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Wer's glaubt, wird selig(Wer's glaubt, wird selig, 2012)
| Dt.Start: |
16. August 2012
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Premiere: |
16. August 2012 (Deutschland) |
| FSK: |
ab 6
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Genre: |
Komödie |
| Länge: |
105 min
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Land: |
Deutschland |
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Darsteller:
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Christian Ulmen (Georg), Hannelore Elsner (Daisy), Lisa Potthoff (Evi), Simon Schwarz (Hartl), Fahri Ögün Yardim (Pater Paolo Barsotti), Jürgen Tonkel (Bestatter Möslang), Billie Zöckler (Haushälterin Hildegard), Nikolaus Paryla (Papst Innozenz XIV), Hubert Mulzer (Kardinal Santi), Marlene Morreis (Konstanze), Gerhard Wittmann (Pfarrer Felix), Marie Leuenberger (Emilie), Johannes Herrschmann (Karl-Heinz Gumberger) |
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Regie:
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Marcus H. Rosenmüller |
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Drehbuch:
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Jeremy Leven, Marcus H. Rosenmüller |
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 Inhalt
Der Klimawandel macht dem bayerischen Skiort Hollerbach seit Jahren zu schaffen. Es will einfach nicht mehr schneien und die Gäste bleiben fern. Da hat Georg, der Wirt eines Ski-Diners, die rettende Idee: Als seine ungeliebte, aber sehr religiöse Schwiegermutter stirbt, will er sie heilig sprechen lassen, um die Touristen wieder ins Dorf zu locken. Doch dazu braucht es ein echtes Wunder. |  |
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Durchschnittliche Redaktionswertung
Kurzkritik
von Daniel Licha
Um ein kleines, ehemaliges Touristendörfchen zu retten, beschließt ein Mann, seine verstorbene Schwiegermutter heilig sprechen zu lassen. Als die Kirche nun eine Untersuchung beantragt, lassen sich die Dorfbewohner allerhand einfallen, um zu beweisen, dass sie zu ihren Lebzeiten Wunder bewirken konnte. Mit viel bayerischem Charme, einem spielfreudigen Cast und einigen herzlichen Momenten kann Marcus H. Rosenmüllers Komödie beim Zuschauer punkten. Sicherlich ist vieles sehr weit hergeholt und man muss sich etwas auf das Geschehen einlassen; ist dies jedoch geschehen, bekommt der Zuschauer einen vergnüglichen Schwank und den wohl liebevollsten Papst aller Zeiten geboten.
Kritik
von Bettina Friemel
Ui, der Rosi hat einen neuen Film gedreht! Immer noch das überraschend grandiose Debüt Wer früher stirbt ist länger tot im Kopf, betritt man wieder einmal voller Vorfreude und zugegeben mit großen Erwartungen den Kinosaal. Und merkt schnell, dass man die Ansprüche vielleicht lieber hätte runterschrauben sollen. Denn Wer's glaubt wird selig ist ein ansehnlicher Film, der durchaus unterhalten kann, sich aber irgendwie in konstruierten Kuriositäten verliert.
Wir befinden uns natürlich in Bayern - wie in allen Filmen von Marcus H. Rosenmüller, der dem altbackenen Genre des Heimatfilms zu neuem Glanz verhalf. Bis dahin kann man sich auf das übliche Dorfidyll vorbereiten, mit all seinen eigensinnigen Bewohnern und deren liebevollen und sehr speziellen Umgangsformen. Allerdings spielt diesmal auch Christian Ulmen mit. Ein Fischkopf in Bayern - nicht nur im Film thematisiert, sondern auch allgemein etwas befremdlich. Doch bald ist die Skepsis eingedämmt, Ulmen stört das ländliche Idyll gar nicht so sehr wie befürchtet.
Auch die übrigen Schauspieler wissen ihre Figuren mit Leben zu füllen. Nur irgendwie liegt's wohl am Drehbuch, dass die Handlung nicht so recht an Fahrt aufnehmen will. Da sitzt jetzt der Papst in einem Ski-Diner und lässt sich von einem hektischen Christian Ulmen alias Georg nicht nur bekochen, sondern auch mit seinem Dauergefasel die Ohren abkauen. Die Ausgangslage macht durchaus Lust auf mehr, doch dauert es eine gefühlte Ewigkeit, bis man endlich einmal verstanden hat, wohin uns die Geschichte führen will.
Hat man die Anlaufschwierigkeiten aber erst einmal abgesessen, gibt es ein paar schöne Verwirrungen und Albernheiten, die immer wieder zum Lachen oder wenigstens Schmunzeln anregen. Mit viel Leichtigkeit und Kreativität inszeniert Marcus H. Rosenmüller die Bauerntölpeleien um einen fingierten Überfall und für eine Weile fühlt man sich an Wer früher stirbt ist länger tot erinnert. Auch einige Dialoge sitzen wie eine Eins und erheitern das Gemüt, nur sind diese amüsanten Momente im Lauf des Filmes etwas weit verstreut zwischen manchen Längen. Noch dazu sieht es das Drehbuch so vor, dass in die Geschichte über den rechten Glauben und eine Heiligsprechung ein paar echte Wunder einfließen müssen. Und da wird's dann wieder etwas konfus und an den Haaren herbeigezogen, und leider stellenweise auch sehr Slapstick-artig.
Prinzipiell ist es eine schöne Idee, das Thema "Glauben" mal nicht von der ernsten, tiefgreifenden Seite anzugehen. Wer's glaubt wird selig bietet zwar hin und wieder kleine Denkanstöße, sich selbst seiner eigenen Einstellung zu dem Thema bewusst zu werden, hält die Religiosität jedoch in einem akzeptablen Rahmen und zeigt, dass auch die Geistlichen im Vatikan einen kleinen Spaß zwischendurch zu schätzen wissen und auch recht menschliche Züge an sich haben. Völlig aus der Rolle der weitverbreiteten Vorstellung fällt Pater Paolo Barsotti (Fahri Yardim in einer Doppelrolle), der das Herz am rechten Fleck trägt, durch seine Tollpatschigkeit jedoch nicht direkt ins Bild des verklärten Gottesdieners passt. Auch wenn diese Figur den Humor des Films ein wenig ins Alberne zieht, wäre es doch wünschenswert, auch im wahren Leben mehr solcher Prediger vorzufinden.
Insgesamt hätte Wer's glaubt wird selig gerne noch schräger sein können. Der Stoff würde durchaus genügend Möglichkeiten bieten. Auch die Struktur der Erzählung trägt ein wenig dazu bei, dass die Handlung immer wieder ins Stocken gerät. Vielleicht hätte eine chronologische Erzählweise den Zuschauer schneller ins Geschehen reingezogen. Leider hält Christian Ulmen mit seiner prominenten Eigenart anfangs ein wenig davon ab, sich auf die Geschichte einzulassen. Aber hat man sich erst einmal daran gewöhnt, weiß Wer's glaubt wird selig dennoch gut auf rosenmüllersche Art zu unterhalten.  Weitere interessante Filme
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