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Django

(Django, 1966)

Dt.Start: 02. November 1966 Premiere: 06. April 1966 (Italien)
FSK: ab 16 Genre: Western
Länge: 87 min Land: Italien, Spanien
Darsteller: Franco Nero (Django), José Bodalo (Gen. Hugo Rodriguez), Loredana Nusciak (Maria), Gino Pernice (Brother Jonathan), Simon Arriaga (Miguel), Giovanni Ivan Scratuglia (Klan Member), Eduardo Fajardo (Maj. Jackson)
Regie: Sergio Corbucci
Drehbuch: Sergio Corbucci, Bruno Corbucci


Inhalt

In einer heruntergekommen und nahezu verlassen Stadt an der amerikanisch-mexikanischen Grenze taucht plötzlich der wortkarge Django auf. Er hat vor, sich an Major Jackson, der seine Frau ermordet hat, zu rächen. Nachdem Django alle Männer des Majors getötet hat, taucht General Rodriguez mit seiner Bande in der Stadt auf. Django überredet sie dazu, einen Armeestützpunkt, in dem sich der Major aufhält, zu überfallen. Doch anstatt das erbeutete Gold zu teilen, macht Django sich damit aus dem Staub.
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Durchschnittliche Redaktionswertung

Django hat eine durchschnittliche Redaktionswertung von 72%
Keine weitere Wertung

Kritik

von Florian Tritsch
Django hat eine Wertung von 72%
Der Film von Sergio Corbucci besticht nicht gerade durch eine vernünftige (oder immer nachvollziehbare) Handlung. Doch der faszinierende Stil des Films gleicht diesen Mangel hier bei weitem aus, denn Corbucci nutzt die Möglichkeiten des Mediums Film voll aus und bietet hier wunderbar-absurde Bilder und eine atmosphärische Dichte, die man in dieser Form selten zu sehen bekommt.

Bild aus Django Man könnte nun eine lange und vernichtende Kritik über die Handlung verfassen. Denn nüchtern betrachtet setzt sich der Film von Sergio Corbucci (Zwei Asse trumpfen auf) aus Handlungselementen zusammen, die insgesamt betrachtet nicht wirklich konsequent durchdacht wirken. Doch es ist wohl kein Geheimnis, dass beim Italowestern, abwertend auch gerne mal als Spaghetti-Western bezeichnet, die Handlung eher nebensächlich ist und der Fokus auf einer Mischung aus Gewalt, atmosphärischer Inszenierung und schwarzem Humor liegt. So auch in diesem Film, der ohne Zweifel neben Sergio Leones berühmter Dollar-Trilogie (Für eine Handvoll Dollar, Für ein paar Dollar mehr und Zwei glorreiche Halunken) den wohl prägendsten Film dieses Genres darstellt.

Und genau hier liegen auch die Stärken von Django. Die zahlreichen Aggressionsorgien, die Corbucci hier heraufbeschwört, faszinieren einerseits durch ihre kompromisslose Inszenierung bei gleichzeitiger unkritischer Distanzlosigkeit. Gleichzeitig enthält diese Gewalt durch ihre Überspitzung und ihren extrem schwarzhumorigen und teils absurden Rahmen (beispielsweise das Maschinengewehr, das Django die meiste Zeit in einem Sarg hinter sich herzieht) eine interessante kritische Note. Dazu kommt eine für einen Western untypische, von Großeinstellungen dominierte Bildkomposition, die zusammen mit vielen schnellen Schnitten eine gewisse Comic-Haftigkeit erzeugt.

Darstellerisch bewegt sich der Film von Sergio Corbucci ebenfalls durchaus auf hohem Niveau. Hauptdarsteller Franco Nero ist mit Sicherheit die Idealbesetzung als wortkarger Anti-Held, der sich konsequent unsympathisch durch den gesamten Film schießt. Doch auch der restliche Cast um Loredana Nusciak als Maria weiß in seinen Rollen zu gefallen. Ebenfalls überzeugen kann die musikalische Umrandung von Luis Enriquez Bacalov. Zwar ist der Argentinier mit Sicherheit kein zweiter Ennio Morricone, doch rundet seine atmosphärische Musik, besonders das Titellied Django, den Film in jedem Fall gelungen ab.

Hätte man bei der Handlung die Qualität der Inszenierung beibehalten, wäre Sergio Corbucci mit Django einer der vielleicht besten Filme aller Zeiten gelungen. So aber ist Corbuccis Werk ein stilistisch brillanter, aber leider auch inhaltlich sinnloser Film geworden, der sinnbildlich für den Italowestern mit all seinen Stärken und eben leider auch Schwächen steht wie kaum ein anderer Film. Für Fans des Genres daher ein echtes Muss, für alle anderen ein Klassiker des Kinos, den jeder mindestens einmal gesehen haben sollte.



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Zwei glorreiche Halunken
Dt. Start: 15. Dez 1967
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Für ein paar Dollar mehr
Dt. Start: 25. März 1966
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Django Unchained
Dt. Start: 17. Jan 2013
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Für eine Handvoll Dollar
Dt. Start: 05. März 1965
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Heute ich... morgen du!
Dt. Start: nicht bekannt
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