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360(360, 2011)
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16. August 2012
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Premiere: |
09. September 2011 (Toronto Film Festival, Kanada) |
| FSK: |
ab 12
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Genre: |
Drama, Romanze |
| Länge: |
110 min
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Land: |
UK, Österreich, Frankreich, Brasilien |
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Darsteller:
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Rachel Weisz (Rose), Jude Law (Michael), Anthony Hopkins (John), Ben Foster (Tyler), Maria Flor (Laura), Gabriela Marcinkova (Anna), Katrina Vasilieva (Alyssa), Moritz Bleibtreu, Jamel Debbouze, Peter Morgan |
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Regie:
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Fernando Meirelles |
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Drehbuch:
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Peter Morgan |
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 Inhalt
Das Liebesleben mehrerer Menschen ist episodenhaft miteinander verknüpft. Geschäftsmann Michael versucht, seiner Frau Rose treu zu bleiben, die ihn allerdings mit einem brasilianischen Fotografen hintergeht. Dessen Freundin Laura will ihn verlassen, sitzt aber wegen eines Schneesturms am Flughafen von Denver fest. Dort begegnet sie dem älteren John, der seine verschwundene Tochter sucht, und Mitglied einer Selbsthilfegruppe ist. Dort sitzt auch Valentina, die ihre Ehe beenden und ein neues Leben mit ihrem Chef anfangen will. |  |
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Durchschnittliche Redaktionswertung
Keine weitere Wertung
Kritik
von Dimitrios Athanassiou
Wie sagte so schön bereits der antike Philosoph Heraklit: Panta Rhei, alles fließt. Auch bei 360 fließt vieles ineinander. In Short Cuts werden, stargespickt, die Schicksale sehr unterschiedlicher Menschen abgehandelt, die sich entweder direkt oder indirekt gegenseitig beeinflussen. Die Glaubwürdigkeit des Geschehens bleibt dabei allerdings zuweilen auf der Strecke. Zu weit hergeholt will die eine oder andere Wendung erscheinen. Zudem erweisen sich die einzelnen Episoden inhaltlich nicht unbedingt als gleichwertig, was zwangsläufig Längen produziert. Daran ändert auch das Starensemble wenig. In Gegenteil, die Hollywood-Prominenz wirkt oft geradezu deplatziert.
Die Leben vieler Menschen sind oft auf eigentümliche Weise miteinander verwoben, ohne dass diese davon etwas ahnen würden. Alle unsere Handlungen und auch die Entscheidungen, welche andere für uns trafen, führten letztendlich zu dem Punkt, der einzig möglich war. Und irgendwie schließt sich am Ende der Kreis. 360, der neue Film von Regisseur Fernando Meirelles (Der ewige Gärtner, Die Stadt der Blinden), impliziert bereits im Titel diesen immerwährenden Kreislauf. Er handelt von einer Reihe unterschiedlicher Menschen abweichender Nationalitäten, die in verschiedenen Ländern und Kontinenten leben, deren Schicksale aber zumindest locker miteinander verbunden sind. Meist verlaufen ihre Leben parallel, ohne dass sich ihre Wege kreuzen. In den seltenen Fällen jedoch, in denen sie sich berühren, kann es zu außergewöhnlichen Wendungen kommen.
360 arbeitet sich durch eine Vielzahl kürzerer wie längerer Episoden, in denen sich erstaunlich viel Hollywood-Prominenz, wie Anthony Hopkins, Jude Law und Rachel Weisz, die Klinke in die Hand gibt, und sogar für Deutschlands cineastische Universalwaffe Moritz Bleibtreu ward ein Plätzchen gefunden. Die einzelnen Geschichte wirken auf den ersten flüchtigen Blick noch reichlich unterschiedlich. Angefangen beim osteuropäischen Erotikmodell, dass das schnelle Geld im Escortgewerbe sucht; über einen älteren Herrn, der im Flieger sitzt und sich auf dem Weg befindet, einen Leichnam zu identifizieren, welcher der seiner vor einem Jahr verschwundenen Tochter sein könnte; bis hin zum Bodyguard eines russischen Mafia-Bosses, der sich am liebsten in die Welt der Literatur flüchtet, da er seinen Job eigentlich verabscheut. Mehr oder minder unaufgeregt plätschert der bunte Bildereigen dahin, wobei die einzelnen Stränge nicht zu Ende geführt werden, sodass die losen Enden immer wieder aufgegriffen werden können.
Nach einer Weile beginnt dieses Puzzle, das sich mit der Zeit als nichts anderes herausstellt, als ein polyethnisches Bäumchen-Wechseldich-Spiel, jedoch stark an Sinn und Gehalt zu verlieren. Meirelles möchte dem Publikum weismachen, dass Dreh- und Angelpunkt seiner Geschichten Schicksal und Fügung sind. Zum zentralen Mantra wird dabei die immer wieder zitierte Glückskeksweisheit Wenn Du an eine Weggabelung kommst, dann nimm sie. Als wäre es gut möglich, anders zu handeln; es sei denn, man entschließt sich dort für immer zu verweilen oder umzukehren. Dieser philosophische Diskurs ist allerdings bereits weitaus höher angesiedelt als der Subtext des Films.
Auf eine simple Formel heruntergebrochen, lässt sich resümieren, dass 360 auf das Karussell mehr oder minder komplexer menschlicher Schicksale aufspringt. Wobei die Verkettung der einzelnen Stränge zuweilen reichlich hanebüchen ist. Dabei reduziert sich das fast immer recht zügig hauptsächlich auf die sexuelle Komponente und vermag damit nur wenig Zauber zu versprühen. Abgesehen von Anthony Hopkins' Filmfigur, lustwandeln die meisten Charaktere, was ihre vielen Geschichten erschreckend banal wirken lässt, zumal nicht alle auch gleichermaßen interessant ausgestaltet wurden.
Nicht völlig ohne Charme und zuweilen mit einer Portion makaberen Humors ausgestattet, entbehrt dieser filmische Kreislauf logischerweise einer Mitte. Ein roter Faden hätte dem Film aber sichtlich gut getan, beispielsweise in der Form einer zentralen Erzählung, um die herum die anderen hätten kreisen können. Die Mischung aus Beziehungsdrama, Episoden- und Ensemblefilm verfehlt das selbst gesteckte Ziel und wirkt letzten Endes in sich weder schlüssig noch rund. Zu konstruiert sind viele der Situationen und zu deutlich irrlichtern gerade Stars wie Jude Las und Rachel Weisz als Fremdkörper durch die einzelnen Short Cuts.  Weitere interessante Filme
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