Heiter bis Wolkig Poster

Film-Seite zu Heiter bis Wolkig
Trailer zu Heiter bis Wolkig
Poster zu Heiter bis Wolkig
Deutsche offizielle Seite
Charts-Statistiken zu Heiter bis Wolkig
PDF zu Heiter bis Wolkig

Heiter bis Wolkig

(Heiter bis Wolkig, 2012)

Dt.Start: 06. September 2012 Premiere: 06. September 2012 (Deutschland)
FSK: ab 6 Genre: Drama
Länge: 99 min Land: Deutschland
Darsteller: Max Riemelt (Tim), Anna Fischer (Marie Breuer), Jessica Schwarz (Edda Breuer), Elyas M'Barek (Can), Dieter Tappert (Paul), Johann von Bülow (Dr. Seibold), Stephan Luca (Thomas), Johannes Kienast (Holger)
Regie: Marco Petry
Drehbuch: Axel Staeck, Marco Petry


Inhalt

Es ist nicht gerade der moralisch wertvollste Anmachtrick, mit dem Tim und Can die Frauen rumkriegen: Einer der beiden erzählt ihnen, dass der andere unheilbar krank ist und sich nichts mehr wünscht, als noch einmal mit einer Frau zu schlafen. Es funktioniert - auch Marie fällt auf die Masche rein und verliebt sich sogar in Tim. Als der erfährt, dass Maries Schwester Edda tatsächlich nicht mehr lange zu leben hat, wird aus dem makabren Spaß plötzlich Ernst.
Shopping-Box
DVDs zu Heiter bis Wolkig Amazon-Shop
zum Film
Merchandising zu Heiter bis Wolkig Poster & Merchandise
zum Film
Heiter bis Wolkig bei eBay Artikel bei eBay
zum Film
Heiter bis Wolkig bei Billiger.de Preisvergleich
für den Film

Durchschnittliche Redaktionswertung

Heiter bis Wolkig hat eine durchschnittliche Redaktionswertung von 74%
Kurzkritik
von Albert Imroth
Wertung von 73 für Heiter bis Wolkig

Es scheint einen Trend zu geben, lustige Filme über ernsthafte Krankheiten zu machen. Und da die Deutschen immer wieder gern auf Züge aufspringen, darf nun über den unheilbaren Krebs von Jessica Schwarz gelacht werden. Doch im Gegensatz zu anderen Trittbrettchen aus deutschen Landen ist Heiter bis wolkig tatsächlich ganz gut gelungen. Denkt man am Anfang des Films noch, man säße in einer typischen Pro 7-Komödie, entwickelt der Film schnell eine äußerst effektive Rasanz und einen wunderbaren Humor, der manchmal schwarz (Wortwitze werden ausgespart), manchmal liebevoll ist, aber niemals respektlos. Dass diese immer schwierige Mischung zwischen Tragik und Komik nicht völlig nach hinten losgeht, ist auch den Darstellern geschuldet, allen voran Jessica Schwarz, die eine glänzende Performance abliefert. Einzig Anna Fischer wirkt manchmal etwas hölzern und sagt ihre Dialogzeilen so deutlich auf, dass es selbst für die von ihr gespielte Logopädin übertrieben wirkt. Süß ist sie trotzdem und das reicht ja auch, damit Max Riemelt sich in sie verlieben kann. Dass das aber über zuviele Musikmontagen passieren muss, ist noch ein kleines Geschwür in einem wirklich berührenden Film.

Kurzkritik
von Daniel Licha
Wertung von 75 für Heiter bis Wolkig

Nach der enttäuschenden Schule-Reihe zeigt sich Regisseur Marco Petry nun von einer ganz anderen Seite. Seine lebensbejahende Dramödie Heiter bis Wolkig funktioniert sowohl in den amüsanten als auch den ernsteren Momenten. Der Hauptgrund hierfür sind, neben dem gelungenen Drehbuch, vor allen Dingen die sympathischen Figuren, die von ihrem spielfreudigen Ensemble hervorragend wiedergegeben werden. Besonders Anna Fischer zeigt einmal mehr, dass sie zu Deutschlands besten Jungdarstellern zählt; leider sieht man sie nur selten auf der großen Leinwand. Sicherlich muss sich der Film im letzten Drittel ein paar kleine Schwächen zugestehen, verzichtet er doch leider nicht auf die üblichen Genrekonventionen und geht somit letzten Endes die üblichen Wege. Dennoch ein sehenswertes Werk, das im Kino bislang zu Unrecht ein trostloses Dasein fristet.

Kritik

von Dimitrios Athanassiou
Heiter bis Wolkig hat eine Wertung von 75%
Nicht noch eine deutsche Rom-Com, möchte man ausrufen, doch Heiter bis wolkig stellt eine der seltenen erfreulichen Ausnahmen des deutschen Kinos dar. Die Grundzutaten sind Liebe und Tod, die großen Themen von Literatur, Bühne und Kino. Einer gibt vor, dem Tode geweiht zu sein, eine andere ist dies wirklich. Aus dem Zusammentreffen dieser beiden Menschen erwächst eine urkomische wie ebenso tief berührende Geschichte, die den Zuschauer auf eine emotionale Berg-und Talfahrt mitnimmt, um ihn ordentlich durchgeschüttelt mit einem lachenden und einem weinenden Auge wieder zu entlassen.

Bild aus Heiter bis Wolkig Zu den großen Themen des Kinos gehört unter anderem die Auseinandersetzung mit der Liebe und mit dem Tod. Nicht selten geht bei manch bittersüßer Geschichte das sogar einher. Mutter aller dieser Dramen ist natürlich William Shakespeares unsterbliches Stück Romeo und Julia, das tragischer kaum enden kann, scheiden am Ende doch beide Liebenden dahin. Variationen dieses Stoffes gibt es unzählige - so auch in Hollywood: beispielsweise Stadt der Engel, Sweet November oder Es begann im September. Diese Filme begnügen sich damit, dass am Ende lediglich die hübsche Heldin dem Tode geweiht ist. Zumindest so viel haben diese schnulzig-verkitschten Melodramen dann auch mit dem jüngsten Werk von Regisseur Marco Petry (Schule, Die Klasse von '99) gemein.

Jeder Mann hat seine eigene, spezielle Tour, um die Herzen in seinen Augen attraktiver Damen zu erobern. Die beiden Freunde Can (Elyas M'Barek), Typ Bunnychecker, und sein Freund Tim (Max Riemelt), mit leicht melancholischer Aura, arbeiten tagsüber in der Großküche einer Kantine und ziehen abends um die Häuser, auf der Suche nach der nächsten weiblichen Eroberung. Dabei sind sie durchaus erfolgreich, was sie im Grunde einer geschmacklos-makaberen Masche verdanken: Sie geben vor, sterbenskrank zu sein, und eine letzte Nacht mit einer wunderschönen Frau sei ihr sehnlichster Abschiedswunsch.

Eines Tages hat Tim mit diesem moralisch fragwürdigen Vorgehen Erfolg bei Marie (Anna Fischer). Was Tim jedoch kaum vorhersehen konnte, ist, dass Marie eine Schwester, Edda (Jessica Schwarz), zu Hause hat, die wirklich sterbenskrank ist und nur noch wenige Monate zu leben hat. Selbstverständlich durchschaut diese sofort die lächerliche Charade. Ihrer Schwester, die augenscheinlich glücklich verliebt ist, verrät sie aber nichts. Anstatt den Schwindel auffliegen zu lassen, beschließt sie, dass Tim im Gegenzug ein paar Dinge für sie tun kann. Schließlich möchte sie noch etwas erleben, bevor sie abtritt. Tim willigt ein - wie könnte er auch nein sagen - ahnt aber nicht, auf was er sich da mit Edda eingelassen hat.

Ernsthaftigkeit und Authentizität sind die Grundzutaten für diese berührende wie zugleich sehr humorvolle Auseinandersetzung mit dem Thema Krankheit und Tod. Für die Lacher, die einem mitunter abseitig schrägen Witz zu verdanken sind, der durchaus auch unter die Gürtellinie zielt, ist vor allem die Figur der sterbenden Schwester verantwortlich, die hier von Jessica Schwarz kongenial gegeben wird. Sie entwickelt dabei eine Bandbreite der Gefühle, die innerhalb von Sekunden von überdreht lustig bis zu absolut niedergeschlagen umschlagen können und die Zerrissenheit einer jungen Frau, die eigentlich voller Leben ist, dem baldigen Tod aber unausweichlich entgegenblickt, widerspiegeln. Ihren Filmpartner nimmt sie nebenher noch auf eine Ochsentour der Wunscherfüllungen mit und führt ihn von einer absurden Situation in die nächste. Gewissermaßen unvermeidlich geht auf dieser tief menschelnden Reise auch eine Wandlung in ihm vor.

Den Humor im Angesicht des Todes nicht zu verlieren, ist wahrlich nicht leicht. Marco Petry beweist mit Heiter bis wolkig wie es möglich ist, sich mit einer heiteren Rom-Com der Tragik des unvermeidlichen Sterbens respektvoll anzunähern und den Zuschauer auf einen ergreifenden Trip mitzunehmen, der einem beim Lachen die Tränen in die Augen treibt, und dies gewiss nicht allein aus lauter Fröhlichkeit. Die Ausgangslage mag dabei noch etwas gekünstelt wirken, wie wahrscheinlich ist es wirklich, mit solch einer Masche in Liebesangelegenheiten Erfolg zu haben? Ist man aber bereit, darüber hinweg zu schauen und lässt sich auf das Dahinter ein, ist es geradezu unvermeidbar, von dieser Geschichte berührt zu werden.



Weitere interessante Filme


Leider haben wir derzeit keine Vorschläge zu diesem Film.
Film vorschlagen

 

© 2013 MovieMaze.de