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The Place Beyond the Pines

(The Place Beyond the Pines, 2012)

Durchschnittliche Redaktionswertung

85%



Inhalt

Luke ist Motorradstuntman und reist mit einem Jahrmarkt von Stadt zu Stadt. Als er eines Tages erfährt, dass er durch einen One-Night-Stand mit der hübschen Romina Vater geworden ist, will er sein Leben ändern. Dabei gerät er allerdings an den aufstrebenden Polizisten Avery Cross.

Kritik

von Markus Mller

Wertung Kritik

90%

The Place Beyond the Pines vereint in sich im Grunde drei Filme, die auch eigenständig funktionieren könnten, jedoch geschickt miteinander verknüpft sind. Regisseur Cianfrance spricht auch von einem "filmischen Triptychon". Dabei geht die Verstrickung der Storys deutlich über die der meisten Episodenfilme hinaus. Auch wenn die letzte Geschichte aufgrund ihres etwas konstruiert wirkenden Verlaufs nicht ganz mit den anderen beiden mithalten kann, ist das Gesamtwerk dennoch so großartig inszeniert und hervorragend gespielt, dass man sich diesen Film nicht entgehen lassen sollte.

Bild aus The Place Beyond the Pines Dass Derek Cianfrance ein Name ist, den man sich als Fan unkonventioneller Hollywood-Produktionen merken sollte, bewies der vom Dokumentarfilm kommende Regisseur spätestens mit seinem zweiten Spielfilm Blue Valentine. Drei Jahre später meldet er sich mit einem neuen Werk zurück: In The Place Beyond the Pines setzt er erneut auf Ryan Gosling und holt sich noch einen beeindruckenden Cast hinzu. Dabei lässt er keinen Zweifel daran, dass er momentan definitiv zu den stärksten Filmemachern Hollywoods gehört, denn The Place Beyond the Pines hat es in sich!

Das mit 140 Minuten recht üppige Werk besteht genau genommen aus drei komprimierten Filmen auf einmal. Die Geschichte beginnt so intensiv und so wunderbar atmosphärisch, wie man es nur selten sieht. In ungeheurem Tempo baut der Film, der zunächst ein actionlastiger, raubeiniger und zugleich melancholischer Thriller ist, einen enormen Druck auf und überwältigt den angespannten Zuschauer durch spannende Motorrad-Actionszenen und authentische Banküberfälle, die es allein schon wert sind, eine Kinokarte zu lösen. Dieser Druck fällt schließlich nach dem ersten Drittel ab, von wo an der Film sich zu einem Cop-Thriller mit einer eher ruhigen Erzählweise und einer permanenten subtilen Spannung entwickelt. Dieser Druckabfall ist zunächst eigenwillig, ergibt aber im Gesamtkontext absolut Sinn. Zeitlich später angesiedelt tendiert die Handlung in Richtung Coming-of-Age-Drama, das in einer relativ klassischen Schuld-und-Sühne-Frage mündet. Ganz grob umrissen fühlt sich das alles ein wenig an, wie eine Mischung aus Drive, Serpico und Kids.

Viel mehr sollte inhaltlich keinesfalls verraten werden, denn The Place Beyond the Pines gehört zu den Filmen, bei denen man so wenig wie möglich vor dem Kinobesuch wissen sollte. Schließlich birgt er derart viele Wendungen und Überraschungen, dass es eine wahre Schande wäre, diese vorwegzunehmen. Doch so interessant das Konzept auch ist, muss man doch zugeben, dass das letzte Drittel nicht ganz mit dem zuvor gesehenen mithalten kann. Hier wurden erheblich die Regler des Schicksals geschoben und Zufälle wie selbstverständlich zueinander gebracht. So wirkt dieser Teil der Story ein wenig übersättigt und leider recht konstruiert. Das soll jedoch nicht heißen, dass die Geschichte deswegen nicht funktioniert: Besonders im Hinblick auf das filmische Triptychon, welches Cianfrance schaffen wollte, haben alle Ebenen der Geschichte ihre Daseinsberechtigung, und letztlich rührt der gefühlte Qualitätsabfall im Schlussteil vor allem aus der enormen Stärke des vorher Gesehenen, was wiederum für sich spricht.

Die Besetzung weckt schon im Voraus große Erwartungen, und eines gleich vorweg: Ryan Gosling (Stay) ist einmal mehr großartig! Im Grunde spielt er seine scheinbare Lieblingsfigur, die in ihrer minimalistischen Mimik und dem wortkargen, pragmatischen Auftreten sehr seinem Charakter in Drive ähnelt - das aber macht er perfekt. Bradley Cooper (Silver Linings) lässt so langsam endgültig keinen Zweifel mehr daran, dass er ein guter und vielseitiger Schauspieler ist und auch als Charakterdarsteller taugt, wobei er trotz starker Leistung im direkten Vergleich nicht an die Präsenz von Ryan Gosling heranreicht. Der aus Chronicle bekannte Dane DeHaan und Emory Cohen (Four) können mit den Leistungen der beiden Stars durchaus mithalten, auch wenn es natürlich durch die unbekannteren Gesichter, die plötzlich im Mittelpunkt stehen, gezwungenermaßen zu einem gewissen Bruch kommt. In den Nebenrollen erweisen sich eine stark aufspielende Eva Mendez (Holy Motors), der in einer für ihn absolut typischen Rolle zu sehende Ray Liotta (Narc) und vor allem Ben Mendelsohn (Killing Them Softly) als Idealbesetzung.

The Place Beyond the Pines ist ohne jeden Zweifel eines der Filmhighlights des Jahres und schrammt nur knapp am Meisterwerk vorbei. Hätte das Ende mehr von der Stimmung, der Stimmigkeit und Energie des Anfangs, wäre hier noch etwas mehr drin gewesen. Dennoch gehört dieser ungewöhnliche Genremix zu jenen Filmen, die in ihrer ganzen Wucht erfrischend anders sind und die man nie mehr vergisst.

Kurzkritik

von Michael Schmidt

Wertung Kurzkritik

80%

Nach Blue Valentine hat sich Regisseur Derek Cianfrance wieder mit Ryan Gosling zusammen getan, um das ambitionierte Crime-Drama The Place Beyond the Pines zu inszenieren. Die andere Hauptrolle bernahm Bradley Cooper, sodass Cianfrance zwei der derzeit begehrtesten mnnlichen Darsteller Hollywoods zur Verfgung standen.
Der Film gliedert sich in drei groe Teile, die jedoch qualitativ leicht unterschiedlich ausfallen. Der erste Teil des Film rund um Ryan Goslings Charakter ist sehr stimmungsvoll gehalten und greift direkt die grundlegende Thematik rund um Vter, ihre Shne und schwerwiegende Entscheidungen im Leben auf. Sobald Bradley Coopers Charakter in den Vordergrund rckt, ist der Film nicht minder packend, doch wird die eigentliche Thematik zugunsten eines konventionellen Crime-Plots vernachlssigt. Wenn im letzten Drittel alle Fden zusammen laufen, ist Cianfrance immer noch ein sehr spannender und dramatischer Film mit tollen Schauspielerleistungen gelungen, der jedoch an mancher Stelle zu ausgefranst wirkt und manchmal den Fokus verliert. Doch handelt es sich um kleine Schwchen auf hohem Niveau.



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Dt. Start: 10. Okt 2013
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