Cold Blood - Kein Ausweg. Keine Gnade. Poster

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Cold Blood - Kein Ausweg. Keine Gnade.

(Deadfall, 2012)

Durchschnittliche Redaktionswertung

69%



Inhalt

Nach dem Überfall auf ein Casino befinden sich die Geschwister Addison und Liza auf der Flucht. Als sie mitten im Schneesturm einen Autounfall bauen, beschließen sie, getrennte Wege zu gehen. Während Liza auf Jay trifft, der gerade unterwegs zum Thanksgiving-Fest bei seinen Eltern ist, hinterlässt Addison eine blutige Spur voller Gewalt.

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Cold Blood - Kein Ausweg. Keine Gnade.

Kritik

von Dimitrios Athanassiou

Wertung Kritik

69%

Als gestörtes Geschwisterpaar auf Abwegen versuchen Eric Bana und Olivia Wilde die Gunst des Publikums in einem Thriller in eisiger Atmosphäre zu gewinnen. Auf der Flucht vor der Polizei bewegen sie sich Richtung kanadischer Grenze. Während seinen Weg Leichen pflastern, findet sie Unterschlupf bei einer Familie, die gerade Thanksgiving feiert. Familienbande spielen augenscheinlich bei Cold Blood - Kein Ausweg, keine Gnade, der in mehreren Episoden seine Geschichte entfaltet, eine gewichtige Rolle. Im Wesen ein düsterer Thriller mit Western- und Neonoir-Elementen, hätte sich eine konsequentere Ausrichtung aber vielleicht als gewinnender erwiesen.

Bild aus Cold Blood - Kein Ausweg. Keine Gnade. Es ist bekanntlich nicht alles Gold, was glänzt, und jeder cineastisch ambitionierte Genremix eignet sich nicht gleich zum Kultmovie. Der österreichische Regisseur Stefan Ruzowitzky, der zuerst mit seinen beiden Anatomie-Streifen Aufsehen erregte, ist inzwischen in Hollywood angekommen. Sein Oscar-nominiertes wie -prämiertes Werk Die Fälscher, das 2007 als bester nicht-englischsprachiger Beitrag die begehrte Trophäe einheimste, sorgte sicherlich für den nötigen Aufwind. Nach Die Männer ihrer Majestät gelangt nun Cold Blood - Kein Ausweg, keine Gnade in die Kinos. Ein unterkühlter Thriller mit Staraufgebot.

Das Geschwisterpaar Addison (Eric Bana) und dessen jüngere Schwester Liza (Olivia Wilde) befinden sich mitten in der eisigen Einöde Michigans nach einem missglückten Casino-Überfall auf der Flucht. Als sie mit dem Auto verunglücken, kommt es zu Toten, darunter auch ein Polizist. Um es ihren Verfolgern zu erschweren, trennen sie sich daraufhin. Jeder für sich versucht nun, alleine zur kanadischen Grenze zu gelangen. Während der von Bana gekonnt als psychopathischer Gentleman-Killer angelegte Addison dabei eine Spur der Gewalt hinterlässt, setzt Liza, die von Wilde überzeugend als naiv-verführerischer Vamp gegeben wird, auf ihre weiblichen Vorzüge und wird vom Boxer Jay (Charlie Hunnam) mitgenommen, der vor Kurzem erst aus dem Gefängnis entlassen wurde. Er befindet sich gerade auf dem Weg zu seinen Eltern (Kris Kristofferson und Sissy Spacek), um mit ihnen gemeinsam Thanksgiving zu feiern.

Verschiedene Handlungsstränge und der oftmalige Wechsel der Örtlichkeiten machen es dem Zuschauer nicht unbedingt leichter, mit der Geschichte eng zu verwachsen, obwohl Ruzowitzky im Grunde auf allzu viel erzählerischen Schnörkel verzichtet, was sich vor allem in den temporeicheren Sequenzen des Films zeigt. Episodencharakter, Western- wie Neonoir-Elemente, Romanze nebst dem übergeordneten Motiv des Familiendramas, beeinflussen dennoch merklich das Gleichgewicht einer Story, die Potenzial gehabt hätte, um suggestiv-hypnotisch in ihren Bann zu ziehen.

Dass Cold Blood - Kein Ausweg, keine Gnade dennoch nicht zu stark abfällt, verdankt er im Wesentlichen seiner grundlegenden Stimmung, die vor allem durch die Bilder getragen wird und durchgängig eine frostig-knisternde Atmosphäre auf die Leinwand zaubert. Die bizarre Dynamik zwischen dem absonderlichen Geschwisterpaar trägt zudem einiges dazu bei, dass der Film eine gewisse Fesselungskraft nie gänzlich verliert, und ein ordentliches Maß an Action verfehlt, wohl platziert, zuletzt auch nicht seine Wirkung. Zum Finale hin laufen dann auch alle vorher losen Enden in einem durchaus sehenswerten Show-Down zusammen.

Der ganz große Wurf ist Cold Blood - Kein Ausweg, keine Gnade dennoch nicht geworden, und wird mitunter die Gemüter sogar deutlich spalten, da ihm durchaus die Bereitschaft abgesprochen werden kann, sich konsequenter ausgerichtet zu haben. Damit wird er im Publikum viele zurücklassen, die das alles kaum zufriedenstellen wird können. Von allem etwas gekostet zu haben, mag zwar schließlich den Appetit anheizen, den Hunger wird es aber kaum stillen können.

Keine weitere Wertung


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