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Frisch Gepresst

(Frisch Gepresst, 2012)

Dt.Start: 23. August 2012 Premiere: 23. August 2012 (Deutschland)
FSK: ab 6 Genre: Komödie
Länge: 95 min Land: Deutschland
Darsteller: Diana Amft (Andrea Schnidt), Tom Wlaschiha (Chris), Alexander Beyer (Gregor Fischle), Jule Ronstedt (Sabine), Sylvester Groth (Helgo), Sunnyi Melles (Franziska Schnidt), Yasmina Filali (Xenia), Joram Voelklein (Dr. Wiedmann)
Regie: Christine Hartmann
Drehbuch: Dirk Ahner, Christine Hartmann


Inhalt

Andrea Schnidt befindet sich in einer kleinen Lebenskrise. Ihr Dessousladen steht kurz vor dem Bankrott und ihre Mutter fürchtet sich, dass Andrea als alte Jungfer enden könnte. Denn die Chancen stehen gut: Andrea kann mit Babies so gar nichts anfangen und will auch niemals selbst eins haben. Blöd nur, dass sie mit dem Macho Gregor volltrunken in die Kiste steigt und bei dem Beginn ihrer ersten guten Beziehung seit langem mit dem charmanten Anwalt Chris feststellt, dass sie schwanger ist. Aber schwanger von wem?
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Durchschnittliche Redaktionswertung

Frisch Gepresst hat eine durchschnittliche Redaktionswertung von 15%
Keine weitere Wertung

Kritik

von Dimitrios Athanassiou
Frisch Gepresst hat eine Wertung von 15%
Diana Amft, der Star aus der beliebten TV-Serie Doctor's Diary, spielt in Frisch Gepresst die junge Dessous-Designerin Andrea, die ihr Singledasein sehr schätzt. Solange zumindest, bis ihr der vermeintliche Traummann über den Weg läuft. Für Nestbau ist der aber nicht zu haben. Der Ersatzlover dafür umso mehr. Bleibt nur noch die Frage zu klären, wer Vater des Kindes ist, denn Andrea ist plötzlich schwanger. Selten wurde ein bereits völlig breitgetretenes Thema noch einmal derart kreativlos und einschläfernd umgesetzt. Höchstnoten verdient sich nur der Zuschauer, der bis zum Ende im Kinosaal ausharrt.

Bild aus Frisch Gepresst Wie heißt es so schön, nach dem Spiel ist vor dem Spiel! Im übertragenen Sinne gilt das auch für Frisch Gepresst. Kaum eine deutsche Rom-Com der letzten Jahre verpuffte, kaum dass man wieder den Fuß vor die Tür des Lichtspielhauses gesetzt hatte, so sang und klanglos, ohne Erinnerungswerte zu hinterlassen. Inszenatorisch auf TV-Niveau, erinnert die Adaption des gleichnamigen Bestsellers von Susanne Fröhlich an eine gequält in die Länge gezogene Episode einer beliebigen Telenovela, wobei manch eine Soap-Episode mitunter noch amüsanter sein kann, sei es auch unfreiwillig.

Die Handlung wartet mit solch komödiantischen Großkalibern auf wie Andrea (Diana Amft), Unterwäschedesignerin und Singlefrau um die 30 mit Problemen. Nicht, weil sie etwa Single ist. Nein, das Singledasein stört sie nicht, dafür ist ihr ihre Unabhängigkeit viel zu wichtig. Zudem hat sie schon genug damit zu tun, ihren schlecht gehenden Dessous-Shop aus den roten Zahlen zu bekommen. Sie hätte also, selbst wenn sie es wollte, überhaupt keine Zeit für eine Beziehung. Obendrein ist sie felsenfest davon überzeugt, die geborene Rabenmutter zu sein. Ihre herrische Mutter (Sunnyi Melles) nervt sie allerdings gehörig damit, endlich zur Familiengründung zu schreiten, als höre sie Andreas biologische Uhr lauter ticken, als sie selbst.

Gänzlich uninteressiert am anderen Geschlecht ist Andrea nicht. Vor allem dann, wenn plötzlich ihr Jugendschwarm Gregor (Alexander Beyer), gut situierter Frauenflüsterer, plötzlich wieder in ihrem Leben auftaucht. Da darf sich Frau auch mal eine durchzechte und (vielleicht auch) durchvögelte Nacht erlauben. Der Macht des Vergessens via Gehirnzellen-Blackout am nächsten Morgen sei Dank! Und wenn kurze Zeit später der sympathische aber biedere Rechtsanwalt Chris (Tom Wlaschiha) sein Stelldichein als neuer Lover gibt, kann immer noch umdisponiert werden. Wenn Frau aber unerwartet schwanger wird und gleich zwei Prachtburschen in Frage kommen, ist das Chaos vorprogrammiert.

Wer bei dieser Zeitraffer-Zusammenfassung zur Meinung gelangte, dieser Film könnte auch nur im Entferntesten so etwas wie Witz oder Charme versprühen, darf ruhig seine kostbare Lebenszeit diesem uninspirierten Zelluloid-Narkotikum opfern. Selten wurde derart gähnend langweilig das Geschlechtsleben von Singles um und jenseits der 30 dargestellt, wie in Frisch Gepresst. Diana Amft, die in der TV-Serie Doctor's Diary eine treue Fangemeinde eroberte, liefert hier eine selten glanzlose Show ab, in die sich die anderen Darsteller nahtlos einreihen.

Frisch Gepresst ist nicht mehr, als eine plapperhafte filmische Schlaftablette, welche die Bezeichnung Rom-Com schon deshalb nicht verdient, da nichts daran einen romantischen Flair versprüht. Das wird dann nur noch vom komödiantischen Totalausfall des Drehbuchs getoppt. Von "frisch gepresst" kann hier zudem keine Rede sein. Dieser Streifen hinterlässt eher einen ranzigen Nachgeschmack. Eindeutig Prädikat besonders öde. Jedes weitere Wort erübrigt sich.



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