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Vamperifica

(Vamperifica, 2011)

Dt.Start: nicht bekannt
DVD: 07. August 2012
Premiere: 18. Oktober 2011 (Festival, USA)
FSK: ab 18 Genre: Komödie, Horror
Länge: 100 min Land: USA
Darsteller: Martin Yurkovic (Carmen), Dreama Walker (Tracey), Creighton James (Campbell), Bonnie Swencionis (Emily), Jeff Ward (Peter Wright), Josh Alexander (Josh), Darwin Shaw (Raven), Maria-Christina Oliveras (Maria Sanchez), Darlene Violette (Michelle Landon), Vincent Quintiliani (Al Bishop), Sara Anne Johnson (Annabelle)
Regie: Bruce Ornstein
Drehbuch: Bruce Ornstein, Martin Yurkovic


Inhalt

Carmen wird wegen seines weiblichen Namens und Gehabes bereits seit Kindertagen gehänselt. Auch sein Traum, Schauspieler zu werden, scheint sich wegen seines mangelnden Talents nicht zu erfüllen. Doch dann treten zwei Vampire in sein Leben, die ihn für die Wiedergeburt des Vampirkönigs Raven halten und zu einem der ihren machen. Von der neuen Macht berauscht nimmt Carmen blutige Rache an all denen, die ihm das Leben schwer machten.
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Durchschnittliche Redaktionswertung

Vamperifica hat eine durchschnittliche Redaktionswertung von 11%
Keine weitere Wertung

Kritik

von Florian Tritsch
Vamperifica hat eine Wertung von 11%
Ein Film, bei dem es um Vampire geht. Originell ist in Anbetracht des Vampirbooms der letzten Jahre da sicherlich nicht unbedingt das erste Wort der Wahl, wenn es darum geht, die Idee von Drehbuchautor und Regisseur Bruce Ornstein zu beschreiben. Doch auch abgesehen davon kann sein Film in keinem Bereich wirklich überzeugen, denn die Handlung ist ziemlich unsinnig, die Effekte mehr billig und die Darsteller weitgehend talentfrei.

Bild aus Vamperifica Neben den Haien sind es vor allem die Vampire, die seit Jahrzehnten immer wieder für irgendwelche oft billig produzierten Filme mit unterirdischen Drehbüchern und Darstellern, sogenannte B-Movies, herhalten müssen. Mit Vamperifica reiht sich hier nun auch Regisseur Bruce Ornstein, der auch zusammen mit Hauptdarsteller Martin Yurkovic das Drehbuch schrieb, in diese ewige List ein. Um was es in ihrem Film eigentlich wirklich geht, ist schwer zu sagen, denn die Handlung schwingt unentschieden zwischen mehreren Handlungssträngen hin und her, ohne dass auch einer davon wirklich funktioniert.

Zum einen ist es ein Rachethriller geworden, in dem ein Außenseiter brutal Rache an seinen Peinigern nimmt. Diese brutalen Szenen, die sich entgegen der Erwartungen bei einem Film mit einer FSK 18-Freigabe hier extrem in Grenzen halten, können allerdings leider für sich genommen gar nicht überzeugen. Natürlich musste der Film mit einem geringen Budget auskommen, weshalb wohl niemand Effekte a la Underworld: Awakening erwartet, allerdings wurden hier alle Effekte derart schlecht und uninspiriert inszeniert, dass sie vermutlich noch billiger aussehen, als sie tatsächlich waren.

Zum anderen ist Vamperifica vordergründig auch eine Komödie, deren Humor sich einzig und allein auf das tuntige Getue des Hauptdarstellers bezieht. Dieser Gag nutzt sich allerdings bereits nach wenigen Minuten extrem ab und lockt spätesten nach einer Viertelstunde keinen mehr hinter dem Ofen hervor. Dazu will dieser in die Länge gezogene Schwulenwitz auch nie wirklich zu den Horrorszenen (oder gar zu der völlig sinnfreien Musicaleinlage) passen. Dazu kommen noch eine Freunde-für-immer-Handlung, die man beim besten Willen nur als völlig nervtötend bezeichnen kann, und einige "Überraschungen" gegen Ende, die einfach nur albern sind.

Doch auch die Darsteller bekleckern sich hier nicht gerade mit Ruhm. Hauptdarsteller Martin Yurkovic, dessen gesamte Schauspielerkarriere aus zwei Auftritten in einer zweitklassigen TV-Serie besteht, taugt als Hauptdarsteller in etwa so viel wie eine Milchkuh zur Weinerzeugung. So wirkt Yurkovic die gesamte Spielzeit über nervig, unsympathisch und deplatziert. Gleiches gilt für den restlichen Cast Dreama Walker, dessen durch die Bank weg schlechtes Spiel ebenfalls recht schnell das Interesse am Film nimmt.

Am Ende ist Vamperifica ein Film geworden, der aus einer wenig originellen Ausgangslage noch weniger gemacht hat, als man vermutet hätte. So bietet der Film von Bruce Ornstein letztlich einzig eine Geschichte, die nicht weiß, was sie sein will, und unterlegt ist mit einem Humor, der nicht zündet. Die mehr als schlechten Darsteller und Effekte tragen dann noch ihr Übriges dazu bei, dass man dieses Werk leider als völlig misslungen bezeichnen muss.



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