Das Schwergewicht Poster

Film-Seite zu Das Schwergewicht
Trailer zu Das Schwergewicht
Poster zu Das Schwergewicht
Wallpaper zu Das Schwergewicht
Deutsche offizielle Seite
Charts-Statistiken zu Das Schwergewicht
PDF zu Das Schwergewicht
Forum-Topic zu Das Schwergewicht

Das Schwergewicht

(Here Comes the Boom, 2012)

Durchschnittliche Redaktionswertung

54%



Inhalt

Früher war er am College ein recht guter Wrestler, heute fristet Scott Voss sein Dasein als mäßiger Biologielehrer. Als der Musiklehrer aufgrund von Einsparungen entlassen und der Musikunterricht gestrichen werden soll, heckt er einen Plan aus. Als Mixed-Martial-Arts-Kämpfer will Scott genügend Geld eintreiben, um das Musikprogramm zu sichern. Das gefällt sogar der attraktiven Schulkrankenschwester Bella.

Kritik

von Dimitrios Athanassiou

Wertung Kritik

62%

Kevin James, der bullige Lieferwagenfahrer aus der bekannten Kult-Comedy-Serie ist zurück auf der großen Leinwand, und diesmal heißt es: Are you ready to rumble?. Als Biologielehrer und Ex-Wrestler, der seiner Schule und seinem Kollegen finanziell aus der Patsche helfen möchte, steigt er als Mixed-Martial-Arts-Kämpfer in den Käfig, um mit Niederlagen Geld zu machen. In vielen Punkten durchaus gelungen, hätte man sich in Das Schwergewicht zumindest hin und wieder eine etwas differenzierte Sicht auf einen wirklich gefährlichen Sport gewünscht.

Bild aus Das Schwergewicht Als trotteliger IPS-Fahrers Doug Heffernan aus der Comedy-Serie King of Queens avancierte Kevin James zum Kult. Nach neun Staffeln und sage und schreibe 207 Episoden war allerdings Schluss mit der TV-Karriere und James wagte den Sprung auf die große Leinwand. 2005 hatte er in Hitch - Der Date Doktor an der Seite von Superstar Will Smith seine erste größere Kinorolle. Es folgten Filme wie Chuck und Larry, Der Kaufhaus Cop oder Der Zoowärter. Im Grunde blieb James aber immer in seiner alten Rolle verhaftet: dem leicht trotteligen wie etwas überdrehten Dicken.

In Das Schwergewicht schlägt er zwar nicht komplett neue Wege ein, beweist aber, wie bereits in Dickste Freunde, dass er auch andere Typen darstellen kann. Dafür hat sich der 47-Jährige in eine durchaus ansehnliche Form gebracht. Der Bauch ist zwar nicht gänzlich weg, immerhin zeichnet sich aber dort ein Bizeps ab, wo man Oberarmfett vermutet hätte. Muskeln hat er in dieser Rolle auch durchaus nötig. Als Scott Voss, Biologielehrer und ehemaliger High-School-Ringer, tritt er in Käfig-Kämpfen an, um Gelder für die Schule aufzutreiben, in der er beschäftigt ist. Finanziell heruntergewirtschaftet und mit knapp 50.000 Dollar in den Miesen, hat sich die Schulleitung entschlossen, den Musikbereich wegzurationalisieren. Diese Maßnahme würde auch die Stelle des gutherzigen Musiklehrers Marty Streb (Henry Winkler) treffen, dessen Frau überdies schwanger ist. Ehrensache für Scott, das er dies zu verhindern versucht, und sei es dadurch, dass er sich im Ring vermöbeln lässt.

Angenehm geerdet kommt Das Schwergewicht streckenweise daher. James spielt deutlich zurückhaltender und macht sich nicht ständig zum Affen; zu einem Alphamännchen ist er in seiner neuen Rolle jedoch nicht gleich avanciert. Zumindest konnte er aber einiges vom klischeehaften Image des Dicken abgelegen. In Liebesangelegenheiten fischt sein Filmcharakter allerdings im Trüben, was insbesondere dann auffällig wird, wenn er wieder mal versucht, die Schulkrankenschwester Bella Flores (Salma Hayek) zu einem Date zu bewegen und ein ums andere Mal einen Korb kassiert. Hayek ist in dieser Rolle zwar sichtlich unterfordert, sorgt aber für einige wirklich gute Augenblicke und wertet den Film insgesamt auf.

Für die hiesigen Geschmäcker könnte sich der Umstand jedoch als problematisch erweisen, dass in der Nebenhandlung eine ganz schön kräftige patriotische Suppe angerührt wird. Scott gibt vor seiner Ring-Karriere den Aushilfslehrer im Einbürgerungskurs, und irgendwie schleicht sich dabei das Gefühl ein, dass hier dem Publikum mit sanftem Nachdruck vermittelt werden soll, dass es nichts Schöneres auf der Welt gibt, als die US-Staatsbürgerschaft in Händen zu halten. Negativer als das könnte allerdings der Umgang mit dem Thema Gewalt auffallen. Zwar wird das Kämpfen an sich nicht unmittelbar verherrlicht, eine gewisse Heroisierung der Käfig-Gladiatoren bleibt dennoch nicht aus. Bedenklich ist, dass eine Sportart wie die Mixed Martial Arts, die aktuell durch massives Marketing global gepuscht wird, de facto aber extrem gefährlich ist, zum Vorbild genommen wird, um Heranwachsenden zu veranschaulichen, wie es möglich ist, über sich hinauszuwachsen, wenn man an sich und die Richtigkeit dessen glaubt, wofür man sich einsetzt.

Ein wenig erinnert Das Schwergewicht vom Plot her an Warrior, in dem ebenfalls ein Lehrer gezwungen wird, (wieder) in den Ring zu steigen. Warrior verharmloste das Geschehen im Ring aber zu keiner Zeit, wies im Gegenteil ausdrücklich auf die gnadenlose Brutalität der Kämpfe hin und gab sich insgesamt deutlich reflektierter. Soviel Tiefgang darf man nun vielleicht von einer Komödie nicht unbedingt erwarten, jedoch auch nicht, dass sie sich als Werbespot der Ultimate Fighting Championship (UFC), der größten amerikanischen Mixed-Martial-Arts-Organisation, herausstellt.

Kurzweilig und oberflächlich unterhaltsam ist Das Schwergewicht ohne Zweifel. Die Handlung entbehrt einer gewissen Ironie nicht. Wobei sich insbesondere bei den pathetischen Einlagen mitunter die Frage aufdrängt, ob die Inszenierung nicht ihrer eigenen Suggestion anheimfiel. Zum Ausgleich gibt es einige Gags, die durchaus gut funktionieren, und nur selten wird es grenzwertig zotig. Die Dialoge sind nicht gerade zum Weglaufen, wirken mitunter sogar pointiert, und das gesamte Geschehen erscheint trotz Vorhersehbarkeit nicht übertrieben eindimensional. Wer also die patriotischen Plattitüden und die pädagogisch anzweifelbare Wirkung von Käfig-Kämpfen außen vor lässt, sollte auf seine Kosten kommen.

Kurzkritik

von Daniel Licha

Wertung Kurzkritik

65%

Bedenkt man die bisherigen Filme vom King of Queens Kevin James, dann sollte man die Erwartungen für seinen neuesten Kinostreich nicht zu hoch ansetzen. Doch trotz 08/15-Story kann Das Schwergewicht auf seine seichte Art durchaus unterhalten. Sicherlich hat man das Ganze schon zigfach in ähnlichen Varianten gesehen, doch James' Charme und die doch teilweise ergreifende, moralgetränkte Geschichte können den Zuschauer letzten Endes einigermaßen bei der Stange halten. Die großen Lacher bleiben zwar aus, doch ist der Film dennoch anschaubare Massenware, die keinem wehtut und zumindest kurzweilig unterhalten kann. Letztendlich also der beste Film, in dem Kevin James eine Hauptrolle inne hatte.

Kurzkritik

von Asokan Nirmalarajah

Wertung Kurzkritik

35%

Für eine durch und durch vorhersehbare, in jeglicher Hinsicht konstruierte und unverschämt nachlässig zusammengeschusterte Sportkomödie gestaltet sich Frank Coracis jüngste Auftragsarbeit für Adam Sandlers Produktionsfirma Happy Madison überraschend unterhaltsam. Die meisten der recht sporadisch eingestreuten Gags zünden nicht, immer wieder wird stereotyper, reichlich antiquierter Humor bemüht, von schlecht gefilmtem Slapstick über träge vorgetragenen Dialogwitz bis hin zu behäbig inszenierter Situationskomik. Umso überraschender also, dass der Film ungeachtet seiner Faulheit in Konzeption und Umsetzung durch die sehr sympathischen Darsteller und die altbewährte Sportfilm-Dramaturgie über die letzte Chance eines athletischen Außenseiters zu punkten weiß. Die MMA-Szenen sind sogar so kompetent gefilmt, vor allem im packenden Turnierfinale, dass man zum Ende hin tatsächlich mitgerissen ist, selbst wenn man sich ob der immer wieder aufgebrühten Gemeinplätze des Lehrer- und Sportfilms vor Irritation gegen den Kopf schlägt. In der kurios menschelnden Minderheitenparade rund um einen soliden Kevin James stechen vor allem MMA-Profi Bas Rutten und die bezaubernde Salma Hayek positiv hervor.



Weitere interessante Filme




Film vorschlagen
Gegen jede Regel
Dt. Start: 29. März 2001
Vorschlag entfernen
Helden aus der zweiten Reihe
Dt. Start: 21. Juni 2001
Vorschlag entfernen
Spiel auf Bewährung
Dt. Start: 04. Jan 2007
Vorschlag entfernen

 

© 2014 MovieMaze.de