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Pitch Black - Planet der Finsternis

(Pitch Black, 2000)

Dt.Start: 07. September 2000 Premiere: 18. Februar 2000 (USA)
FSK: ab 16 Genre: Horror, Sci-Fi
Länge: 108 min Land: Australien, USA
Darsteller: Claudia Black (Shazza), Radha Mitchell (Caroline Fry), Vin Diesel (Richard Riddick), Cole Hauser (William Johns), Keith David (Imam), Lewis Fitz-Gerald (Paris P. Ogilville), Rhiana Griffith (Jack), John Moore (Zeke), Simon Burke (Owens), Ric Anderson (Verwundeter Passagier), Les Chantery (Suleiman), Firass Dirani (Ali), Sam Sari (Hassan)
Regie: David N. Twohy
Drehbuch: Jim, Ken Wheat


Inhalt

In einer fernen Zukunft ist die Besatzung eines Raumschiffs gezwungen auf einem unbekannten Planeten notzulanden. Bald stellt sich heraus, daß es dort nur noch eine einzige (aber dafür umso gefährlichere) Spezies von Lebewesen gibt, die jedoch Angst vor Licht hat und daher in einem unterirdischen Tunnelsystem haust. Als eine Sonnenfinsternis den ganzen Planeten in Dunkelheit taucht, beginnt für die Crew der Kampf ums Überleben.
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Kritik

Pitch Black - Planet der Finsternis hat eine Wertung von 80%

Gestern abend waren wir wieder einmal in der Sneak und da gab es diesmal einen Film namens Pitch Black - Planet der Finsternis zu sehen. Um es gleich vorwegzunehmen: Ich fand den Film klasse. Allerdings bin ich mir auch ziemlich sicher, daß mir der Film nicht so gut gefallen hätte, wenn ich bereits zuvor etwas über ihn gehört hätte. In diesem Fall war ich nämlich absolut ahnungslos, ich hatte keine Ahnung um was es bei dem Film geht, ich wußte nicht wer mitspielt oder wer Regie führte, ich wußte nicht einmal um was für ein Genre es sich bei Pitch Black - Planet der Finsternis handelt. Okay, letzteres war dann doch recht schnell klar, aber was ich damit sagen möchte: Der Film hätte nicht annähernd die gleiche Wirkung auf mich gehabt, wenn ich gewußt hätte was mich erwartet.

Der Film beginnt damit, daß eine bunt zusammen gewürfelte Crew mit ihrem Raumschiff auf einem unbekannten Planeten notlanden muß. Mit dabei ist unteranderem ein Sträfling names Riddick (Vin Diesel), der im allerersten Moment trotz dicker Eisenketten die größte Bedrohung für die Überlebenden des Absturzes darstellt. Tatsächlich wußte zu diesem Zeitpunkt aber noch keiner von uns wo die Geschichte hinführen wird. Zunächst wird erst einmal die nähere Umgebung abgesucht und obwohl das Set ziemlich nach Low-Budget-Produktion aussieht, kommt gleich die richtige Atmosphäre auf. Besonders gelungen fand ich die Idee mit den verschiedenen Sonnen, die nicht nur dafür sorgen, daß es auf dem Planeten so etwas wie Tag und Nacht scheinbar nicht zu geben scheint, sondern durch ihre unterschiedlichen Farben auch interessante Bilder hervorbrachten. Noch wußten wir aber immer noch nicht, um was es bei dem Film überhaupt geht und als die Hauptdarstellerin von irgendeinem unterirdisch hausenden Tier angegriffen wurde, hab ich das immer noch als Nebensächlichkeit angesehen.

Doch schließlich findet die kleine Gruppe heraus, daß es unter der Oberfläche dieses Planeten vor bösartigen Aliens nur so wimmelt und daß sie ihren kleinen Besuch dummerweise auch so richtig schlecht getimed haben. Denn in wenigen Stunden steht eine Sonnenfinsternis bevor, die alles in Dunkelheit eintauchen wird und dann könnte es für sie ziemlich ungemütlich werden. Was dann folgt ist eine optisch mehr als ansprechende Sonnenfinsternis-Sequenz in der tausende von diesen blutdürstigen Monstern ausschwärmen und plötzlich ist alles dunkel, stockdunkel um genau zu sein.

Die gesamte zweite Hälfte des Films spielt in kompletter Dunkelheit und obwohl mein Sitznachbar die Vermutung äußerte, das wäre sicherlich eine Folge extremer Sparmaßnamen gewesen, gefällt mir der Film nun immer besser. Was muß das denn für ein Gefühl sein? Man befindet sich mit einer Gruppe von Fremden auf einem unbekannten Planeten und muß unter völliger Blindheit jede Sekunde damit rechnen von hungrigen Monstern in tausend Stücke zerfetzt zu werden. Da bleibt einem gar nichts anderes übrig als mit den Leuten mitzufiebern, auch wenn sie vielleicht nicht die besten Schauspieler sind und es in der ersten halben Stunde nicht geschafft haben irgend eine Art von persönlicher Bindung zum Zuschauer aufzubauen. Doch wer sich in so einer ausweglosen Situation befindet, der verdient es wirklich, daß man ihm die Daumen drückt. Jetzt zahlte sich auch aus keinen der Darsteller zu kennen. Während man sich in einem Stalone-Action-Kracher sicher sein kann, daß zwar jede Menge Statisten in die Luft gejagd werden, unserer Held am Ende jedoch triumphieren wird, kann es bei Pitch Black - Planet der Finsternis wirklich jeden treffen. Das machte den Film bis zum Finale so spannend, daß mir (sich förmlich aufdrängende) Vergleiche zu Genre-Klassikern wie Alien - Das unheimliche Wesen aus einer fremden Welt überhaupt nicht in den Sinn kamen.

Hätte ich von diesen Film bereits zuvor etwas gehört, dann wäre meine Erwartungshaltung sicherlich anders gewesen, dann hätte ich die ganze Geschichte mit anderen Augen gesehen. Vielleicht hätte ich mich über die schlechten Schauspieler, die mangelnde Kreativität der Autoren oder über die billige Ausstattung beschwert. So hat mich Pitch Black - Planet der Finsternis jedoch völlig überrascht und auf einen adrenalingeladenen Trip ins All mitgenommen. Ich bin froh daß ich diesen Film in der Sneak gesehen habe, denn so hab ich mich knapp zwei Stunden prächtig unterhalten.

von Thomas Brendel


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