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Heavenly Creatures(Heavenly Creatures, 1994)
| Dt.Start: |
12. Januar 1995
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Premiere: |
12. September 1994 (Toronto Film Festival, Kanada) |
| FSK: |
ab 16
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Genre: |
Drama |
| Länge: |
99 min
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Land: |
Neuseeland, UK |
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Darsteller:
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Melanie Lynskey (Pauline), Kate Winslet (Juliet), Sarah Peirse (Honora), Diana Kent (Hilda), Clive Merrison (Henry), Simon O'Connor (Herbert), Jed Brophy (John/Nicholas), Peter Elliott (Bill Perry), Gilbert Goldie (Dr. Bennett), Geoffrey Heath (Rev Norris), Kirsti Ferry (Wendy), Ben Skjellerup (Jonathon), Darien Takle (Miss Stewart), Elizabeth Moody (Miss Waller), Liz Mullane (Mrs. Collins) |
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Regie:
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Peter Jackson |
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Drehbuch:
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Frances Walsh, Peter Jackson |
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Inhalt
Am 22 Juni 1954 ereignete sich in einer neuseeländischen Kleinstadt ein Mordfall, der bis heute großes Aufsehen erregt. Die 16 jährige Pauline Yvonne Rieper zieht mit ihren Eltern nach Christchurch. In der hießigen Mädchenschule lernt Pauline die 14 jährige Juliet Marion Hulme kennen. Die beiden freunden sich schnell miteinander an, denn beide haben viele Gemeinsamkeiten, sie sind beide Außenseiterinnen, haben beide schwere Krankheiten und schwärmen beide für den italienischen Operntenor Mario Lanza. Zusammen schaffen sich Pauline und Juliet ihre eigene Traumwelt, ein Königreich, das von Einhörnern, übergroßen Schmetterlingen und Königen bewohnt ist. Sie nennen ihre selbsterschaffene Traumwelt die "Vierte Welt". Nur sie, die "Himmlischen Geschöpfe", haben Zugang zu dieser wunderschönen Welt. Als den Eltern die Bindung zwischen Pauline und Juliet zu eng wird, wollen sie diese "gefährliche homosexuelle Beziehung" zerreißen. Doch die beiden Mädchen verteidigen sich und ihre Traumwelt, lassen niemanden in ihre Gedankenwelt eindringen. Ein Mord scheint die einzige Lösung für die beiden zu sein. |  |
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Am 22 Juni 1954 ereignete sich in Neuseeland ein grausamer Mordfall, der bis heute großes Aufsehen erregt. Dieser Film wagt einen Blick in die Psyche der beiden sehr jungen Mörderinnen.
Die erste Einstellung in Peter Jacksons viertem Film Heavenly Creatures: Bilder einer idyllischen prosperierenden Kleinstadt werden gegen die Schreie blutverschmierter Mädchen gezeigt. Der Anfang eines sehr schönen und zugleich verstörenden Psychomelodrams zweier Mädchen, die von ihrem sozialen Umfeld eingeengt, einen Mord planen. Eine grausame Rückblende, die uns auf kommende Ereignisse vorbereitet. Pauline und Juliet kommen mit ihrer Umwelt nicht klar, sie konstruieren sich selbst eine Fantasiewelt, in der sie beide Königskinder sind, die einander lieben. Der Zuschauer bekommt nach und nach einen größeren Einblick in diese Scheinwelt der beiden Mädchen und wird dank Jacksons fantastischer Bilder regelrecht in diese hineingezogen.
Den Eltern kommt die innige Mädchenfreundschaft suspekt vor, denn die sozialen Normen der Fünziger Jahre, die strikte Leugnung einer gleichgeschlechtlichen Anziehung und die Unterdrückung der Sexualität lassen diese Beziehung zwischen den Mädchen nicht zu. Die Eltern wollen beide voneinander trennen. Juliet und Pauline beginnen deswegen ihre Eltern zu hassen, sie verweigern ihnen jeglichen Kontakt, und ziehen sich immer mehr in ihre eigene Welt zurück. In diese Welt lassen sie niemanden eindringen, sie ist hermetisch abgeriegelt. Alle Leute vor denen Juliet Angst hat, oder von denen sie glaubt, dass sie in ihre Welt eindringen wollen, lässt sie imaginär sterben. Eine Vision aus ihrer Scheinwelt zeigt den Mord der gehassten Person. Diese Agressionen beider Mädchen steigern sich so weit, das sie beschließen das einzige Hidnernis, das zwischen ihnen und ihrem Glück steht zu beseitigen, Juliets Mutter. Sie planen alles bis ins letzte Detail. Dieser Mord soll sie für immer vereinen.
Peter Jackson hat mit Heavenly Creatures ein wahres Meisterwerk geschaffen. Ein sensibler und intelligent erzählter Film der Emotionen freien Lauf lässt, und nebenbei in ganz wundervollen Bildern in den Illusionen der beiden Mädchen erzählt ist. Durch diese Bilder kann der Zuschauer in die Psyche beider Mädchen eindringen, und versuchen zu verstehen warum sie diese grausame Tat begangen haben. Mit diesem Film hat Jackson sein wahres Talent offenbart, die Erzählstruktur, die Kameraführung die Charakterisierungen der Personen, und vor allem die Dialoge, alles ist stimmig und präzise ausgearbeitet. Ein Film der fasziniert, aber auch erschreckt. |  | | von Matthias Becker |

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