Mit seinem Regiedebüt zeigt Louis Leterrier gleich mal, was er so drauf hat: Mit dem Drehbuch von Luc Besson machte er einen Action-Film, der trotz einiger Mängel, die man einem solchen Film aber verzeihen kann, einfach nur Spaß macht und genau darum geht's doch!
Sicherlich muss man bei Actionstreifen grundsätzlich Abstriche machen, denn einen Film mit intelligenter Story, mit geilen Effekten, mit grandiosen Schauspielern und mit tollen Verfolgungsjagden kann und wird es wohl so schnell auch nicht geben. So gibt es immer Kritiker, die sagen: "So ein bescheuerter Film" oder "Schlechte Special Effects" oder Ähnliches. Schaut man sich aber einen Film wie The Transporter schon mit der Vorraussetzung an, dass man auf gewisse Dinge einfach verzichten muss, so hat man Fun pur!
Die Grundidee der Geschichte ist schnell erzählt: Frank Martin ist Kurierfahrer, der sich auf illegale Fracht spezialisiert hat. Aus diesem Grund hat er ein paar eiserne Regeln, die er strikt einhält. Doch eines Tages bricht Frank eine seiner Regeln, was ihm schließlich zum Verhängnis wird. Er öffnet ein Paket und findet darin eine hübsche junge Asiatin, die ihm fortan so einiges an Kopfschmerzen bereitet.
Allein der Beginn des Films trägt Luc Bessons Handschrift, denn die Verfolgungsjagden aus seinen beiden Taxi Filmen sind unvergessen und noch immer unerreicht, bis jetzt... Denn The Transporter legt gleich richtig los und so muss ein 7er BMW durch die Innenstadt von Nizza jagen. Über Gehsteige, in falscher Richtung in Einbahnstrassen und natürlich mit einem Speed, der jenseits von Gut und Böse liegt. Bereits jetzt wusste ich: Ein Film voll und ganz nach meinem Geschmack.
Leider bleibt nach diesem grandiosen Intro die Geschwindigkeit ein wenig auf der Strecke und so schmälert sich die anfängliche Begeisterung ein wenig. Auch wenn die Kampfszenen unter der Regie von Cory Yuen (The One, Kiss of the Dragon, Romeo must Die und viele andere) immer noch für Begeisterung und Klasse Action sorgen hinkt die Story doch ein wenig hinterher. Denn der undurchsichtige Charakter des Frank Martin baut zwar eine gewisse Erwartungshaltung auf, die aber dann niemals gelöst wird. Auch die anderen Charaktere werden sehr stiefmütterlich behandelt, was einem Actionfilm aber durchaus zu verzeihen ist.
Der große (fast 30 Minuten lange) Showdown hat dann letztendlich aber wieder Einiges zu bieten, leider nichts Neues. Dennoch muss man sagen, dass der Film, auch wenn er einige Unzulänglichkeiten hat, mit seinen guten Special Effects und den Verfolgungsjagden punkten kann. So ist und bleibt The Transporter ein guter und witziger Actionstreifen, der zwar das Genre nicht neu erfindet, aber immerhin für 92 Minuten Spaß und Spannung sorgt.