Dante's Peak Poster

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Dante's Peak

(Dante's Peak, 1997)

Dt.Start: 10. April 1997 Premiere: 07. Februar 1997 (USA)
FSK: ab 12 Genre: Action, Abenteuer, Thriller
Länge: 108 min Land: USA
Darsteller: Pierce Brosnan (Harry Dalton), Linda Hamilton (Rachel Wando), Jamie Renée Smith (Lauren Wando), Jeremy Foley (Graham Wando), Elizabeth Hoffman (Ruth), Charles Hallahan (Paul Dreyfus), Grant Heslov (Greg), Kirk Trutner (Terry Furlong), Arabella Field (Nancy), Tzi Ma (Stan), Brian Reddy (Les Worrell)
Regie: Roger Donaldson
Drehbuch: Leslie Bohem


Inhalt

Vulkanologe Harry Dalton untersucht im Auftrag des USGS, der Geologie-Behörde der USA, den Vulkan Dante's Peak, der nahe einem beschaulichen Städtchen liegt. Bei seinen Untersuchungen am Rande des Vulkans macht der Wissenschaftler erschreckende Entdeckungen, die nahelegen, dass ein Ausbruch des gewaltigen Massivs unmittelbar bevorsteht. Doch wirtschaftliche Interessen haben bei der Stadtverwaltung ein höheres Gewicht.
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Durchschnittliche Redaktionswertung

Dante's Peak hat eine durchschnittliche Redaktionswertung von 78%
Keine weitere Wertung

Kritik

von Nils Kappel
Dante's Peak hat eine Wertung von 78%
Vulkanologe Harry Dalton untersucht im Auftrag des USGS, der Geologie-Behörde der USA, den Vulkan Dante's Peak, der nahe einem beschaulichen Städtchen liegt. Bei seinen Untersuchungen am Rande des Vulkans macht der Wissenschaftler erschreckende Entdeckungen, die nahelegen, dass ein Ausbruch des gewaltigen Massivs unmittelbar bevorsteht. Doch wirtschaftliche Interessen haben bei der Stadtverwaltung ein höheres Gewicht. Und so kämpft Dalton zusammen mit Bürgermeisterin Wando für das Wohl der Menschen - und gegen die Uhr. Ein spannender und realitätsnaher Katastrophenthriller mit dem Herz am rechten Fleck.

Bild aus Dante's Peak "Wenn man einen Frosch in kochendes Wasser setzt, springt er sofort heraus. Setzt man ihn aber in kaltes Wasser und erhitzt es langsam, verkocht er ohne jede Regung. Das ist mein Rezept für Alarmbereitschaft." sagt Vulkanologe Harry Dalton zu seinem Vorgesetzten, um ihn auf die Gefahr aufmerksam zu machen, die schleichend vom lange inaktiv geglaubten Vulkan Dante's Peak ausgeht. Harry Dalton ist Vulkanologe des USGS, der Geologie-Behörde der Vereinigten Staaten, und soll im Auftrag seines Chefs den Vulkan Dante's Peak in der Kaskadenkette untersuchen. Nachdem vier Jahre zuvor seine Frau bei einem Vulkanausbruch ums Leben kam, widmet sich Dalton mit Leidenschaft seiner Arbeit, um Menschen vor dem gleichen Schicksal zu bewahren. Vor Ort nimmt Dalton Messungen vor und stellt fest, dass der Berg alles andere als inaktiv ist. Nach einigen grausamen Entdeckungen beschließt er, das angrenzende Dorf evakuieren zu lassen. Doch sein Chef und die Wirtschaftsberater der Stadt halten das für eine Überreaktion - und müssen doch schnell erkennen, dass Dalton auf keinen Fall Unrecht hatte.

Angelehnt an den realen Vulkanausbruch des Mount St. Helens im Jahr 1980, ist Dante's Peak ein Paradebeispiel für ein spannend aufbereitetes Geologie-Seminar an der Universität. Der Film hat trotz aller Klischees einen sehr realen Bezug. Vulkanologe Dalton erklärt das Phänomen ganz sachlich, geizt nicht mit Fachbegriffen, und trotzdem kommt er immer wieder eher als Sympathieträger denn als dröger Wissenschaftler rüber. Ganz im Gegenteil dazu agiert Linda Hamilton als Bürgermeisterin Rachel Wando, die weniger rational denn emotional agiert und sich vornehmlich Sorgen um ihre Stadt macht. Das filmisch noch nicht ausgereizte Setting feuert seine unterschwellige Bedrohung mit immer neuen Schreckmomenten an; seien es tote Schwimmer in einem schwefelversuchten See, absterbende Fichten oder hohe CO2-Konzentrationen. Unterstützt von dramatischer Musik merkt der Zuschauer schnell, dass etwas im Argen liegt im beschaulichen Dante's Peak. So bahnt sich die eigentliche Katastrophe schrittweise an, und der Zuschauer ist fassungslos über die Naivität einiger Akteure, die ökonomisches Denken jeder Ethik vorziehen. Leider hinterlässt das ebenfalls einen sehr realistischen Beigeschmack.

Ein besonderer Pluspunkt des Films sind seine spektakulären Naturaufnahmen. Teilweise gedreht am Mt. Helens selbst, teilweise im Mt. Baker Nationalpark, entfaltet die Natur rund um den Vulkan eine wunderschöne Idylle, die später in Asche versinkt. Weiterer Aspekt sind die aufgrund der noch nicht fortgeschrittenen Computertechnik oft handgemachten Spezialeffekte, die jedoch mit einer großen Liebe zum Detail erarbeitet wurden. So sehen sie auch nach heutigen Maßstäben in Zeiten von Roland Emmerichs 2012 auf Blu-ray nicht weniger wertvoll aus.

Bei allem Lob hat der Film jedoch auch ein paar Schwächen. So fallen insbesondere immer wieder nebensächliche Handlungsstränge auf, denen zu viel Zeit gewidmet wird. Dadurch gerät der eigentlich sehr spannende Plot immer wieder aus dem Takt, Spannung geht verloren und muss mühsam neu aufgebaut werden. Immer wieder durchzieht mangelnder Realismus den Film: Da klettern geschulte Geologen ungesichert in einen Krater, um einen havarierten Roboter zu retten, oder Kinder im Grundschulalter fahren mit Mamas Auto los, um die Großmutter vom Berg zu befreien. Leider krankt der Film auch immer wieder an alten Klischees. So kommt auch Regisseur Roger Donaldson wie so viele seiner Kollegen nicht drum herum, in die realitätsnahe Katastrophengeschichte eine Romanze einzubauen, von gewissen Figurenmustern (sture Großmutter, naive verliebte Bürgermeisterin, smarter Wissenschaftler) ganz abgesehen. Das ist umso ärgerlicher, da der Film diese Klischees nicht nötig hätte.

Abschließend betrachtet ist der Film aufgrund seines Alters der Vorläufer von Filmen Roland Emmerichs. Verglichen mit anderen Katastrophenfilmen macht Dante's Peak jedoch vieles besser. So bietet er geologischen Realismus, angelehnt an eine reale Katastrophe. Die Spannung hält, abgesehen von oben angesprochenen Momenten, bis zum klaustrophobischen Ende an und wird dabei von dramatischer Musik unterstützt. Hervorzuheben ist die schauspielerische Leistung Pierce Brosnans, gegen den jedoch Linda Hamilton stark abfällt.



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