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Die Qual der Wahl

(The Campaign, 2012)

Durchschnittliche Redaktionswertung

84%



Inhalt

Zum fünften Mal kandidiert Cam Brady für einen Sitz im US-Kongress. Wie immer ist er sich seiner Sache sicher - bis plötzlich ein unerwarteter Nebenbuhler in North Carolina auftaucht. Der kauzige Außenseiter und überzeugte Familienmensch Marty Huggins will es als Newcomer mit dem alten Polit-Hasen Brady aufnehmen. Ein schmutziger Wahlkampf beginnt.

Kritik

von Michael Schmidt

Wertung Kritik

84%

Will Ferrell gehört mit zu den bekanntesten Komikern weltweilt. Seine Filmkarriere gleicht da manchmal mehr einer Achterbahnfahrt. Auf ein Highlight folgt auch schon mal ein Flop. Generell muss man ihm aber zu Gute halten, trotz schwächerer Werke, immer wieder unvergessliche komödiantische Momente kreiert zu haben. Sein albern-absurder Stil ist dabei sicher nicht ganz allgemeintauglich, aber spätestens mit Die etwas anderen Cops konnte er ein echtes Highlight abliefern und auch schwächere Filme vergessen machen. In Die Qual der Wahl vereint er sich mit einem der Shootingstars der letzten Jahre. Die Erwartungen an das Projekt waren groß, und das Ergebnis schwer abzuschätzen.

Bild aus Die Qual der Wahl Letztlich ist dabei eine sehr gute, manchmal sogar brillante Komödie entstanden. Interessant ist die Mischung aus Brachialkomik, für die die beiden Stars bekannt sind, und kluger Satire mit Seitenhieben auf das Politgeschäft. Manche der Elemente tragen dabei zum besseren Gelingen der anderen bei, und manche bremsen auch mal den anderen Teil aus. Insgesamt ist es aber ein Film, unter dessen Oberfläche eine gewisse Cleverness durchscheint.

Will Ferrell ist sich für kaum eine Aktion zu schade. Das artet in manchen seiner Filme zu sehr aus. Hier hat er endlichen seinen perfekten Rahmen gefunden. Selbst die derbsten Gags dienen hier dem großen Ziel, das Politgeschäft zu entlarven und als das zu zeigen, was es wohl in den meisten Fällen ist: ein von Geld und Lobbyisten angetriebenes Geschäft, in dem die eigentlichen Politiker oftmals nur Spielbälle sind. Die in den USA häufig links-liberal eingestellten Komiker verzichten dabei jedoch auf die Fokussierung auf einzelne Parteien, sondern nehmen sich die Politik und ihre Verrücktheiten im Allgemeinen vor.

Neben dem bewusst großspurig auftretenden Will Ferrell, sorgen vor allem Zach Galifianakis selbst und das Drehbuch dafür, dass beide gleichberechtigte Parts spielen. Seine Rolle ist so angelegt, dass die anfängliche Tendenz zur Witzfigur sein Potenzial über den Film hindurch erst entfaltet. Er ist kein weltfremder Dorfdepp, sondern ein im besten Falle Idealist. Dieses Gleichgewicht in der Figurenkonstellation tut dem Film unglaublich gut und bietet damit mehr Raum für die Gags. Beide Darsteller spielen sich dabei die Bälle zu. Doch auch die Nebendarsteller gehen hier nicht unter und spielen gut auf. Vor allem Dylan McDermott erweist sich als Szenendieb.

Die vielen gezeigten Wahlkampfveranstaltungen lassen den Film für einen Moment repetitiv wirken, doch zum Ende hin zieht er immer mehr an und läuft auf ein großes Finale hinaus. Der Film ist dabei manchmal mehr Satire als die erwartete Brachialkomödie. Das zeigt sich daran, dass die wirklich derben Gags nur vereinzelt auftauchen. Dafür sitzen diese dann umso mehr, und handzahmer wird der Film dadurch ohnehin nicht. Die Qual der Wahl hat vielleicht vordergründig weniger Durchschlagskraft, aber in Kombination mit einer wirklichen Handlung und nicht nur einer Staffage für ein Gagfeuerwerk entwickelt sich daraus ein unterhaltsamer, kluger und am Ende selbst idealistischer Film.

Keine weitere Wertung


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