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Das Urteil - Jeder ist käuflich

(The Runaway Jury, 2003)

Durchschnittliche Redaktionswertung

84%



Inhalt

Eine Frau verklagt den Waffenhersteller, mit dessen Produkt ihr Mann bei einem Amoklauf ermordet wurde. Um zu verhindern, dass ein Präzedenzfall geschaffen wird, engagiert die Waffenlobby den skrupellosen Geschworenenberater Rankin Fitch. Dieser muss nicht nur den Anklagevertreter Wendell Rohr in Schach halten, sondern auch mit dem Geschworenen Nicholas Easter fertig werden, der seinerseits die Jury manipuliert.

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Das Urteil - Jeder ist käuflich

Kritik

von Thomas Straßer

Wertung Kritik

84%

Die starbesetzte Verfilmung des gleichnamigen Romans von Erfolgsautor John Grisham orientiert sich stark an den bisherigen Filmprojekten auf Grisham Basis und garantiert Spannung bis zum Schluss. Sehenswert sich vor allem die beiden Hochkaräter Gene Hackman und Dustin Hoffman, die übrigens das erste Mal gemeinsam vor der Kamera stehen.

Bild aus Das Urteil - Jeder ist käuflich So mancher wird nach dem Lesen des Inhalts die Stirn runzeln und sich John Grishams Roman "The Runaway Jury" entsinnen. Denn anders als im Film, dreht es sich darin um eine Klage gegen die Tabakindustrie. Angesichts der Tatsache, dass diese seit dem Erscheinen des Buches im Jahre 1996 schon schwer in die Mangel der Justiz geraten ist und quasi nur noch auf einem Raucherbein daherkommt, wurde sie für den Film kurzerhand durch die Waffenindustrie ersetzt. Diese bietet eine unverbrauchtere Zielscheibe und wird von Jahr zu Jahr kritischer beäugt. Der kleine Bösewichtaustausch klingt bis dato eigentlich noch ganz plausibel, würde nicht der Aufhänger des Films etwas darunter leiden. Nun wird nämlich ein Waffenproduzent von einer Witwe vor den Kadi gezerrt, deren Ehemann von einem Amokschützen mit einer Waffe des besagten Herstellers umgebracht wurde. Zwar bin ich kein Jurist, der dies ordnungsgemäß beurteilen könnte, doch meine Stammtischlogik sagt mir: Immer die Kirche im Dorf lassen.

Das kleine Problem beim Aufhänger, das während des Films noch etwas entschärft wird, ist allerdings die einzige Blöße, die sich Das Urteil - Jeder ist käuflich gibt. Denn in allen anderen Belangen kann der Gerichtsthriller die Erwartungen erfüllen und verspricht 138 spannende Minuten. Allein die Darstellerliste ist ein einziger Zungenschnalzer, denn neben den beiden Hochkarätern Gene Hackman und Dustin Hoffman, die übrigens das erste Mal gemeinsam vor der Kamera stehen, erleben wir John Cusack und Rachel Weisz in den Hauptrollen. Auch die Nebenrollen sind blendend besetzt und so kommt einem nahezu jedes Gesicht irgendwie bekannt vor. Auch die Story ist wieder ganz John Grisham und wurde von Regisseur Gary Fleder entsprechend dem Stil der bereits verfilmten Werke des Autors angelegt. Wer also schon von The Pelican Brief oder Die Firma begeistert war, der wird auch hier seine Freude haben.

John Grisham erzählt in Das Urteil - Jeder ist käuflich über eine Gerichtsverhandlung, bei der eine große Lobby (im Film die Waffenindustrie) auf der Anklagebank sitzt und mit allen Mitteln versucht, nicht schuldig gesprochen zu werden. Zu diesem Zweck wird versucht, die Geschworenenauswahl und sogar deren letztendliche Entscheidung zu manipulieren. Zu diesem Zweck engagieren sie den skrupellosen und selbstherrlichen "Berater" Rankin Fitch (Gene Hackman), der mit sämtlichen legalen und natürlich illegalen Methoden versucht, Einfluss auf die Geschworenen zu nehmen. Der eigentliche Verteidiger Cable ist mehr oder weniger nur Hampelmann vor Gericht. Auf Seiten der Anklage hält der idealistische und prinzipientreue Wendall Rohr (Dustin Hoffman) die Zügel in der Hand und versucht als kleiner David dem mächtigen Goliath ans Bein zu pinkeln. Was bis dato wie ein Zweikampf zwischen Fitch und Rohr aussieht, entpuppt sich im Laufe des Films zu einem verzwicken Interessenspielchen, in dem der Geschworene Nick Easter (John Cusack) und seine Freundin Marlee (Rachel Weisz) eine wichtige Rolle spielen.

Es sind besonders die Darsteller, die Das Urteil - Jeder ist käuflich zu einem sehr gelungenen Kinoerlebnis werden lassen. Allen voran Gene Hackman, der in seiner Rolle als Arschloch vom Dienst wieder alle Register zieht und von Minute eins den Unmut des Publikums auf sich zieht - herrlich! Dustin Hoffman steht seinem alten Kumpel dabei in nichts nach und bringt seine Figur in gewohnter Souveränität auf die Leinwand. Auch John Cusack gefällt in seiner Rolle des undurchsichtigen Geschworenen, der mit einfachsten Methoden seine Kollegen manipuliert und dessen Motivation im Laufe des Films immer fragwürdiger wird und bis zur letzten Sekunde ungelöst bleibt. Regisseur Gary Fleder gelang es bis zum Schluss mit Hilfe der gerade beschriebenen Frage die Spannung zu halten und diese während des Films kontinuierlich zu steigern. Dankenswerterweise verlor er angesichts der zahlreichen Stars die Geschworenen nie aus den Augen und gab jedem Mitglied der Jury ein eigenes und prägnantes Profil. Unterm Strich steht letztendlich eine rundum gelungene Grisham-Verfilmung mit Staraufgebot, die ihre Zielgruppe mit Sicherheit zufrieden stellen wird.

Keine weitere Wertung


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