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So wie Leslie Nielsen in The Naked Gun die Polizistenarbeit verarschte, zieht hier "Mr. Bean" Star Rowan Atkinson die Geheimagenten durch den Kakao.
Die Idee zu Johnny English entstand nach der durchweg positiven Resonanz auf einen Werbespot-Reihe, in der Rowan Atkinson zwischen 1992 und 1997 einen tollpatschigen Geheimagenten spielte. Seit dieser Idee sind zwar einige Jahre ins Land gegangen, doch wie sagt man so schön, was lange währt wird endlich gut. Das Drehbuch zu dem Film verfassten die Autoren Neal Purvis und Robert Wade, die unter anderem das Script für Die Welt ist nicht genug zu Papier brachten, in Zusammenarbeit mit Rowan Atkinson. Das Resultat ist eine Bond-ähnliche Geschichte, in deren Rahmen sich der Anti-Agent Johnny English mit dem schwer reichen Geschäftsmann Pascal Sauvage (John Malkovich) anlegt und dabei so gut wie gar nichts richtig macht.
Man sollte nicht den Fehler machen, den Film schon im Vorfeld auf Grund von Hauptdarsteller Rowan Atkinson abzuurteilen. Denn in Johnny English ist der britische Komödiant weder "Mr. Bean" noch "Blackadder", die beiden Figuren, die ihn bekannt machten und die vom Publikum entweder geliebt oder gehasst werden. Zwar sind gewisse Einflüsse der beiden Figuren nicht zu leugnen, doch letztendlich ist der tollpatschige Geheimagent ein vollkommen eigenständiger Charakter. Zu Beginn des Filmes ist Johnny English ein Schreibtischhengst, der von wahrer Agentenarbeit keinen blassen Dunst hat. Doch nachdem die britische Agenten-Elite nach einem Bombenanschlag ums Leben kam, avanciert er zum Top-Spion ihrer Majestät. Daraufhin wird er mit der Mission betraut, die Kronjuwelen zu beschützen, auf die es der französische Geschäftsmann Pascal Sauvage abgesehen hat. Selbstverständlich gelingt Sauvage der Coup und Johnny English heftet sich an die Fersen des fiesen Schurken.
Zur Seite steht dem "Top"-Agenten sein Kollege und Zuarbeiter Bough (Ben Miller), der zwar viel gewiefter zu Werke geht als Johnny English, aber trotzdem immer in dessen Schatten steht, da es Johnny immer gelingt, seine Tollpatscheleien zu verschleiern. Ebenfalls involviert ist "English"-Girl Lorna Campbell, bei der nicht von Anfang an klar ist, auf welcher Seite sie steht. Sie wird von der australischen Musikerin Natalie Imbruglia verkörpert, die neben ihrem guten Aussehen nicht viel in die Waageschale werfen muss, um ihre Rolle adäquat auszufüllen. In der Rolle des Bösewichts erleben wir John Malkovich, der (zumindest in der Original-Version des Film) den wohl legendärsten französischen Akzent an den Tag legt, den die Welt je gesehen hat.
Im punkto Humor funktioniert Johnny English meist nach folgenden Prinzip: Der Witz kündigt sich an, wird dann noch ein wenig hinausgezögert und schließlich nach allen Regel der Kunst durchexerziert. Obwohl dieses Schema recht unlustig klingt, gelingt es dem Film, dem Publikum einen Lacher nach dem anderen abzuringen. Dabei zünden zumeist die unerwarteten und manchmal auch derben Witzchen, die zwischen den abgenudelten Scherzen aufblitzen. Auch wenn sich der Film teilweise bei genreverwandten Vorbildern wie zum Beispiel The Naked Gun bedient, so muss man ihm zugestehen, dass er es versteht, sein Publikum zu unterhalten. Alles in allem bietet Johnny English knappe 90 Minuten locker leichte Unterhaltung, für die sich mit Sicherheit auch "Mr. Bean"-Unlustig-Finder erwärmen können. |