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Parada(Parada, 2011)
| Dt.Start: |
13. September 2012
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Premiere: |
31. Oktober 2011 (Serbien) |
| FSK: |
ab 12
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Genre: |
Komödie, Drama |
| Länge: |
115 min
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Land: |
Serbien, Slovenien, Montenegro |
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Darsteller:
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Nikola Kojo (Limun), Goran Jevtic (Mirko), Milos Samolov (Radmilo), Hristina Popovic (Biserka), Goran Navojec (Roko), Dejan Acimovic (Halil), Toni Mihajlovski (Azem), Natasa Markovic (Lenka), Mladen Andrejevic (Djordje), Relja Popovic (Vuk), Radoslav Milenkovic (Kecman) |
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Regie:
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Srdjan Dragojevic |
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Drehbuch:
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Srdjan Dragojevic |
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 Inhalt
Der schwule Mirko will in Belgrad eine Gay-Pride-Parade veranstalten. Eine mutige Idee, denn regelmäßig werden in Serbien Homosexuelle von Rechtsradikalen angegriffen. Auch Limun, Chef einer Sicherheitsfirma, ist ein Schwulenhasser. Seine Verlobte hat ausgerechnet Mirko als Wedding Planner eingestellt. Der Deal: Mirko sorgt für eine schöne Hochzeit und Limun für Sicherheit bei der Parade. |  |
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Durchschnittliche Redaktionswertung
Keine weitere Wertung
Kritik
von Bettina Friemel
Tragik und Komik liegen manchmal nah beieinander. So auch in diesem Film des Serben Srdjan Dragojevic, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, ein wichtiges Thema in die Welt zu transportieren. Während in anderen Ländern Homosexualität bereits akzeptiert und sogar von rechtlicher Seite immer mehr gleichberechtigt wird, herrschen in anderen Ländern, sogar gar nicht so weit von uns entfernt, noch Zustände wie vor dem Zweiten Weltkrieg. Und jeder, der auch nur ansatzweise anders aussieht oder anders denkt, wird sofort vom Pöbel niedergemacht.
So zum Beispiel in Serbien. Parada spielt in Belgrad, wo sich eine kleine Minderheit an Schwulen und Lesben zusammengeschlossen hat, um eine Gay-Pride-Parade zu veranstalten. Sie haben es satt, sich in der Öffentlichkeit verstellen zu müssen, und wollen deshalb dieses gefährliche Vorhaben wagen. Gefährlich deshalb, weil niemand in ganz Serbien mit Homosexuellen auch nur im Ansatz was zu tun haben möchte. Und die Skinheads sind ohnehin scharf auf jede sich bietende Möglichkeit, Gewalt auszuüben. Also ist ein guter Polizeischutz nötig.
Doch die serbische Polizei will ebenfalls nichts damit zu tun haben. Menschenrechte schön und gut, aber bitte nicht für Schwule. Da trifft es sich gut, dass der ex-kriminelle Leiter einer Sicherheitsfirma Limun per Zufall auf den schwulen Tierarzt Radmilo trifft, dessen Freund Mirko ein gefragter Hochzeitsplaner ist, den wiederum Limuns Verlobte Pearl gerne für ihre Hochzeit engagieren würde. Allerdings treffen geballtes Testosteron und feminine Sanftmut explosiv aufeinander. Doch nach anfänglichen Schwierigkeiten wäscht eine Hand die andere und Limun erklärt sich bereit, die Gay-Parade zu bewachen.
Parada hat viele großartige Momente, die einen zum Lachen bringen, wunderbar schräge Szenen, deren Spaßfaktor bis ins kleinste Detail reicht, und doch setzt sich zwischendurch immer wieder ein dicker Kloß im Hals fest, wenn man aus der heiteren Komödie zurück in die Realität geschubst wird. Denn wenn sich schreiender Mob und friedliche Paraden-Teilnehmer gegenüberstehen, fragt man sich schon, wer von beiden denn wirklich krank im Hirn ist.
Solche Filme sollte es unbedingt mehr geben, wenn sie - und sei es nur ein kleines bisschen - dazu beitragen, dass ein paar Menschen mehr endlich verstehen, dass Homosexuelle weder krank noch sonst in irgendeiner Art aussätzig sein. Ein wichtiger und dennoch höchst unterhaltsamer Film, den jeder gesehen haben sollte.  Weitere interessante Filme
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