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The Good Doctor(The Good Doctor, 2011)
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nicht bekannt DVD: 20. Juli 2012
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Premiere: |
23. April 2011 (Festival, USA) |
| FSK: |
ab 16
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Genre: |
Drama, Thriller |
| Länge: |
91 min
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Land: |
USA |
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Darsteller:
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Orlando Bloom (Dr. Martin Blake), Riley Keough (Diane Nixon), Taraji P. Henson (Theresa), Rob Morrow (Dr. Waylans), Michael Pena (Jimmy), Troy Garity (Dan), Molly Price (Mrs. Nixon), Wade Williams (Mr. Nixon), Sorel Carradine (Valerie), Gary Carlos Cervantes (Mr. Sanchez), Monique Gabriela Curnen (Maryanne), Jean St. James (Carol) |
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Regie:
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Lance Daly |
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Drehbuch:
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John Enbom |
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 Inhalt
Als Dr. Martin Blake vom Unileben in den echten Krankenhausalltag wechselt, muss er feststellen, dass das Arztleben nicht ganz so ist, wie er es sich ausgemalt hat. Anstatt Bewunderung von aller Welt zu ernten, muss er sich gegen Krankenschwestern, die ihn nicht respektieren, durchsetzen und mit Patienten befassen, die seine Sprache nicht sprechen. Doch dann wird Diane, die ihn verehrt, eingeliefert. Um sie und die damit verbundene Ehrerbietung nicht zu verlieren, versucht Blake ihre Krankheit zu verschlimmern. |  |
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Durchschnittliche Redaktionswertung
Kurzkritik
von Albert Imroth
Dass man The Good Doctor in Deutschland nicht mal zutraute, genug Leute ins Kino zu locken, kann verschiedene Gründe haben. Zum Einen gibt es hier einen Orlando Bloom zu sehen, den man so nicht gewöhnt ist und der Fans vielleicht abschrecken könnte. Zum Anderen ist der Film einfach nicht das, was das Marketing uns erzählen möchte. Man hat hier keinen eiskalten Psychothriller vor sich, bei dem es um krankhafte Obsession und Wahnsinn geht. Lance Daly hat ein leises Drama abgeliefert, das vor allem eines ist: glaubhaft. Es geht nicht um einen psychopathischen Arzt, der seine Patientin durch dunkle Krankenhausgänge jagt, hier wird ein realistisches Psychogramm eines einsamen Menschen gezeichnet, der auf seiner Suche nach Anerkennung Grenzen überschreitet und irgendwann nicht mehr zurück kann. Man kann sich einfach vorstellen, dass es so einen Menschen tatsächlich gibt. Und darin liegt die Stärke des Films. Auch in der Leistung Orlando Blooms, der der Figur auch noch das entsprechende Gesicht verleiht und so einen echten Menschen kreiert, dem man trotz eines gewissen Mitgefühls wirklich nicht begegnen möchte.
Kritik
von Florian Tritsch
Die Regie von Kisses-Regisseur Lance Daly und das seichte Drehbuch ersticken jeglichen Spannungsaufbau einer an sich interessanten Grundidee im Keim. So bietet The Good Doctor trotz einer überraschend guten Schauspielleistung von Hauptdarsteller Orlando Bloom am Ende lediglich eine öde und spannungsarme Geschichte, die eine Geduldsprobe für jeden Zuschauer darstellt.
Der Stern über dem Starruhm von Orlando Bloom, der mit Blockbustern wie der Herr der Ringe-Trilogie und den ersten drei Teilen der Fluch der Karibik-Reihe so fulminant begonnen hatte, ist in den letzten Jahren deutlich gesunken. So ist Bloom mittlerweile eher in Nebenrollen oder Direkt-to-DVD-Produktionen zu Hause als in den Großproduktionen der Hollywoodstudios. Doch im Gegensatz zu anderen Filmproduktionen, die den Weg auf die große Leinwand fanden, in denen Bloom versuchte zu schauspielern, kann man ihn guten Gewissens als die positive Überraschung des Films bezeichnen.
Seine Darstellung des an mangelndem Respekt seiner Umwelt leidenden Dr. Martin Blake ist in jeder Minute glaubwürdig und eindringlich. Und würde ein guter Hauptdarsteller bereits einen guten Film machen, könnte sich Regisseur Lance Daly einfach auf die Schulter klopfen lassen und alles wäre gut. Allerdings ist es leider nicht ganz so einfach, denn alles andere, was man von einem guten Film erwarten würde, fehlt bei The Good Doctor.
Die erste Hälfte, die sich mit dem Leiden des Dr. Blake beschäftigt, der weder von den Kollegen noch von den Pflegern oder Patienten richtig respektiert wird, wirkt die meiste Zeit über wie die mittlerweile eingestellte Comedy-Serie Scrubs, bloß ohne die Lacher. Man wartet die ganze Zeit darauf, dass endlich etwas passiert, doch es passiert einfach nichts. Einzig die Hoffnung, dass irgendwann die eigentliche Handlung einsetzt und es vielleicht doch noch spannend wird, lässt einen aushalten. Doch irgendwann merkt man, dass man bereits mitten in der Haupthandlung ist, und der Film immer noch trübe vor sich hinplätschert, ohne dass es auch nur einen spannenden Moment gab.
Auch das Ende, das Daly und sein Drehbuchautor John Enbom erdacht haben, lässt einen recht unbefriedigt zurück. Denn die Aussage des Films, dass der geltungssüchtige Dr. Blake durch zwei Morde zu sich selbst findet und ein guter Arzt wird, kommt doch recht unerwartet und beraubt den Film letztlich um das einzige, was er noch hätte bieten könnte: eine Aussage.
So zeigt der Film am Ende vielleicht zwar ein realitätsnahes Szenario und wird von einem guten Hauptdarsteller getragen, doch krankt er deutlich an seiner Spannungs- und Handlungslosigkeit. Die langen Einstellungen und langweilig wirkenden Bilder, die Lance Daly hier die meiste Zeit über vorsetzt, tun ihr Übriges dazu, dass The Good Doctor seine gesamte Spielzeit über träge und langweilig wirkt. Daher muss sich der Film wohl den Vorwurf gefallen lassen, das Potenzial seiner interessanten Ausgangsidee und seines überzeugenden Hauptdarstellers nicht wirklich voll genutzt zu haben.  Weitere interessante Filme
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