoten, die hinter jedem Baum und jedem Busch lauern können.
Untote im Jahr 1871? Kann das zusammenpassen? In dem Horrorfilm Exit Humanity des Regisseurs John Geddes ist es tatsächlich so. Da tauchen die nach menschlichem Fleisch lechzenden Kreaturen nicht (nur) in der modernen Neuzeit auf, sondern zunächst einmal in den Bürgerkriegszeiten im Jahr 1871. Diese Grundidee irritiert zunächst, macht aber auch die Besonderheit des Filmes aus, denn so etwas hat man trotz der Fülle von Zombie-Filmen noch nicht gesehen. So ist der Held, Edward Young, auch nur mit einem Gewehr ausgestattet und stapft nicht durch die Großstadt, sondern durch Wälder und kleine Dörfer - fast das Höchste der damaligen Zivilisation. In diesem puren Setting haben auch die Untoten eine bedrohlichere Wirkung, denn der Mensch hat ihnen wenig entgegenzusetzen außer einiger weniger Waffen und Muskelkraft.
Exit Humanity ist erst die zweite Regiearbeit von John Geddes, dafür liefert er aber bereits eine größtenteils respektable Leistung ab. Während der Handlung, die zwar nicht den Schwerpunkt auf Splatter gelegt hat, aber doch auch seine blutigen Momente aufweist, gibt es regelmäßig Zwischeneinschübe. Kleine Sequenzen sind gezeichnet und zeigen oftmals das, was real auch schwieriger darzustellen gewesen wäre. Die Zeichnungen passen sich an die Sepia-Farben des Filmes an und sind ein schöner Einfall, der dem Film noch etwas mehr Flair und Charakter gibt. Die Zombies sehen vielleicht nicht ganz so erstklassig aus, wie in anderen Produktionen, fallen aber auch nicht besonders unangenehm auf.
Überhaupt schafft Geddes eine recht düstere und authentische Atmosphäre, dominiert von einer dunklen und eher leblosen Landschaft, die nachts im Dunklen versinkt und auch tagsüber Trübnis und Stille verbreitet. Zur ständig lauernden Bedrohung durch die Kreaturen passt diese Grundstimmung ausgezeichnet. Die Schauspieler sind ebenfalls gut gewählt und machen ihren Job ganz gut. Schnitt und Szenenwechsel sind allerdings nicht immer optimal und erschweren es stellenweise, der Handlung gut zu folgen. Diese Mängel offenbaren möglicherweise, dass Geddes nicht die größte Erfahrung mit der Umsetzung ganzer Spielfilme hat. Es kommt außerdem vor, dass die Handlung ein bisschen in ein Billigfilmchen abrutscht. Das geschieht vorwiegend dann, wenn die bösen Buben, angeführt von General Williams, auftauchen. Sie werden zwar zunächst gut eingeführt, doch bei der Ausformung ihrer Charaktere hapert es. Sie bleiben flache, zuweilen seltsame Figuren und ihre skrupellosen Machenschaften, um die eigene Haut zu retten, werden nur angedeutet und wirken oftmals eher skurril. Zu allem Überfluss verlaufen sie im Sande.
Abgesehen von den wenig ausgearbeiteten und eher klischeehaften bösen Charakteren, ist Geddes das Drehbuch zu diesem Film ganz gut gelungen. Es geht nicht nur um das gehetzte und scheinbar aussichtslose Entkommen aus der Zombie-Hölle. Vielmehr erscheinen die Untoten als Grundhandlung in Zusammenhang mit ganz anderen Elementen, wie Liebe, Zusammenhalt und Heldenmut. Dazu kommt, dass es hier auch eine Erklärung, einen Ursprung für die Untoten gibt, und zwar eine, die in das Setting passt. Mystisch und abgründig. Was allerdings etwas unklar bleibt: Wie konnten die Zombies so sehr ausgerottet werden, dass sie mehr als ein Jahrhundert völlig verschwinden? Und warum sind sie nun, in der Gegenwart, doch wieder da? Denn mit dieser aktuellen Bedrohung startet der Film, nur um dann in die Vergangenheit abzutauchen, die dank des Tagebuchs von Edward Young so genau rekonstruiert werden kann. Die Gegenwart bleibt lediglich der Anlass für den Film, spielt aber im Verlauf und auch abschließend keine Rolle mehr. Das wirft dann doch die Frage auf, wie es nun weitergeht und welchen Nutzen die Menschen nun aus den Ereignissen im Jahr 1871 ziehen können.
Exit Humanity ist also ein einziger Trip in die Vergangenheit, in der ungeahnterweise bereits untote Kreaturen die Menschen heimsuchten und viele mit ins Verderben rissen. Es gibt Rettung, doch offensichtlich eine, die nicht ewig vorhält. Warum das so ist, bleibt offen. Abgesehen von diesem faden Beigeschmack ist Geddes Film durchaus interessant, spannend und unterhaltsam gestaltet. Die raffinierte und neue Idee, Untote bereits in der Vergangenheit auftauchen zu lassen, setzt der Regisseur beachtlich um, nicht zuletzt dank seines guten Hauptprotagonisten Mark Gibson. Sein Schwanken zwischen Mutlosigkeit wegen des Verlustes seiner Familie und dem Willen, sich weiterhin gegen die Kreaturen zur Wehr zu setzen, gibt Exit Humanity viel Stärke und eine gewisse Glaubwürdigkeit. Die Untoten nahmen ihm alles und beinahe auch den Lebensmut. Doch bei seinem Weg durch die Welt findet er tatsächlich noch neue Hoffnung und kann dadurch letztlich auch Frieden mit sich selbst schließen. Ihn bei diesem Weg zu begleiten, lohnt sich für den Zuschauer auf jeden Fall.  Weitere interessante Filme
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