Einmal mehr bekommt der geneigte Filmfan in Supershark ein riesiges Tiermonster geboten. Einmal mehr handelt es sich, wie der Titel schon verrät, um einen Hai. Und einmal mehr handelt es sich um billige Massenware, die ausschließlich aufgeschlossenen Trashfans zu empfehlen ist. Die darstellerischen Leistungen sind irrelevant, die Effekte sind billig, die Dialoge hölzern, und somit ist alles genau so, wie man es bei solch einer Prämisse erwartet.
Nein, Roger Corman hat mit Supershark nichts zu tun. Auch handelt es sich nicht um eine SyFy-Channel Produktion. Dennoch sind sich diese Filme allesamt zum Verwechseln ähnlich, denn alle laufen sie gleich ab, alle sehen sie gleich aus, und alle hören sie gleich auf. Überraschungen gibt es somit keine, aber das sollte jedem geneigten Filmfan eigentlich im vornherein schon klar sein. Diese Filme schaut man nicht wegen ihrer Qualität, wegen ihrem Drehbuch oder ihren Darstellern, nein, es geht ausschließlich um den Spaß am schlecht sein.
Deswegen gibt es hierzu im Grunde auch gar nicht viel zu sagen. Ein böser Industrieller sorgt dafür, dass ein Riesenhai aus seinem natürlichen Gefängnis befreit wird, dieser bringt in der Folge mehrere Badegäste um, Spannung ist natürlich nie vorhanden und am Ende kommt das Militär, welches mit modernster Waffe die Jagd eröffnet. Einzig die weibliche Hauptfigur sowie ein Sprüche klopfender Radiomoderator schaffen es immer wieder, das Interesse des Zuschauers aufrecht zu erhalten.
Glücklicherweise hat der Film aber dann doch noch genügend vollkommen bescheuerte Ideen zu bieten (vor allem was das Verhalten des Haifischs, die Angriffsmethoden des Militärs, sowie eben dessen erwähnte Waffe angeht), sodass der Film sich zumindest ein wenig von dem absoluten Bodensatz dieser Monsterfilme abheben kann. Gleichzeitig schafft er es jedoch nicht, an Filme wie Sharktopus oder Mega Piranha heran zu kommen, welche es mit genügend Selbstironie schafften, den Unterhaltungsfaktor markant nach oben zu schrauben, und dies obwohl Regisseur Fred Olen Ray anno 1992 mit Evil Toons bewiesen hat, dass er selbstironischen Trash inszenieren kann.
Die Darsteller um Sarah Lieving (Lakeview Terrace), Tim Abell (We Were Soldiers) und John Schneider (aus der original TV-Serie Ein Duke kommt selten allein) mühen sich mit dem inhaltsleeren Drehbuch erst gar nicht ab, sondern spielen größtenteils einfach drauf los, wobei vor allem letzterer mit zur Situation passendem Overacting etwas herauszustechen vermag.
Unterm Strich ist dies kein Film, den man weiterempfehlen kann, doch in geselliger Runde und mit der richtigen Einstellung kann man dennoch unterhalten werden. Wer aber mit dieser Art von Filmen ohnehin nichts anfangen kann, wird sich hier lediglich innerhalb weniger Minuten bestätigt fühlen.